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25. Juni 09

Warum sich die neue Twitter Livesuche auf Xing lohnt

Xing hat eine neue Twitter-Applikation namens Twitter Buzz eingeführt, die es den Xing-Mitgliedern erleichtert, nach ihren Interessen Twitter zu durchsuchen. Auf diese Weise hält auch auf der Businessplattform das Realtime-Web Einzug. Die Mitglieder des Social Networks müssen nicht einmal selbst twittern, um von der neuen Twitter Livesuche zu profitieren. 

Aufgrund der eigenen Twitter-Erfolge und dem regen Treiben in den Twitter-Gruppen auf Xing (siehe I love TwitterMicroblogging-Verein und Twitter-Marketing) hat das Hamburger Unternehmen  die neue OpenSocial-Applikation Twitter Buzz eingeführt, mit der jeder eine eigene Twitter-Suche durchführen und diese in sein Profil für sich einbinden kann. Dadurch können Sie schnell herausfinden, wer sich mit Ihren Businessthemen auf Twitter beschäftigt und einzelne Twitterer auch zu ihren Xing-Kontakten hinzufügen. Allerdings müssen Sie dazu natürlich auch deren Namen recherchieren.

Prezi-238

Außerdem erhalten Sie auf Xing die Möglichkeit, en passant ein kleines Twitter-Reputation-Monitoring zu Ihrem Personal Brand und zu Ihren Marken durchzuführen. Auf diese Weise verpassen Sie nichts mehr, wenn Sie ab und zu in Ihr Xing-Profil sehen. Gleichzeitig erhöht das natürlich für Xing die Stickiness und dürfte einige Xing-Mitglieder häufiger zu einem Besuch des eigenen Social Networks einladen.

Ich kann Ihnen jedenfalls nur empfehlen, Twitter Buzz als Applikation zum eigenen Online-Profil hinzufügen. Aber Sie sollten hierbei nicht vergessen, die Voreinstellungen zu ändern, ansonsten orientiert sich Twitter Buzz an ihren Stichwörtern.. Schließlich profitieren Sie nur von der Xing-Twitter-Suche, wenn Sie hierbei Ihre eigenen sinnvollen Begriffe tracken. Ein Beispiel dazu sehen Sie im obigen Bild. Es gibt natürlich viele Alternativen, mit denen Sie ebenfalls Twitter durchsuchen und monitoren können. Aber als kleine Ergänzung für das persönliche Monitoring - als Alternative zum Ego-Googlen - finde ich es gar nicht so schlecht. Am besten probieren Sie es einfach einmal aus.

>> Die Xing-Applikation Xing Buzz integrieren
>> Corporate Blog Xing: XING, Twitter und OpenSocial: Ein starkes Trio für Twitter Buzz

Klaus Eck

23. Juni 09

Die Twitter-Geschichte in einem Bild

Manchmal sagen Bilder mehr als die Twittersphäre selbst: Der Microblogging-Service Twitter ist noch gar nicht so alt, dennoch ist in den vergangenen zwei Jahren viel auf und mit dem 140-Zeichen-Dienst passiert. Deshalb gibt es im Blog Manolith "The Story (so far) of Twitter", in der in einer Infografik alles wesentliche der Twitter-Historie dargestellt wird.

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Ergänzend trage ich einige der PR-Blogger-Links zu Twitter zusammen, die besonders häufig abgerufen worden sind. Falls Sie weitere Lesetipps zu Twitter haben, freue ich mich auf Ihre Hinweise in den Kommentaren.

>> PR Blogger: 10 Twitter-Thesen für die Online-Kommunikation
>> PR Blogger: Wie relevant ist ein soziales Netzwerk auf Twitter?
>> PR Blogger: 18 Anti-Twitter-Thesen
>> PR Blogger: 11 Twitter-Tipps: Warum ich nicht jedem auf Twitter folge
>> PR Blogger: Das PR-Blogger Twitter-Konzept
>> PR Blogger: 30 Tipps zum erfolgreichen Twittern
>> PR Blogger: Morgenwelt 38: Denken Sie an den Twitter-Faktor
>> PR Blogger: Twitter-Erfahrung: ein kurzer Rückblick auf zwei Jahre
>> PR Blogger: Twitter-Tools 10: Relevante Lesetipps finden via Topsy
>> PR Blogger: Liste der 20 größten Twitter-Fehler
>> Zehn: Die 10 wichtigsten Twitter-Tools

Klaus Eck

19. Mai 09

11 Twitter-Tipps: Warum ich nicht jedem auf Twitter folge

Twitter-vogel Angenommen jeder meiner Twitter-Friends schreibt im Durchschnitt rund 10 Tweets am Tag, dann erhalte ich rund 13.000 Microblogging-Nachrichten. Das ist eine ganze Menge und eine kolossale Überforderung im Medienkonsum - vor allem während der Arbeitszeit. Aus diesem Grunde lese ich natürlich nur eine kleine Auswahl, nutze die Directmessages auf Twitter intensiv und achte vor allem auf spannende Influencer, die meine mir vertrauten menschlichen Filter sind und mir viele Suchen ersparen. Dazu gruppiere ich viele meiner Follower nach Themen und entscheide aufgrund meines vorhandenen Zeitbudgets, wem ich wann wie viel Aufmerksamkeit schenke. 

Zum Glück verpasse ich dank Twazzup – aber auch Friendfeed – wenig. Beide Aggregatoren und Suchmaschinen zeigen mir sehr schnell und übersichtlich die spannendsten Online-Diskussionen. Trotz allem führt mit der Zeit kein Weg daran vorbei, hin und wieder die abonnierten Tweets zu hinterfragen; denn es gibt immer wieder neue tolle Twitterer, denen ich gerne followe. Ansonsten steigt die Zahl der potentiell zu lesenden Tweets ins Unermessliche.

