04. Dezember 07

Killerimage: Wunsch nach einer negativen Reputation

So absurd es eigentlich klingen mag, kündigen immer wieder Amokläufer in Social Networks oder auf Videoplattformen wie Youtube an, dass sie sich an der Welt rächen wollen. Der vereitelte Amoklauf in Köln, die tatsächlichen Amokläufe von Schülern in Finnland, den USA und in Deutschland – sie alle haben etwas gemeinsam: Die Täter stellten zuvor ihre Profile ins Internet (hierzulande unter anderem auf StudiVZ und SchuelerVZ) und kündigten dort ihre Taten an.

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Klaus Eck

26. November 07

Digitale Identität II: Schubladendenken für die Marke

In einer Welt, in der wir alle und alles gleich ist, hätten wir einige Probleme, uns zurecht zu finden. Durch unsere Identität unterscheiden wir uns voneinander. Erst die Identität verhilft uns dazu, einen Menschen von einem anderen durch einzelne Merkmale zu unterscheiden.

Damit wir hierbei einigermaßen den Überblick behalten, neigen wir zu einem Schubladendenken. Es entstehen Bilder vor unseren Augen, die uns Orientierung im Leben vermitteln. Ansonsten wären wir im Alltag von der Aufgabe überfordert, andere richtig einzuschätzen. Aber wir kategorisieren nicht nur unsere Kontakte, sondern tendieren auch dazu, uns automatisch selbst in bestimmte Gruppen einzuordnen. Bei diesem Prozess der Konstruktion unserer Wirklichkeit haben wir keine Kontrolle.

Unternehmen profitieren von unserem Schubladendenken: Denn ein starkes Markenauftreten (Branding) verführt gezielt zur Kategorisierung. Darauf setzt nichtzuletzt der Ansatz des Neuromarketings. So spitzt die “Bild” die Aussage der Neurowissenschaftler schlagzeilenträchtig zu: “Starke Marken schalten den Verstand ab.” Erklärt wird dieses von Dr. Christian Scheier wie folgt:

“Man hat herausgefunden, dass bei einer starken Marke tatsächlich die Hirnareale, die zum Nachdenken dienen, abgeschaltet sind, während die Hirnareale, die für spontane Handlungen zuständig sind, aktiviert werden. Das heißt, starke Marken entlasten das Nachdenken.“ (Zitat aus Interview mit Dr. Christian Scheier - PDF, Autor des kürzlich erschienenen Buches “Wie Werbung wirkt”).

Starke Marken führen dazu, dass die Konsumenten darauf vertrauen, dass sie ihr Markenversprechen erfüllen. Eine langfristige Investition in die eigene Reputation ist ein erfolgsversprechender Weg eine glaubhafte Markenpersönlichkeit aufzubauen. Denn ein positiver Ruf geht mit Vertrauenswürdigkeit, Glaubwürdigkeit, Berechenbarkeit und Verlässlichkeit einher. Mit kurzfristigen Effekten hat das nicht zu tun. Darauf sollte auch kein Reputationsmanagement setzen.

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Klaus Eck

21. November 07

Personaler im Web

Wer als Führungskraft seine Bewerbungen heutzutage verschickt, sollte immer mit dem Internet rechnen. Im Bewerberblog berichtet die Junior-Recruiterin Nadia Kittel von einem Fall aus dem deutschsprachigen Raum, bei dem sich eine Reputationsüberprüfung absolut ausgezahlt hat.

Sie nennt den untersuchten Bewerber in ihrem Blog einfach anonymsierend “Dr. Give”. Dieser hatte sich bei ihr per E-Mail für eine Management-Position beworben. Dabei fielen der Bewerberbloggerin jedoch einige Unstimmigkeiten auf, die sie misstrauisch werden ließen und zur Online-Recherche ermunterten. Dr. Give listete zahlreiche Geschäftsführer- und Managementposten der obersten Liga auf und hatte gleichzeitig einen sehr langen Bildungsweg hinter sich. Zudem stellte sich heraus, dass er seine Bewerbung für eine Position im englischsprachigen Ausland mit einem automatischen Übersetzungstool ausgeführt hatte, was nicht unbedingt für seine Sprachkenntnisse sprach.

