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Der PR Blogger

  • Im PR-Blogger erhalten Sie aktuelle Informationen über die neuesten Trends im Online Reputation Management, in der Online-PR- und im Online-Marketing.

    Klaus Eck, der Herausgeber des PR Bloggers, ist Kommunikationsberater und Reputation Manager.
    Er hilft Unternehmen beim Aufbau einer eindeutigen Online-Reputation und bei der Entwicklung von Online-Relations.

    Kontakt:
    Klaus Eck
    Neu: Tel.: 0171-68.8.68.24


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03. Juli 09

Echtzeitsuche auf Friendfeed eingeführt

Das Livestreaming wird jetzt noch spannender. Dank Friendfeed geht es weiter mit der Echtzeitkommunikation voran, auch wenn das weitgehend in der deutschsprachigen Blogosphäre ignoriert zu werden scheint. Seit gestern bietet Friendfeed fantastische Features für die Echtzeitsuche. Sie können als Unternehmen oder Person via Friendfeed herausfinden, wer sich mit Ihren Marken beschäftigt und wie sie jeweils diskutiert werden und welche Trends sich herauskristallisieren. Wenn Sie Real-Time bei Friendfeed eingeben, erhalten Sie alle Suchergebnisse, die auf den von Friendfeed eingebundenen Plattformen zu finden und von Friendfeedern automatisch hinzugefügt werden. Dazu müssen Sie noch nicht einmal Friendfeed-Mitglied sein.

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Obwohl die Nutzerbasis von Friendfeed nicht allzu groß ist und viele von dem Online-Angebot überfordert werden, bietet es eine ganze Menge. Es ist kein Dienst, den man mit Google oder Bing vergleichen könnte, daber dennoch steht es auf einer relativ breiten Informationsbasis. Es werden insgesamt mehr als 50 unterschiedliche Social Media Angebote durchsucht, darunter Blogs, Twittermeldungen, Fotosdienste wie Flickr, Präsentationen und Videos. Darüber hinaus kann man die Suchen seinen Lesern auf einer Website oder in einem Blog zur Verfügung stellen.

Selbst eine Vanity Suche zu Ihrer Unternehmens- oder Personenmarke lässt sich via Friendfeed sehr gut abbilden. Auf diese Weise machen Sie die Online-Konversationen noch transparenter und machen vielleicht potentielle Kunden positiv auf sich aufmerksam.

Im Suchfeld können Sie sogar direkt, eigene Suchen durchführen, ohne Friendfeed selbst aufrufen zu müssen, doch das Kommentieren ist in dieser Maske nur möglich, wenn Sie sich bei Friendfeed angemeldet haben.

Auf Friendfeed können Sie jede einzelne Suche genau bestimmen. Es ist möglich, die Suche nur über die eigenen Kontakte oder über alle Friendfeed-Nutzer laufen zu lassen. Anschließend können Sie die Livesuchen auch in Ihrem Friendfeedaccount speichern. Alternativ ist es auch möglich die Suchen als RSS-Feed zu abonnieren.

Sehr gut kann man darüber auch das Feedback abbilden, welches Sie auf Ihrer Twitter- oder Blog-Aktivitäten erhalten oder auch andere Issues sichtbar machen:

Zwar gibt es weltweit nur rund 1 Million Friendfeed-Nutzer, doch diese stellen einen enormen Wissenschatz für die Real-Time-Suche zur Verfügung, die es Ihnen erleichtert, Trends zu erkennen und darauf rechtzeitig zu reagieren. Insofern kann ich Ihnen als begeisterter Friendfeeder nur empfehlen, diese Plattform auszuprobieren. Es ist erstaunlich, wie genau sich darüber Infofeed filtern lassen. Statt 1000 Twitterer zu followen, könnte es dank Friendfeed auch eine Alternative sein, bestimmte Inhalte nur via Friendfeed zu suchen. Auf diese Weise erhalten Sie mehr Relevanz bei Ihrer Twitterlektüre und verpassen nicht mehr Ihre wichtigen Issues.

>> Was ist Friendfeed? Ausführliche Erläuterungen
>> Techchrunch: FriendFeed Makes Its Search Results Real-Time Too
>> Louisgray: FriendFeed Debuts Real-Time Search Spanning 50+ Social Sites
>> PR Blogger: Deutsches Friendfeed "Find ich gut"
>> PR Blogger: Social Media: Friendfeed punktet mit neuem Konzept
>> PR Blogger: Friendfeed ist schneller als Twitter
>> Friendfeed Klaus Eck hinzufügen

Klaus Eck

19. Juni 09

Twitter-Tools 11: Mit Tinker auf Trend-Scouting

Screen-capture-5Tinker versucht wie viele andere Trendsuchmaschinen Ordnung in das Chaos abertausender Nachrichten im Microbloggingdienst Twitter zu bringen. Das von Twazzup und anderen Thementrackern bekannte System der Kategorisierung von Inhalten findet sich bei Tinker wieder - aber mit ein paar sinnvollen Zusätzen, wie zum Beispiel der Schaffung von "Event Streams" und der Einführung von Widgets, die leicht an anderen Stellen integriert werden können.