Am besten sollten Sie es daher nie persönlich nehmen, wenn jemand nicht mehr Ihren Tweets vertraut und Sie unfollowed. Es kann viele Gründe geben, den eigenen Twitterkonsum einzuschränken; nennen wir es Arbeit. Oder es liegt einfach daran, dass wir interessegeleitet Twitterabonnements eingehen. Je privater viele Inhalte werden, desto eher wirken Sie auf mich persönlich abschreckend. Denn wie viele persönliche Informationen ertragen Sie wirklich? Schon wenn Sie einigen 100 Twitterern folgen, wird das Gezwitscher schnell zu „laut“.


1. Wenn jemand mir auf Twitter folgt und dieses mir mehrmals mitteilt, ist das noch längst kein Grund, demjenigen zu followen. Es erhöht eher den Spam-Verdacht. Allzu schnell verliere ich ansonsten den Überblick im Twitterversum.


2. Selbst die Ansprache über ein @klauseck erhöht vielleicht Ihre Wahrnehmung, weil ich daraufhin Sie als Twitterer wahrnehmen kann, doch verführt mich das noch nicht zum Abonnieren Ihrer Tweets.


3. Viel wichtiger sind die Inhalte, die Sie in Ihren Tweets anzubieten haben. Wer allzu persönlich twittert, hält mich eher davon ab, seinen Tweets zu folgen, weil das nicht mehr kurzweilig zu lesen ist, sondern eher zu meinem Information Overload beitragen würde. Entscheidend für die Wahrnehmung sind immer Ihre letzten 3 bis 5 Twitter-Beiträge, sie sind gut sichtbar und werden von neuen Followern oder zumindest von mir angeschaut, bevor ich jemanden abonniere.


4. Selbst guten Bekannten und Freunden followe ich nicht unbedingt, wenn diese nicht über meine Themenwelten twittern, sondern lieber über persönliche Dinge schreiben. 


5. Oprah und Kutcher mögen viele Follower haben, ergehen sich in ihren Tweets dennoch eher in Banalitäten. Da ich nicht ihr Fan bin, stellt der sehr persönliche Input der Promis für mich (in diesen Fällen) keinen wirklichen Mehrwert da.


6. Derzeit entdecken zahlreiche Parteipolitiker das Twittern für sich. Das ist angesichts der vielen Wahlkämpfe sehr spannend, verführt mich aber dennoch nicht zum ständigen Polit-Abo, weil viele nur Allgemeinplätze und Selfpromotion zu bieten haben. Einzelnen folge ich testweise, um einen Einblick in deren Twittersphäre zu erhalte. 


7. Aus Forschungszwecken folge ich anfangs vielen aus Neugierde, die etwas prominenter sind oder mich angesprochen haben, um sie nach einiger Zeit wieder unzufollowen, wenn die Inhalte der Twitterer nicht mit meinen Interessen übereinstimmen.


8. Einige Support- oder Kundenservice-Twitterer schätze ich sehr, weil ich darüber bspw. erfahre, wann ich wieder auf mein Online-Präsentationstool Prezi oder auf meine E-Mails auf Gmail zugreifen kann. Die schnelle persönliche Information schafft sehr viel Vertrauen.


9. Influencern wie Journalisten und bekannten Bloggern folge ich gerne, weil ich auf deren Expertise vertraue oder mit ihnen gerne auch außerhalb von Twitter diskutiere.


10. Zu einigen Menschen habe ich gerne eine gewisse digitale Nähe, weil ich darüber leichter mit ihnen ins Gespräch kommen und selbiges mit mehr Vertrauen vertiefen kann. Da verstetigt das Social Networking sehr gut und macht es leichter, Geschäftsbeziehungen und Online Relations insgesamt auszubauen.


11. Jeder aktive Twitterer, dem ich followe, erhält von mir ein wenig Lesezeit: Nur leider wird diese immer begrenzt bleiben. Daher ist eine gewisse Auswahl bei der Followerschaft immer notwendig, ansonsten ist man gar nicht mehr in der Lage den Tweets der wichtigen Kontakte zu folgen.

Kennen Sie noch weitere Gründe, jemanden nicht zu folgen? Oder welche Kriterieren sind Ihnen bei einem Ihrer Twitter-Abonnements wichtig?

Klaus Eck

12. Mai 09

Den Xing-Antworten vertrauen

Wer Mitglied im Businessnetzwerk XING ist, kann ab sofort seine Fragen direkt an sein persönliches Netzwerk stellen und Xing-News bewerten und kommentieren. Viele Nutzer probieren die neuen Funktionen aus, sodass Sie sich über folgende Ansicht in "Neues aus Ihrem Netzwerk" nicht wundern sollten:

1709-Mit den Neuerungen geht Xing stärker in Richtung Social Media und reagiert endlich auf die veränderten Nutzergewohnheiten des Web 2.0. Die Plattform unterstützt ab sofort Applikationen, die auf der OpenSocial-Schnittstelle basieren. Hierbei profitiert Xing von Socialmedian, das Anfang des Jahres Teil des deutschstämmigen Netzwerkes wurde. Damit erhält auch Xing einen neuen ständigen Strom an Informationen, die twitterähnlich deutlich machen, womit sich Xing-Mitglieder zurzeit beschäftigen. Selbst eine Anbindung von Twitter wird von Xing in Zukunft nicht mehr ganz ausgeschlossen.

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Mit den beiden neuen Anwendungen reagiert Xing auf das moderner wirkende Facebook mit seinen rund 200 Millionen Mitgliedern. Eine News-Applikation steigert die Interaktion im Netzwerk. „XING News“. Sie ermöglicht es, Nachrichten nach der Relevanz im eigenen Kontaktnetz zu sortieren oder aber die beliebtesten Artikel auf Xing generell anzuzeigen. Eine Kommentar- und Weiterleitungsfunktion sowie zahlreiche mögliche Kategorisierungen runden die Applikation ab. Die Xing-Applikationen können Sie direkt auf Ihrer Xing-Startseite integrieren.

Bei der zweiten Innovation handelt es sich um „XING-Mitglieder fragen“. Diese Anwendung soll es möglich machen, Stimmungsbilder zu bestimmten Themen innerhalb der Xing-Community zu erhalten - ein netzwerkinternes Crowdsourcing-Tool sozusagen.