Durch ihre Google-Recherche fand Knittel zudem heraus, dass die vom Doktor angegebenen “Bildungsinstitute entweder gar nicht oder nur als spanische Finka eines dubiosen selbsternannten Professors existieren. Zu allem Übel war auch problemlos herauszufinden, dass der Doktorvater (den der Bewerber ungewöhnlicherweise in seiner Bewerbung extra angegeben hatte) diverse Klagen wegen Titelhandel laufen hat.”

Aufgrund der Datenlage stufte sie Dr. Give als Hochstapler ein, der sich bei seiner Täuschung allerdings nicht viel Mühe gegeben habe. Bei Personensuchmaschinen ist Knittel eher kritisch, weil sie befürchtet, dass gewiefte Bewerber dort ihr Image selbst aufhübschen und gemäß ihrer Bewerbung anpassen könnten.

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Klaus Eck

12. November 07

Digitale Identität I: Ein neues Selbstverständnis

    „Eine Persönlichkeit ist der Ausgangspunkt und Fluchtpunkt alles dessen, was gesagt wird, und dessen, wie es gesagt wird.“ (Robert Musil)

Die Jugend liest nicht länger Magazine oder gar Zeitungen. Sie surft ihre Social Networks ab und informiert und unterhält sich gegenseitig mit digitalen Fundstücken oder eigenen Ideen. Es wird nicht mehr stundenlang telefoniert, sondern stattdessen der Rechner stundenlang blockiert.

Wer hat heutzutage noch ein wirkliches Interesse an einem Telefonbuch oder nutzt die klassischen Stadtpläne, wenn in den Stadtportalen und in Google sofort fündig wird? Was im Kino oder TV geschaut wird, entscheidet sich immer öfter via digitaler Mundpropaganda statt mit Hilfe einer Programmzeitschrift.

Ob wir wollen oder nicht, wir bewegen uns mittlerweile genauso selbstverständlich in der virtuellen Welt wie im richtigen Leben. Besonders für die Jüngeren gehört das Web selbstverständlich dazu, aber auch immer mehr Silver Surfen entdecken das Web als sozialen Raum für sich. Das Internet ist als Informations- und Entertainmentmedium ein fester Bestandteil in unserem Alltag, mit dem wir immer größere Teile unseres Arbeitslebens und der Freizeit verbringen.

Mit dem Aufkommen von neuen Web 2.0-Angeboten im Netz veränderte sich die Kommunikationsstruktur. Der User vollzog einen Wechsel vom Empfänger zum Sender. Die früher vorherrschende Anonymität und Isolation des Einzelnen wurde durch die eigene Präsenz im Netz weitestgehend aufgehoben. Man kennt sich, man vernetzt sich. Die Scheu mit dem realen Namen im Netz zu erscheinen, nimmt immer weiter ab und schafft dadurch neue Probleme. Unsere Jugend macht’s vor und ist mit 45 Prozent auf Plattformen wie MySpace, StudiVZ, Facebook oder Xing präsent.

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Klaus Eck

08. November 07

Mediziner unter Beobachtung

Mehr Transparenz im Medizinbereich versprechen einige Web 2.0-Gesundheitsportale im Netz: Immer mehr unzufriedene Patienten können ihren Unmut über die Ärzteschaft online freien Lauf lassen. Das wirkt sich auf die Wahrnehmung der Ärzteschaft aus. Nicht nur Empfehlung eines Freundes oder einer Bekannten sind wichtig, nein, inzwischen spielt auch die digitale Mundpropaganda eine entscheidende Rolle in der Wahrnehmung von Medizinern. Wie ist es um deren Reputation wirklich bestellt?

In Gesundheitsportalen wie Imedo, Helpster oder Topmedic berichten die Patienten über ihre Erfahrungen mit den Ärzten und benoten sie. All das ist öffentlich zugänglich. Die Patienten können sich im Web bequem über einen Arzt in ihrer Nähe informieren und ihre Entscheidung für ihn anhand der Bewertung anderer Patienten überprüfen. Allgemeine Adressangaben aus den Gelben Seiten werden hierbei des Öfteren mit Google-Maps, mit der Beurteilung und dem Kommentar über die ärztlichen Leistung zusammengeführt.