Eine Suche bei Tinker führt zuerst auf eine Übersichtsseite: Zum gesuchten Begriff kann man auswählen, ob man nach Usern suchen möchte, die das Thema "betwittern" oder ob man Events, die bei Tinker erstellt wurden, durchsuchen möchte. Natürlich kann man auch eine Auflistung von Trends abrufen, die sogar eine visuelle Darstellung der historischen Entwicklung des "Buzz" ermöglicht.

Bei den angesprochenen Event-Streams handelt es sich um zeitlich begrenzte Seiten, auf denen die Tweets zu bestimmten Schlüsselwörtern gesammelt werden. Diese Form der Darstellung eignet sich besonders um einen Überblick über die Tweets zu einer Veranstaltung oder einem trendigen Thema zu erstellen - die dann entstehenden Seiten können mit einem Bild und einem kleinen Einführungstext gestaltet werden - optimal für das Branding eines Events oder eine schnell erstellte Twitterwall.

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Die Visualisierung bestimmter Streams gestaltet sich bei Tinker kinderleicht: Jeder Trend oder jede Neuigkeit wird mit einem oder mehreren Keywords assoziiert. Tinker bietet die Möglichkeit die vielen Nennungen zu verwandten Thematiken in einem einzigen Stream zu gruppieren und diesen mit Bildern und weiteren Links zu vervollständigen. Der Stream zu den Grammy Awards hat zum Beispiel einen passenden Hintergrund und einige weitere Informationen:

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Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, Widgets aus den selbst erstellten Streams im Blog oder auf einer Website zu integrieren. Für das Thema Online Reputation Management habe ich beispielsweise folgenden Tinker-Stream aufgesetzt, den jeder via Tinker abonnieren könnte.

 


Die Art der Darstellung und die verwendeten Farben lassen sich jederzeit anpassen. So können Sie verschiedene Themenchannel auf der Plattform Tinker für Ihr Unternehmen einrichten und diese kurz- oder langfristig Ihren Nutzern zur Verfügung stellen.

Die einbettbaren Widgets lassen sich auch als Liveticker zu Events einsetzen: Hierbei ist es möglich, eine Reihe von Twitterer gezielt zu aggregieren, damit nur von ausgewählten Konferenz-Twitterern an einer Stelle berichtet wird. Die Ergebnisse der Twitterer lassen sich auf einer Website oder auch in einem Blog als Gadget integrieren.

Wer sich für bestimte Events oder Online-Ereignisse interessiert, hat via Tinker die Möglichkeit zahlreiche Channels aufzubauen und sie auf übersichtliche Art und Weise für das eigene Monitoring oder für die Recherche zu nutzen. Aus diesem Grunde ist Tinker auch jenseits von Events absolut empfehlenswert. Einige Beispiele finden Sie auch in meinem Tinker-Account.

22. September 08

Tweader & Twitter Search: Online-Dialoge verfolgen

Wer herausfinden will, wie Twitter-Dialoge ablaufen, für den gibt es seit kurzem einen neuen Service namens Tweader . Damit lassen sich die Gespräche der Microblogger sehr schnell und einfach abbilden. Es genügt die ID (Adress-Nummer) einer Twitter-Nachricht (eines Tweets) einzugeben, um einen Dialog aufzurufen. Diese finden Sie ganz leicht über einen Klick auf die Zeitangabe eines Tweets heraus.

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Alternativ dazu eignet sich aber bereits die Twitter-Suche selbst dazu, Dialoge anzuzeigen und ein Twitter-Monitoring durchzuführen. Bislang scheinen mir die Ergebnisse aussagekräftiger zu sein, allerdings sind sie dafür nicht ganz so schön aufbereitet:

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Wer mehr über die Twitter-Welt herausfinden und Twitterer kennenlernen will, sollte zunächst Twitter Search (vormals Summize) ausprobieren. Darüber lassen sich zahlreiche Twitterer entdecken. Jeder kann dort die Kontakte entdecken, die den eigenen Interessen entsprechen. Vor allem ist es für Unternehmen spannend, die herausfinden wollen, ob und was die Kunden über ihre Marke online diskutieren.