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Bei den Einstellungen der Xing-Applikationen können Sie festlegen, ob Ihre Kontakte über Ihre Fragen und Antworten informiert werden oder nicht. Standardmäßig ist alles angekreuzt, weil die Interaktivität auf Xing gefördert werden soll.

Ich bin gespannt, wie die "Xing Mitglieder Fragen" insgesamt angenommen wird. Großes Potential bietet die Funktionalität in jedem Falle, weil sie es vielen Xinglern erspart, sich durch die Gruppen/Foren durchzuarbeiten. Stattdessen kann jeder Nutzer seine Frage gezielt an seine Kontakte (oder auch breit gestreut) stellen und auf hochwertige Antworten hoffen. Anfangs werden viele mit den Xing-Applikationen spielerisch umgehen, um sie auf deren Nutzwert zu testen. Doch je mehr Fragen wir erhalten, desto schneller könnte das ermüden. Deshalb kommt es auch auf die jeweilige Fragestellung und den Fragesteller an. 

Sehr schnell kann sich Ihr neuer Xing-Input auf Ihre Online-Reputation auswirken, deshalb verschonen Sie lieber Ihr persönliches Netzwerk mit nervigen, aber lustig gemeinten Anfragen und konzentrieren Sie sich auf Ihr Business. Ansonsten verärgern Sie alle anderen. Letztlich ist das Internet immer noch weitgehend ironiefrei. Missverständnisse entstehen allzu schnell.

Zudem müssen Sie nach einer Frage auch mit Antworten rechnen, die alle in Ihren Xing-Mail-Account auflaufen und verwaltet werden müssen. Das macht den Informationoverload sicher nicht geringer, wenn die Relevanz fehlen sollte.

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Andererseits werden Sie genau darauf achten, wer mit welcher Glaubwürdigkeit antwortet. Schließlich vertrauen Sie den Antworten Ihrer Kontakte mehr als einem Unbekannten. Anonymen Hotelbewertungen hingegen werden Sie vermutlich weniger Glauben schenken als Ihren Freunden oder guten Bekannten, die Sie über Xing erreichen können.


Die neuen Applikationen sind einfach gehalten und bieten nur Basisfunktionalitäten - auch mit den Ladezeiten scheint es derzeit noch zu hapern. Doch dürfte sich nach der Betaphase verbessern. Letztlich wird Xing genausowie Facebook und LinkedIN von den Social Applications profitieren, auch wenn es anfangs für viele Xing-Mitglieder verwirrend sein dürfte. 

Was halten Sie von den neuen Xing-Applikationen?


Klaus Eck

08. April 09

Verpasste Chancen in der VZ-Welt

Wer als erster in einen neuen Markt startet, hat meist viele Vorteile auf seiner Seite - Microsoft profitiert heute noch davon, Windows ohne ernsthafte Konkurrenz ins Rennen geschickt zu haben. Der iPod als Synonym für den MP3-Player bescherte Apple die bisher größte Präsenz im Consumer-Markt.

Die VZ-Gruppe als einer der "First Mover" im Bereich der deutschsprachigen Social Networks hat lange Zeit von diversen Vereinfachungen profitiert: Die Positionierung innerhalb der Zielgruppe war mangels Konkurrenz leicht, Opinion Leader nahmen sich der eigenen Plattform an und das Wachstum kam durch virale Effekte fast von allein. Was aber passiert, wenn man nach einem erfolgreichen Start die eigene Plattform vernachlässigt, sich auf fragwürdige Monetarisierungs-Strategien konzentriert und auf den Lorbeeren ausruht, kann man sehr gut an der Entwicklung der VZ-Gruppe sehen. 

Das folgende Schaubild gibt Aufschluss über das Suchvolumen für die einzelnen Netzwerke in Deutschland - ein guter Indikator für die Aktivität und Relevanz einer Webseite. Die von mir angepasste Grafik lässt einige Aussagen zu: Facebook ist weiterhin in der Wachstumsphase was Nennungen im deutschsprachigen Bereich betrifft, während die Google-Relevanz der VZ-Gruppe in den letzten Monaten klar stagniert. Zum Vergleich ist noch die Entwicklung des Suchworts "Lokalisten" visualisiert.

Google insights vz gruppe facebook_geändert 

Die Entwicklung. StudiVZ wurde im Oktober 2005 als studentisches Projekt zur Vernetzung von Studierenden im deutschsprachigen Raum gestartet. Der Aufstieg war rasant, innerhalb von wenigen Monaten zeigten sich Zuwachsraten von denen heutzutage Konkurrenten nur träumen können. Doch auch das stärkste Wachstum hat irgendwann ein Ende: Eine Sättigung setzt ein, die Zahl neuer User stagniert. Die Öffnung der Plattform für Nicht-Studenten lag nahe: SchülerVZ wurde im Februar 2007 lanciert, MeinVZ wurde am 28. Februar 2008 der Öffentlichkeit präsentiert. Seitdem ist nicht viel passiert - kleinere Gimmicks wurden implementiert, große Änderungen blieben aus. Ein Blick in die Zahlen der ivw verdeutlichen die oben angesprochene Dynamik: Die Page Impressions gehen zurück, schon vor einem Jahr wurde ein Abfall der Verweildauer, besonders auf der ältesten VZ-Plattform, dem StudiVZ, gemessen. Diese beiden Dynamiken sagen keine positive Zukunft für die VZ-Plattformen hervor. 