Das wachsende Interesse an Online-Beurteilungen zeigt das erst Ende Oktober 2007 gestartete neue Patientenportal DocInsider. Ingo Horak, Gründer und Geschäftsführer von DocInsider GmbH ist sichtlich zufrieden mit der Entwickelt. So resümiert er: "Innerhalb der ersten 48 Stunden wurde die Seite 180.000 Mal aufgerufen. Die Nutzer bleiben durchschnittlich fünf Minuten auf der Seite." Die gegenwärtig gestartete Medienkampagne "Gehen Sie jetzt ins Internet, Frau Ulla Schmidt" soll die Patienten neugierig auf das neue Bewertungsportal machen.

Als Arzt sollte man sich heutzutage mit seiner eigenen digitalen Reputation auseinandersetzen und zumindest damit rechnen, dass es in Zukunft wichtiger wird. Ansonsten könnten die negativen Bewertungen sich tatsächlich aufs reale Medizin-Business auswirken. Im Tourismus weiß man heute, welche Bedeutung derlei Bewertungsportale für die Entscheidungen der Reisenden haben. Schon bald könnte das Internet bei der Auswahl des kompetenten Arztes entscheidend sein. Obwohl die oftmals anonymen öffentlichen Beurteilungen umstritten sind, zeigt ihre Beliebtheit doch, dass es ein großes Interesse an persönlichen Meinungen im Gesundheitswesen gibt.

Informieren Sie sich via Internet über Ihre Ärzte oder wirkt das Ihnen noch abwegig?

Klaus Eck

01. November 07

Der digitale Schein im Arbeitsleben

Schon bald werden wir beinahe alles voneinander wissen oder glauben dieses zumindest. Wer sich via Internet oder Telefon zu einem Geschäftsessen oder auf einer Konferenz verabredet, weiß erst einmal wenig von seinem Gegenüber, kann sich aber durchaus vor dem Termin via Social Networks wie Xing einen ersten Eindruck vom Anderen verschaffen. Bereits die Bilder in den Profilen geben dem Anrufer oder E-Mail-Schreiber eine Identität.

“In zehn Jahren wird es kaum noch einen Menschen geben, über den es nichts im Internet zu lesen gibt.”, sagt Lars Hinrichs, Gründer von Xing, einem der größten Business Netzwerke in der “Wirtschaftswoche” Nr. 44 vom 29.10.2007.

Falls sich der unbekannte Geschäftsfreund nicht mit einem persönlichen Profil online verewigt haben sollte, ist es immer noch möglich, sich über eine einfache Google-Recherche einen Eindruck von dessen digitalen Erscheinungsbild zu verschaffen. Der Schein bestimmt hierbei das Bewusstsein und die Wahrnehmung des Fremden. Mit der eigenen Wahrheit muss der erworbene digitale Ruf nicht unbedingt etwas zu tun haben.

“Unsere öffentliche Reputation ist längst ein entscheidender Teil unserer Persönlichkeit, kurz: Ich bin, wer ich in den Augen der anderen bin.” (Jochen Mail: “Wirtschaftswoche” Nr. 44 vom 29.10.2007)

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Klaus Eck

31. Oktober 07

Britney Spears gefressen

Wie man seinen vormals guten Ruf verspielt, wird sehr schnell am Beispiel von Britney Spears deutlich. Der Star wird aufgrund seiner Eskapaden zurzeit von der Öffentlichkeit nahezu in Stücke gerissen, weil sein Auftreten nicht seinem vormaligen Image gerecht wird.

"Weder das unschuldige Girl noch der verführerische Jung-Vamp passt zum Bild der Mutter. Und so wussten die Medien bald nicht mehr, worüber sie sich am meisten aufregen sollten: über Britneys mütterliche Fettpölsterchen oder über ihre unmütterlichen Party-Exzesse.
...
Ihre Erfolgsgeschichte ist trotzdem nicht vorbei: Gimme More ist auf Platz drei der US-Charts eingestiegen, und kurz nach Britneys verunglücktem Auftritt auf MTV brachen dort die Internetserver zusammen, weil so viele Fans die exklusiven Handy-Klingeltöne zur Single herunterladen wollten. »It’s Britney, bitch«, säuselt es jetzt aus Teenager-Telefonen auf der ganzen Welt. Die Prinzessin hat Recht: Alle wollen ein Teil von ihr. Was übrig bleibt, fressen die Blogs." (Elke Buhr, Die Zeit vom 25.10. 2007)

In der digitalen Öffentlichkeit wird noch weniger als in der klassischen Medienwelt Rücksicht auf ein Image genommen. Fast 266.000 Ergebnisse liefert die Blogsuchmaschine Technorati bei der Eingabe von Britney Spears, zumeist wenig schmeichelhafte Resultate.
 

>> Die Zeit: Ein Teil von ihr

Klaus Eck

30. Oktober 07

PR Blogger Video-Gespräch im Media-Treff zur digitalen Reputation

Während der Internet World hat mich Wolfram A. Zabel, Pressesprecher Vogel New Business, für den media-Treff zum Thema “digitale Reputation” interviewt. Im 8-minütigen Gespräch gehe ich auf die grundsätzliche Bedeutung der digitalen Reputation für den Einzelnen ein. Jeder sollte auf der Bühne des Internets eine gute Figur abgeben. Außerdem stellt sich mir die Frage: "Wieviel Social Networking braucht der Mensch?"


Link: sevenload.com

Klaus Eck

Kein digitaler Tintenkiller in Sicht

Was einmal im Internet steht, das bleibt lange sichtbar, manchmal sogar auf den ersten Plätzen einer Suchmaschinen-Recherche. In den Vor-Netzzeiten war alles einfacher. Niemand zeichnete unser Fehlverhalten auf und machte es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Wer erinnert sich noch an die ersten ungelenken Fahrversuche mit oder ohne Führerschein, den Abiball, auf dem wir nicht tanzen konnten und zu viel Alkohol tranken, oder an andere unvorteilhafte Dinge…

Vor 20 Jahren scherte das niemanden. Heute halten wir und andere unsere Privatsphäre in Text, Bild und Video fest und stellen alles online. StudiVZ, Blogs und Co. machen dies leichter denn je.

Im November 2006 äußerte sich Harald Schmidt in der Wochenzeitung “Die Zeit” zum Thema Tyrannei der Öffentlichkeit, die es (nicht nur ihm) unmöglich macht, die eigene Privatsphäre noch zu wahren:

“Wenn Sie so wie ich in der Öffentlichkeit stehen, rechnen Sie mit jeder Art von Vorwurf. Also spielen Sie das durch, was könnte kommen, wie reagiere ich darauf? Ich bin mir sicher: Heutzutage bleibt nichts geheim, allles kommt raus. Nur ein Beispiel: Irgendwann, als ich abends am Kölner Hauptbahnhof in ein Taxi stieg, fragte mich der Fahrer: Na, wie war die Scholle? Sein Schwager hatte in Husum gesehen, wie ich eine Scholle bestellt habe. Sie können also davon ausgehen, dass ich 24 Stunden am Tag von meinen Fans überwacht werde.” (Harald Schmidt in einem Zeit-Interview vom 23. November 2006)

In gewisser Weise steht uns etwas Derartiges online ebenfalls bevor. Wir stehen noch am Anfang der Digitalisierung unserer Lebenswelten, was für einzelne fatale Folgen haben könnte, wenn Ihnen nicht klar ist, dass Sie sich in der Öffentlichkeit bewegen. Kein Wunder also, dass es erste Anbieter wie ReputationDefender gibt, die dafür sorgen wollen, dass - zumindest einige - Reputationsschäden online beseitigt werden. Teuer sind diese Anbieter zwar nicht unbedingt, können allerdings in der Regel auch keine Erfolgsgarantie einräumen. Schließlich ist es oft nicht möglich, den Verfasser eines unangenehmen Inhalts dazu zu verpflichten, diese Information wieder zu löschen. Erst bei Beleidigungen, übler Nachrrede sowie Verleumdungen entsteht ein gewisser Handlungsspielraum für die Rufgeschädigten. Jochen Mai verweist in der Karrierebibel auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom März 2007 (VI ZR 101/061). Demnach kann jemand nur dann eine Löschung juristisch durchsetzen, wenn die Ehre der Person verletzt worden ist. Hat der Website-Betreiber von der Forderung Kenntnis erhalten, muss er sofort dafür Sorge tragen, die entsprechenden Inhalte zu entfernen.