Kein Dialog. Je mehr andere Netzwerke das gezielte Publizieren von Nachrichten und Medien im Freundeskreis forcierten, desto schlechter wurde der Ruf des lethargischen deutschen Netzwerkes bei Early Adoptern und Prosumenten. Die VZs haben mehrere Trends verschlafen: Sei es die sinnvolle Integration von Statusnachrichten, Bookmark-Sharing unter Freunden oder die Kommentierbarkeit von Inhalten - mittlerweile liegt die anfangs vielversprechende Plattform unter einer zentimeterdicken Staubdecke. Auch die Kommunikation nach außen geschieht nicht dialogisch - unter blog.studivz.net wird man auf einen Entwicklerblog weitergeleitet. Früher waren hier Nachrichten aus dem VZ-Office zu lesen, persönlich und dialogorientiert. Aber nach den Fehlern, die auch in diesem Medium begangen wurden, ist der Wegfall nachzuvollziehen. Technische Einblicke in Entwicklungsprozesse schön und gut, aber einen gut integrierten Corporate Blog mit Einsichten in spannende Arbeitsprozesse gibt es nicht (mehr). Hier hätte man von Anfang an stärker auf eine dialogische Kommunikationsform eingehen sollen, so wären PR-Fehler abwendbar und deren Auswirkungen begrenzbar gewesen. 

Funktionsvielfalt. StudiVZ ist minimal gehalten und seit Beginn auf die rudimentären Funktionen eines sozialen Netzwerkes konzentriert. Das Profilseiten-System, Private Messages, Pinnwand- und Gruppenfunktionen sowie das Hochladen von Fotos mit den dazugehörigen „Verlinkungen“ waren und sind die Kernfunktionen des seit geraumer Zeit zu Holtzbrink gehörenden Netzwerkes. Anfangs war dies völlig ausreichend - die User nutzten die Funktionen ausgiebig, selbst die allerorts kritisierte Änderung der AGBs der Plattform sowie andere PR-Fehler konnten dieser Dynamik nichts anhaben. 
Seit geraumer Zeit ist es aber still geworden um den deutschen Branchenprimus: Dringend nötige Funktionserweiterungen wie eine Kalenderfunktion wurden nicht realisiert, dies bewegte in meinem Freundeskreis schon einige dazu dem VZ "byebye" zu sagen. 

Seit kurzem ist es möglich die eigenen Twitter-Nachrichten als Status-Meldungen zu übernehmen. Leider hat dies wiederrum nur ein der VZ-Gruppe nahe stehender Blog ermöglicht, nicht die Entwickler von StudiVZ selbst. Wäre es nun auch möglich diese Tweets auch mit anderen Nutzern zu diskutieren, würde eine ganz neue Ebene der Interaktion geschaffen werden. 

Skandale und Imageprobleme. Ob fragwürdige NS-Anspielungen, das Gerücht des Ideenklaus von Facebook oder die Übernahme durch Holtzbrink - StudiVZ hat sich in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Obwohl dies nur einen Teil der User interessiert, bleibt für erfahrene Nutzer ein fader Beigeschmack beim Verweilen im VZ-Universum. Auch die Änderung der AGBs, gegen die sich Nutzer mit der Maskierung ihres Namens oder mit dem Austritt aus dem Netzwerk wehrten, bleibt nicht unvergessen. Des Weiteren wird das Netzwerk mittlerweile von Vielen als „FlirtVZ“ bezeichnet oder wegen den meist profanen Interaktionsmöglichkeiten verurteilt. Eine Vertreterin eines Medienhauses in Deutschland sagte mir sogar, dass sie in diesem Umfeld Werbe- oder PR-Bestrebungen eher als Image-gefährdend ansieht. Es ist also zu verzeichnen, dass die "Gründerfehler", die heute zum Glück sporadischer auftreten, sich heute noch auf den Ruf der Plattform auswirken. Damals sind viele mangels Alternativen auf der Plattform geblieben, heute könnten solche Fehler größere Auswirkungen haben - man muss aber im gleichen Atemzug sagen, dass sich das VZ-Management im Vergleich zu den Gründerzeiten jetzt erwachsener benimmt.  

Das Businessmodell. Wer eines der VZ-Netzwerke aufsucht, kann sich vor Werbeeinblendungen nicht retten. Spärlich deklarierte Sponsorenmeldungen wechseln sich mit der Ankündigung von Kooperationen mit Lifestyle-Marken und nervigen Skyscraper-Bannern ab. Sehr früh wurde vom Management ein Weg gesucht das Netzwerk profitabel zu machen und in die schwarzen Zahlen zu bringen. Dabei wurde die Weiterentwicklung und Attraktivierung der Plattform weitestgehend vergessen - ein Versäumnis welches langsam seine Wirkung entfaltet. Konkurrent Facebook hingegen ist, verglichen mit den obigen Monetarisierungsversuchen, zurückhaltend und respektvoll gegenüber seinen Nutzern: Die klar deklarierten Banner können bewertet werden, das Werbesystem ist transparent und für jeden zugänglich.
Kürzlich machte die VZ-Gruppe noch mit einer weiteren Vermarktungs-Idee Furore: Die von Facebook abgeschauten „Edelprofile“ sollen mit frei gestaltbaren Profilseiten für Firmen und Marken den VZ-Karren aus dem Sumpf der roten Zahlen ziehen. Profitabel ist die Internet-Sparte von Holtzbrinck ja schon seit längerem, mit der Monetarisierung des größten Netzwerk-Verbundes in der Familie mag es aber nicht so ganz klappen. 

Fehlende internationale Relevanz. Nachdem die Klone des Studierenden-Netzwerkes im Ausland nicht Fuss fassen konnten und sie Anfang 2009 kurzerhand eingestellt wurden, fehlt dem Holtzbrink-Netzwerk eine entscheidende Komponente: Eine internationale Userschaft. Was bringt einem ein Freundesnetzwerk, wenn wir aufgrund fehlender Übersetzungen (nur MeinVZ ist auch auf Englisch verfügbar) nicht einmal Bekanntschaften aus dem Ausland einladen können? CEO Mark Zuckerbergs Facebook hingegen kann genau mit diesem Faktor punkten - die internationale Akzeptanz ist einer der nachvollziehbarsten Gründe für das stetige Wachstum der Plattform. Vorbildlich: Die User fertigen sogar ihre eigenen Übersetzungen an - so bezieht man Nutzer in das Wachstum der Plattform ein.