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Klaus Eck

23. Oktober 07

Web-Kosmetik?

Können Sie sich eigentlich noch im Internet vor der Öffentlichkeit verstecken? Genügt es, sich eine Art digitale Schminke aufzutragen, damit wir uns hinter einer Maske besser fühlen? Zumindest suggeriert das der Spiegel Online-Artikel, in dem myON-ID ausführlich vorgestellt wird, ein wenig. So heißt es dort:

“Immer mehr Menschen verraten online zu viel über sich und merken das zu spät. Der “Reputationsdienst” myON-ID will dafür sorgen, dass recherchierende Arbeitgeber im Web nicht nur Saufbilder und abseitige MySpace-Seiten finden: Der Dienst will das Online-Image gezielt frisieren.” (Spiegel Online)

Aus der Welt schaffen wird myON-ID Ihre “Jugendsünden” nicht unbedingt, wenn Sie sich in diesem Portal anmelden, aber zumindest lenkt es die Aufmerksamkeit auf ausgewählte Informationen. Es dürfte schwerfallen, Ihren menschlichen Antrieb und Ihre Reputation einfach nur wie einen Motor zu “frisieren”. Eine Online-Reputation entsteht nicht von heute auf morgen. Sie beruht auf den Dingen, die wir on- wie offline täglich machen und setzt sich aus der eigenen und fremden Wahrnehmung zusammen. Um das digitale Erscheinungsbild zu überprüfen, ist es sinnvoll, regelmäßig die eigene Wirkung anhand eines Ego-Surfings (seinen Namen selbst googlen) zu überprüfen und sich zu fragen, wie stehe ich zurzeit mit meiner Online-Identität dar.

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Klaus Eck

19. Oktober 07

Jobverlust durch Blogging

Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, sollte sie also solche verstehen. Deshalb wird jede digitalisierte Information von und über Sie gefunden. Private Nachrichten gibt es in digitaler Form nicht wirklich. Schließlich findet so manche privat verfasste ihren Weg in die Netzöffentlichkeit und hat ungeahnte Folgen.

Jochen Mai stellt in seinem Karriereblog ein aktuelles Beispiel für den Jobverlust durchs Bloggen vor. Jessica Zenner alias Jessica Carr, eine 23-jährige Nintendo-Mitarbeiterin, nahm beim privaten Bloggen zuwenig Rücksichten auf ihre Kollegen und beleidigte diese anonym durch einzelne Beiträge. Auch wenn sie diese und ihr Unternehmen Nintendo nicht namentlich genannt hatte, ging die Kritik und Verleumdung den Verantwortlichen anscheinend zu weit. Der Personalchef Nintendos wurde auf ihr Blog Inexcusable Behavior aufmerksam und zog deshalb am 31. August 2007 die Konsequenzen, indem er der Bloggerin ihre Entlassung mitteilte. Darauf war Zenner nicht gefasst. Sie hatte in aller Naivität angenommen, dass niemand ihr Blog wahrnimmt bzw. dass es keinerlei Relevanz für Nintendo habe.

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Klaus Eck

11. Oktober 07

10 Tipps für das digitale Reputationsmanagement

Wer seinen eigenen Namen bei Google zum ersten Mal eingibt, ist manchmal überrascht über die Ergebnisse. Nicht jeder der gelisteten Links trifft hierbei auf die eigene Zustimmung. Anders als bei myONID können wir die Reihenfolge des Google Rankings nur bedingt beeinflussen.

Das kann fatale Folgen für die eigene Karriere oder für das Image eines Unternehmens haben. Wer erst einmal am Online-Pranger steht, tut sich manchmal schwer mit der öffentlichen Kritik. Jede einzelne Reaktion wird beäugt und findet erneut ihren Widerhall im Netz.

Aus diesem Grunde empfehle ich immer, nichts dem Zufall zu überlassen. Seien Sie sich Ihrer digitalen Spuren bewusst, die Sie selbst hinterlassen und versuchen Sie für Ihr Anliegen online Fürsprecher zu finden, damit Ihr digitales Erscheinungsbild wirklich auch Ihren Vorstellungen entspricht. Marcel Weiss hat mich mit seinen 5 Tipps für eine bessere Online-Reputation inspiriert.

1. Bewußtsein: Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, dass wir inzwischen alle in der Öffentlichkeit leben. Wenn wir auf eine Veranstaltung gehen, werden dort Fotos, Videos und Blogbeiträge erstellt, von denen wir vorab nichts ahnen. Wir haben hierbei oftmals keinen ersichtlichen Ansprechpartner, weil wir ahnungslos Gespräche führen, die digitalisiert werden. Das Ethos eines Journalisten gilt den Bloggern erst einmal nichts. Erst wenn die Berichte online stehen, können wir darauf reagieren. Aus diesem Grunde sollte jeder regelmäßig seinen Namen googlen (”Ego-Surfing”) und die eigene digitale Identität überprüfen. Wie werde ich wahrgenommen? Wer schreibt etwas über mich? Welche Hintergründe hat das?

2. Disziplin: Wer sich selbst unvorteilhaft in Szene setzt und dafür sorgt, dass es digital festgehalten wird, darf sich über die Wirkung nicht wundern. Jeder Twitter- oder Blog-Beitrag entfaltet seine Wirkung. Selbst Kommentare bleiben nicht unsichtbar. Deshalb sollten wir vor jedem Publizieren darüber nachdenken, was wir gerade veröffentlichen. Je emotionaler der eigene Beitrag ist, desto fragwürdiger - weil unvorteilhaft - könnte dieser sein. Denken Sie vorher nach und vermeiden Sie es aus der Wut oder Euphorie heraus, etwas zu veröffentlichen. Dementsprechend ist es kontraproduktiv unter Drogeneinfluss zu publizieren. Nicht wenige Angestellte durften aus diesen Gründen ihren Hut nehmen.

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Klaus Eck

02. Oktober 07

Den guten Ruf herausstreichen

Wer sich online besser in Szene setzen und selbstvermarkten will, der kann sich auf das Werkzeug “Blogs” verlassen. Denn dieses profitiert in der Regel nach einer gewissen Zeit vom Google Juice. Je häufiger die eigenen Blog-Artikel wahrgenommen und verlinkt werden, desto besser dürfte die eigene digitale Positionierung sein. Voraussetzung dafür ist es jedoch, (positive) Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und Leser zu binden. Fach- und Themenblogs bieten dazu sehr gute Möglichkeiten. Denn sie erlauben es dem Einzelnen, die eigenen Kompetenzen deutlich zu machen und damit den eigenen digitalen Ruf zu stärken.

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>> Karrierebibel: Jochen Mai: Reputation 2.0 – Dienste für einen besseren Ruf
>> myONID Blog:
Personen werden zur Marke

Klaus Eck

27. September 07

Angst vor der negativen Macht der Blogger

Als ich eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand ich mich in meinem Bett zu einem ungeheuren Troll verwandelt, heißt es beinahe sinngemäß bei Franz Kafka in der “Verwandlung” von 1915. Jedenfalls schlug man sich schon damals mit Ungeziefer und Wahrnehmungsproblemen herum. Die sozialen Mechanismen der zwischenmenschlichen Kommunikation machen vor dem digitalen Raum keinen Halt.

Es ist zutiefst menschlich in Kategorien zu denken und Vor-Urteile zu pflegen; denn jeder Mensch versucht Ordnung in sein persönliches Schubladensystem zu bringen, um ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität aufrecht zu erhalten. Stereotypisierungen sind in der Regel sozial unerwünscht, erleichtern aber die generelle Orientierung. Schon beim ersten Kontakt oder bei der ersten Lektüre eines Blogartikels suchen wir unbewusst die passende Schublade und tendieren dazu, unserem Gegenüber einige Eigenschaften zuzuschreiben. Das ist nicht unbedingt förderlich für die Reputation des Fremden.

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Klaus Eck