VZ-Gruppe

API / Offenheit. Seit geraumer Zeit ist ein Abnehmen der Interaktion auf der Plattform zu verzeichen - die Page Impressions gehen zurück (siehe Grafik), die Verweildauer auf der Plattform schrumpft, die Reichweite bricht langsam ein. Dies ist meiner Meinung nach vor allem darin gegründet, dass ein Ausbau oder eine Öffnung der Plattform nicht stattfindet. Konkurrent Facebook hat sehr früh seine API für Entwickler geöffnet, das Ergebnis ist ein florierendes Applikationssystem mit mehr als 50.000 Anwendungen und mehr als 100.000 Entwicklern. StudiVZ hat Anfang dieses Jahres verkündet eine offene API anzubieten - die erste Applikation „PowerPoke“ (Anmerkung: die erste Applikation auf Facebook hiess „SuperPoke“) wartet bisher noch auf Nachahmer. Verglichen mit der Vielfalt, die Facebook hier seinen Nutzern bietet, wird StudiVZ als Innovationspartner für Entwickler wohl niemals wirklich interessant werden. Da hilft auch ein hastig implementierter Plauderkasten oder die Einbindung von Google Gadgets in die Gruppenseiten nichts.

Doch warum hat sich das rasante Wachstum der Holtzbrink-eigenen Netzwerke nicht so fortgesetzt wie es sich der ein oder andere Investor gewünscht hat? Und wie können die VZs wieder attraktiver werden?

Fazit. Die VZ-Gruppe scheint mit ihrer derzeitigen Strategie am Sättigungspunkt angekommen zu sein. MeinVZ und SchülerVZ nehmen zwar aufgrund der ungenutzten Potentiale noch Fahrt auf, sie erwarten aber das gleiche Schicksal wie StudiVZ. Sollten neue Entwicklungen weiterhin verschlafen werden, sehe ich schwarz für das VZ-Netzwerk. Fallende Page-Impressions gepaart mit einer geringeren Verweildauer bedeuten nämlich weit mehr als nur einen temporären Einbruch in der Aktivität: Da actio und reactio bekanntlich zusammengehören, verursacht weniger Aktivität auch weniger Reaktion - und so setzt sich eine Dynamik in Gang, die zum Verstummen der Nutzer führen könnte. Meine persönliche Wunschliste zur Weiterentwicklung sieht deshalb wie folgt aus: 
  • mehr Interaktionsmöglichkeiten,
  • eine offene Plattform,
  • ein den Userwünschen angepasster Businessplan,  
  • und ein transparenter Dialog mit den Usern. 
Wie sieht Ihre Wunschliste aus?

07. April 09

Friendfeed ist schneller als Twitter

Twitter soll Echtzeitkommunikation sein? Dann haben Sie Friendfeeds Relaunch noch nicht wahrgenommen. Das neue Friendfeed ist richtig schnell und lässt sich als Beta testen. Auf der Plattform kann man Social Media in all seinen Ausprägungen nutzen: So gehört zu seinen Funktionen das Social Bookmarking, Social Networking, Twitter, Facebook, Flickr und die Einbindung aller RSS-Inhalte jeglicher Coleur. Mit der neuen Beta versuchen Friendfeed-Macher ihren Dienst populärer zu machen.

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Bisher bleibt das Unternehmen eher ein Hidden Champion, der ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung stellt. Dabei bietet der Service nach seinem Relaunch folgendes:

1. Live-Updates: Friendfeed setzt noch mehr als bisher schon auf das Lifestreaming. Neue Nachrichten werden sofort aktualisiert und erscheinen unmittelbar auf dem Screen. Es kann allerdings durchaus anstrengend sein, wenn die Friendfeed-News sekündlich aktualisiert werden. Deshalb gibt es auf FriendFeed auch einen „Stop“- oder "Pause"-Button, um dem digitalen Trubel zumindest für eine gewisse Zeit zu entkommen und sich dem Lesen und Schreiben zu widmen. Mit dieser neuen Funktion ist Friendfeed sogar schneller zu bedienen als die Twitter-Webseite, die für Updates immer noch neu geladen werden muss.

2. Persönliche Kommunikation: Wer das alte Friendfeed mit der neuen Beta-Version vergleicht, erkennt sofort einen gravierenden Unterschied: Die Symbole der verschiedenen Services sind bei der neuesten Version einfach weggelassen worden. Weniger ist manchmal mehr. Die FriendFeed-Nachrichten werden jetzt stärker mit den "Avataren" der Personen verknüpft. Dadurch sieht das Ganze wesentlich aufgeräumter und persönlicher aus. 

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3. Private Nachrichten: Über Friendfeed können Sie ab sofort auch private Nachrichten verschicken, was an sich keine große Sache ist, wäre da nicht eine Besonderheit: Die Direct Messages können auch nach dem Absenden noch verändert und korrigiert werden. Sie können über die Kommentarfunktion sogar direkt mit dem Empfänger der Nachricht im privaten Modus chatten. Das erleichtert die Collaboration ungemein. Desweiteren lassen sich die privaten Nachrichten gruppieren und übersichtlich darstellen - für einige Nutzer wird diese neue Möglichkeit, Privatnachrichten auszutauschen und zu chatten, E-Mail oder Instant Messenger ein Stück weit verdrängen. Probieren Sie es einfach einmal aus und schreiben Sie mir!

4. Filtermöglichkeiten: Friendfeed punktet besonders mit sehr guten Such- und Filtermöglichkeiten. Das Meta-Netzwerk hat die Filtermöglichkeiten erneut verbessert: So ist es nun möglich, sich einen Raum (Room) anzulegen, in dem zum Beispiel nur Fotos von Flickr mit mehr als 5 „Find ich gut“ angezeigt werden. So kann man sehr schnell nach Qualität filtern - auch in den Suchen können Nutzer stärker in die Tiefe gehen. Die Filter nach Qualität, Stichwörtern und Service-Einschränkungen eröffnen in ihrer neuen Form einen sehr viel selektiveren Blick auf die aggregierten Informationen.

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5. Profile. Das eigene Online-Profil erlaubt jetzt die Eingabe einer kurzen Beschreibung. Wie von Twitter bekannt, kann man sich in 160 Zeichen kurz präsentieren und dadurch etwas für seine Online-Reputation tun. Auf diese Weise erfährt der Friendfeeder, mit wem er/sie es zu tun haben und kann jemanden mit mehr Wissen als Kontakt hinzufügen.

In Deutschland hat Friendfeed leider erst einen geringen Bekanntheitsgrad, nur wenige Medien haben die Plattform bislang entdeckt und vorgestellt. Dabei lohnt sich ein Blick auf die Plattform sowohl für Journalisten wie auch für Kommunikatoren. Das Potential von Friendfeed ist enorm, wird sich aber nur wenigen sofort erschließen und deshalb vermutlich den Mainstream nie erreichen. Durch die Konzentration auf das Lifestreaming und Messaging wird Friendfeed aber immerhin persönlicher und damit ein wenig attraktiver für die Infoworker. Das Look und Feel der Site ist freundlicher und weniger technisch geworden, was einige Nutzer motivieren könnte, die Plattform für sich zu entdecken. Ich bleibe jedenfalls Friendfeed treu und bin gespannt auf die weitere Entwicklung. 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Friendfeed gemacht?

>> PR-Blogger: Deutsches FriendFeed find ich gut
>> PR-Blogger: FriendFeed punktet mit neuem Konzept
>> FriendFeed-Beta
>> Raum PR-Blogger auf FriendFeed
>> Thomas Hawk´s Digital Connection: FriendFeed is for Winners! FriendFeed launches simplified new user interface
>> Lummaland: FriendFeed Beta mit Pause 
>> Mashable.com: The New FriendFeed looks a lot like Twitter 
>> Charls Hudson´s Weblog: The new FriendFeed UI - More about Content, less about Sources 

Klaus Eck

20. März 09

Wie man Social Media im Unternehmen rechtfertigt

Ihr Unternehmen ist noch nicht in die Tiefen des Social Webs vorgedrungen? Dann wird es meiner Ansicht nach langsam Zeit dafür. Ein solcher Schritt zeigt, dass Ihre Firma sich mit neuen Dynamiken im Internet auseinander setzt und bereit ist zu experimentieren. Dadurch machen Sie sich auch für Digital Natives als Arbeitgeber attraktiver, die es gewohnt sind via StudiVZ, Twitter und Facebook zu kommunizieren. Eventuell sind Sie sogar in einer Branche, in der Sie den „First Mover“-Effekt ausnutzen können? Dann ist Ihnen Publicity und das Interesse der Web-Gemeinschaft sicher. Generell ist der Schritt hin zu einer offeneren Kommunikation immer einer, der von außen als positiv bewertet wird. 

Transparenz1. Es fördert die Transparenz im Unternehmen. Sie haben in Ihrem Firmenprofil das Wort Transparenz platziert? Twitter, Blogs und Soziale Netzwerke sind die Orte, an denen Sie die versprochene Transparenz auch beweisen können. Revidieren Sie die Floskeln der traditionellen Organisationskommunikation und machen Sie sich selber greifbar. 

2. Zielgruppen und Multiplikatoren können gezielter angesprochen und mobilisiert werden. Wer sich für Sie interessiert, der sollte auch angesprochen werden. Wer Ihren Corporate Blog besucht oder kommentiert, identifiziert sich als potentieller Interessent. Suchen Sie den Dialog zu Ihren Stakeholdern, Sie werden überrascht sein, wie wertvoll dieser werden kann.

3. Der emotionale Zugang zum Unternehmen wird gefördert. Je mehr Ihr Unternehmen kommuniziert und je stärker es sich durch die Social Media Aktivitäten profiliert, desto mehr "Identifikationspunkte" gibt es für Stakeholder. Die dadurch vereinfachte Identifikation mit Ihrer Organisation oder Ihrem Produkt ist eine hilfreiche Basis für eine neue Art von Kundenbindung: Eine Bindung, die nicht allein durch Preis und Konditionen bestimmt wird, sondern eher von dem, was die Menschen mit Ihnen verbinden. Sie geben Einblicke, zeigen gesellschaftspolitisches Engagement oder sind humorvoll - und erweitern damit die Wahrnehmung Ihrer Organisation um eine persönliche Dimension. 

4. Einsichten werden gewonnen und ermöglicht. Sie glauben gar nicht, für was sich die Menschen so alles interessieren. Setzen Sie die Scheuklappen ab und sehen Sie sich um - Ihr Unternehmen ist voll von interessanten Vorgängen, Ihr Kopf gefüllt mit spannenden Gedanken. Warum teilen Sie diese Dinge nicht mit? Liefern Sie Einblicke und treten Sie so in Dialog mit ihren Stakeholdern. Durch Kommentare und Antworten wird Ihnen immer wieder eine Aussensicht der Dinge dargelegt - das hilft neue Blickwinkel einzunehmen und ihre Organisation als ein lebendiges Ganzes zu betrachten. 

5. Die Masse erleichtert Entscheidungen (Crowdsourcing). Sie haben mehrere Marketing-Ideen und können nicht entscheiden, welche sie umsetzen wollen? Geben Sie die Frage weiter: An Ihre Follower auf Twitter, Fans und Leser. Die Weisheit der Vielen ermöglicht offene Innovationen und hat schon vielen Unternehmen geholfen, neue Wege zu beschreiten. Ihre Stakeholder fühlen sich integriert und respektiert, können eine Rolle annehmen und so noch stärker in Kontakt mit Ihnen treten. Genauso verhält es sich mit Ihren Mitarbeitern - sie sind die wahren Experten in ihren Bereichen, ihre Stimme sollte nicht überhört werden.  

6. Kritik existiert auch so (nur an anderer Stelle). Sie haben Angst vor Kritik in Ihrem Blog oder Ihrem Twitter-Account? Kritik ist zum einen wertvolles Feedback, zum anderen haben Sie so die unterschätzte Möglichkeit, direkt darauf zu reagieren. Auch ohne Ihre Präsenz würden die Kritiker publizieren - nur außerhalb Ihres Sichtbereiches, ohne eine Möglichkeit zur Stellungnahme. Was ist Ihnen lieber?

Gesicht7. Organisationen bekommen Gesichter. Social Media zeigt, richtig angewandt, die Menschen hinter den Markennamen. Gesichtlose Markenaccounts haben es schwer Emotion und Passion zu transportieren, ganz anders verhält es sich mit persönlichen Profilen. Ein Großteil des Lebens Ihrer Mitarbeiter ist ihre Arbeit, ihre Verbindung zu Ihrer Organisation: Wo findet diese bisher Ausdruck? Zeigen Sie die Gesichter, die Ihr Unternehmen zu dem machen was es ist. 

8. Die interne Kommunikation wird besser. Sie verschicken wöchentlich oder gar täglich interne Memos und Newsletter, um Ihre Belegschaft auf dem neuesten Stand zu halten? Wieso stellen Sie diese Informationen nicht in einen internen Blog? So kann jeder frei seine Gedanken dazu äußern, Hierarchieebenen können übersprungen werden und Ihre Mitarbeiter fühlen sich ernst genommen. Bloggende Führungskräfte können mit weniger Zeitaufwand in viel engerem Kontakt zu ihren Mitarbeitern stehen, als sie es durch einseitige Kommunikation tun. 

>> Bildnachweis - Transparenz: flickr / lightmash
>> Bildnachweis - Gesicht: flickr / Gaetan Lee

07. Januar 09

Retweeting: Wie Blogger von Twitter profitieren

Falls Sie als Corporate Blogger aktiv twittern, sollten Sie gezielt die positiven Effekte des Microblogging Tools Twitter für Ihr Branding nutzen. In diesem Blogartikel möchte ich Ihnen einige kleine Tipps dazu geben.

Je attraktiver Ihre Bloginhalte sind, desto mehr profitieren Sie auch vom Empfehlungsmarketing Ihrer Twitter-Kontakte. Guter Content wird von Ihren Lesern goutiert und oftmals an Dritte weitergereicht. Betrachten Sie jeden Link auf Ihre Blogartikel als Nachweis für die Qualität Ihrer Inhalte. Schließlich schenkt Ihnen mit einem Twitter-Link ein Leser sehr viel Vertrauen und bürgt mit seinem Namen für Ihre Ideen.

Obwohl die Zahl der Links in anderen Blogs immer mehr zurückgeht, betrachtet man die Entwicklung in den Deutschen Blogcharts, heißt dieses noch nicht, dass dadurch insgesamt weniger verlinkt wird. Inzwischen gibt es allerdings viele Alternativen zum klassischen Blogging. Jeder Onliner kann an zahlreichen Stellen seine Links ablegen und auf spannende Inhalte verweisen. Als Blogger sollten Sie es jedoch Ihren Lesern möglichst einfach machen, Ihr Blog via RSS oder E-Mail zu abonnieren und einzelne Beiträge als Bookmark oder Link weiterzureichen.

Wer Twitter und sein Blog vor allem privat nutzt, benötigt kein Linkbaiting. Doch in der professionellen Twitter-Nutzung kommt es auch darauf an, neben privaten Postings seine Einsichten viral zu verbreiten. Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, die eigenen Blogartikel von den Lesern retweeten (Twitter-Befehl RT) zu lassen. Vermutlich kennen viele Twitterer den Begriff noch nicht einmal. Beim Retweeten eines Twitter- oder Blogpostings geht es im Prinzip nur darum, einen Satz vorzugeben, den andere Twitterer 1:1 selbst veröffentlichen können. Je mehr Onliner dieses tun, desto mehr Links verweisen auf die von Ihnen dazu ausgewählte Webadresse.

Die Twitterer retweeten gerne Inhalte, die einen guten Link oder eine wertvolle Information enthalten. Meistens geht es den Nutzern dabei darum, anderen mit diesem Tweet ebenfalls zu helfen (siehe "Mehr geben, weniger nehmen"). Hierbei können Sie als Blogger ansetzen: Jeremiah Owyang fordert in seinem Forrester Research-Fachblog Web Strategy unter "How Bloggers Should Inspire Retweets" Blogger dazu auf, mehr zu retweeten und hat auch Antworten gefunden: Findings: Why You Don’t Need to Tweet to Get Traffic from Twitter.  

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Sehr schnell lässt sich das mit dem "Tweet It Button Builder" von Twitter Grader (s.o.) realisieren, den ich in diesem Beitrag für das Retweeting verwendet habe, um Sie als Twitterer zum Retweeten eines Blogpostings einzuladen. Ich würde mich freuen, wenn Sie das einmal ausprobieren. Voraussetzung dafür ist es nur, dass Sie bereits bei Twitter.com eingeloggt sind.

TweetIt from HubSpot




Haben Sie schon einmal als Twitterer RT genutzt? Welche Inhalte retweeten Sie am liebsten?

Klaus Eck

16. Dezember 08

Socialcast: Microblogging im Unternehmen

09-04 Falls ein Unternehmen auf öffentliche Twitter-Artikel lieber verzichten, aber gleichzeitig seine Innovationskraft verbessern will, sollte es sich dennoch das Microblogging näher anschauen. Eine effiziente interne Kommunikationsstruktur ist oftmals für den Businesserfolg ausschlaggebend. Nur wo geeignete Kommunikationskanäle vorhanden sind und auch im Alltag genutzt werden, ist genügend Raum für eine Ideenentwicklung und Innovationsprozesse. So kann ein Problem viel schneller gelöst werden, wenn man auf das Know-how der Kollegen zeitnah zugreifen kann. Dazu sollte das interne Social Networking gestärkt werden. Viele kennen Twitter und manche sogar Yammer - ein Enterprise Microblogging-System für eine geschlossene Nutzergruppe. Aber erst wenigen ist der Dienst Socialcast hierzulande bekannt. Dahinter verbirgt sich eine Mischung aus organisationsinternem Twitter bzw. Friendfeed

Zunächst legt ein Administrator eine Community bei Socialcast an und lädt weitere Nutzer ein. Für die ersten fünf Personen ist die Nutzung kostenlos, danach fallen pro weiterem Nutzer Kosten von bis zu 5 US-Dollar an, wobei der Preis pro Nutzer mit zunehmender Mitgliederzahl abnimmt. Im Gegensatz zum öffentlichen Ansatz von Twitter ist auf diese Weise dafür gesorgt, das interne Informationen (zumindest theoretisch) auch intern bleiben. Wer noch mehr Sicherheit benötigt, kann auch eine behind the firewall Lösung von Socialcast beziehen. 

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Via Socialcast können die Mitarbeiter entweder kurze Statusupdates verfassen ("bin in einem Meeting"), Ideen entwickeln oder Fragen stellen. Diese können bei Bedarf auch einer bestimmten Abteilung, etwa dem Marketing oder dem Vertrieb zugeordnet werden, um intern zielgerichteter zu kommunizieren. Andere User haben dann die Möglichkeit die Ideen zu bewerten, zu kommentieren, weiterzuentwickeln oder die Fragen zu beantworten. 

Außerdem kann jedes Socialcast-Mitglied interessante Links oder andere Webfundstücke seinen Kollegen teilen und somit einen Beitrag zum Wissensstand der Organisation leisten. Darüber hinaus ist es möglich, weitere Webanwendungen in Friendfeed-Manier zu aggregieren; also etwa sein Blog, Twitter oder seine Social Bookmarks im eigenen Content-Stream anzeigen zu lassen. Abgebildet werden diese Beiträge - wie von Twitter bekannt - in einem Newsstream. Dabei kann der Nutzer auf seiner Startseite bereits sehen, was die Personen sagten, denen er als Leser folgt. 

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Dank der praktischen "Explore"-Funktion kann jeder Socialcaster schnell interessante Personen innerhalb seiner Organisation finden und erhält darüber hinaus potentiell wertvolle Kontakte empfohlen. Abgerundet wird das Angebot durch Nutzerprofile, die die Mitarbeiter erstellen und mit Informationen füttern können. Angefangen von Kontaktdaten, aktuellen Projekten bis hin zu privaten Interessen kann hier alles eingetragen werden, was die Kollegen über einen wissen sollten. 

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Die Profilfragen können übrigens vom Administrator auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst werden. Somit scheint Socialcast ein ideales Kommunikationstool für Unternehmen oder Projektgruppen zu seine, die sich ganz im Sinne von Enterprise 2.0 auf den twitter-ähnlichen Arbeitsmodus einlassen können und wollen. 

Im Vergleich zu dem Business-Twitter Yammer ist es dank seiner Aggregationsfunktionen und der Möglichkeit der Ideen- und Fragepostings besser auf die Bedürfnisse einer Organisation abgestimmt. Auch das Geschäftsmodell wirkt vertrauenserweckender als bei der Konkurrenz. Yammer erlaubt es jedem Inhaber einer Geschäftsemailadresse sich anzumelden und dem entsprechendem Unternehmensnetzwerk beizutreten. Will das Unternehmen jedoch administrieren und kontrollieren können, was dort passiert, wird es zur Kasse gebeten.


Klaus Eck

26. November 08

Twitter-Tools 3: Analysieren der Follower mit Mr. Tweet

Jeden Tag entdecken mehr Menschen das Microblogging-Tool Twitter für sich, sodass das die Auswahl an Twitter-Content ins Unermessliche steigt. Gestern habe ich meine Follower gefragt, was denn eigentlich einen guten Twitterbeitrag ausmacht. Als Antworten erhielt ich folgendes:  


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Es mag zwar keinen idealen Tweet geben, aber wir Twitterleser wollen alle inspiriert, unterhalten und informiert werden. Entscheidend für den Twittererfolg ist eher die (persönliche) Relevanz des Contents für den Leser. Aber vielleicht haben Sie ja auch noch so einige Anregungen dazu? (Probieren Sie dazu doch die neue Typepad-Kommentarfunktion einmal aus)

Falls Sie mehr tun wollen und Ihre Twitterleserschaft und potentielle Influencer in Ihrem Markt besser kennenlernen wollen, bevor Sie auch deren Leser werden, sollten Sie sich einmal das Twittertool Mr. Tweet näher ansehen: Mit dem persönlichen Twitterassistenten können Sie analysieren, wer von Ihren Lesern populäre Follower hat und somit herausfinden, welche Relevanz bzw. welchen Einfluß der einzelne Twitterer in der Twittersphäre hat.


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Am besten probieren Sie es selbst aus und followen unter MrTweet auf Twitter. Mit einer zeitlichen Verzögerung von bis zu einem Tag müssen Sie rechnen. Doch nachdem Sie Mr.Tweet followen, erhalten Sie dann eine direkte Nachricht via Twitter und können den darin enthaltenden Link aufrufen, um Ihre Influencer näher kennenzulernen. Ein Beispiel für die Twitteranalyse stelle ich Ihnen hiermit vor: 


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Durch das Twittertool erfahren Sie, wie viele Twitterartikel jemand täglich schreibt, wie viele Kontakte jemand hat und ob der Twitterer quasi jedem folgt oder nur einen kleinen Kreis der Auserwählten zulässt oder ob derjenige auch Fremden gegenüber für eine Antwort via @Zeichen aufgeschlossen ist. Allein aus den genannten Followern Ibrahim Evsan, Pia Drießen, Peter Hogenkamp und Jochen Mai (Karrierebibel) kann ich mir erschließen, ob mich die Tweets der Chikatze ebenfalls interessieren könnten.

Mir gefällt Mr. Tweet sehr gut, weil es sich schnell handhaben lässt und das Twitter-Monitoring unglaublich vereinfacht. Ein absolutes Must für jeden (Social-Media-)Marketier und PR-Profi, der mehr über die Twitter-Influencer in seiner Branche herausfinden will. 


Klaus Eck

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