>> PR Blogger: 30 Tipps zum erfolgreichen Twittern
>> PR Blogger: Eine digitale Reputation via Twitter erwerben

Klaus Eck

30. Juni 08

Falscher Datenschutz im Internet

Viele Menschen haben Angst davor, einen schlechten Eindruck im Web zu hinterlassen und überlegen deshalb, wie sie ihre Privatsphäre besser schützen können. Mit dieser Angst wollte ein falscher „Datenschutzservice“ eines angeblichen „Bundesamtes für Datenschutz“ Geld verdienen. Die "Datenschützer" haben in Privathaushalten angerufen und behauptet, dass sie private Daten im Internet gefunden hätten, diese aber gerne gegen eine Gebühr von 59 Euro gerne entfernen lassen könnten.

Das klingt im ersten Moment nach einem ähnlichen Angebot wie dem von Reputation Defender, ist aber im Vergleich dazu völlig unseriös, weil der Name falsche Erwartungen schürt und dem ganzen einen staatlichen Anstrich verleiht. Mit Online Reputation Management hat das jedenfalls nichts zu tun. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hat deshalb Mitte Juni die Verbraucher vor den Werbeanrufen gewarnt und einen Strafantrag gegen das "Bundesamt für Datenschutz" erlassen.

Wenn sich jemand um seine Online Reputation bemühen will, reicht es nicht aus, einen Ablass von gerade einmal 59 Euro zu zahlen. Vielleicht kann dadurch der eine oder andere Beitrag tatsächlich entfernt werden. Doch was macht man, wenn jeden Tag neue Artikel erscheinen? Es wird in Zukunft vermehrt Abzocker geben, die aus den Unsicherheiten der Bundesbürger ihre Profite ziehen werden und manchmal sogar selbst die Inhalte online stellen, die dann deren Partner wieder entfernen lassen.

Aus diesem Grunde bedarf es viel Aufklärungsarbeit, damit jeder selbst die Online-Möglichkeiten kennenlernt, mit denen man sich schützen kann. Manchmal genügt es bereits, einige Profile in Social Networks aufzumachen und einige eigene Websites aufzubauen.

>> TAZ: Betrüger locken mit Datenschutz
>> PR Blogger: Social Media Profile: Wer bin ich online?
>> PR Blogger: Reputation Management: Intelligente Anreize für Online-Besucher
>> PR Blogger: Online Reputation Management - Artikelübersicht

 

Klaus Eck

17. Juni 08

Eine Kommunikationsstrategie für das Web 2.0

Vor kurzem haben Sie erfahren, dass Blogs, Facebook oder Twitter das nächste große Ding sind und wollen sofort mit einem Corporate Blog, einer Facebook- und Twitter-Kampagne starten? Dann machen Sie bitte den Fehler nicht, sofort damit zu beginnen, ohne sich vorher umfassend damit beschäftigt zu haben.

So leicht die Social Media Aktivitäten auch aussehen, so tief sind manche digitalen Fahrwasser. Wer sie nicht kennt, schädigt seine Marke und profitiert zu wenig vom Social Web. Am besten nähern Sie sich schrittweise der Kommunikation 2.0, indem Sie darüber ein Buch zur Einführung und einige Blogs lesen. Idealerweise analysieren Sie via Technorati, Google Blogsearch, Tweetscan und Summize, wie sich die Web 2.0 Akteure in Ihrem Markt verhalten und über Sie in Blogs und auf Twitter sprechen.

  1. Geben Sie die Namen Ihrer wichtigsten Marken bei Google ein und schauen Sie nach, wer darüber wo schreibt.
  2. Abonnieren Sie einfach Google Alerts zu Ihren wichtigsten Keywords.
  3. Wenn Sie sehen, wie ein Blogger über Ihre Produkte schreibt, können Sie diesen überraschen, wenn Sie auf seine Kritik in einem Kommentar eingehen und Ihre Hilfe anbieten. Auf diese Weise können Sie die Kundenbindungen stärken und ausbauen und letztlich selbst Mundpropaganda initiieren.
  4. Wenn Sie ein aktives Blog-Monitoring betreiben, lernen Sie neue Informationsquellen kennen und können proaktiv auf die Kundenwünsche eingehen und zeigen, dass Sie erreichbar sind. Dadurch wächst Ihre positive Online Reputation
  5. Dazu sollten Sie ausgewählte Blogs per RSS oder E-Mail abonnieren.
  6. Hierdurch lernen Sie die Social Media Welt näher kennen, bevor Sie selbst eine Facebook-Kampagne, ein Corporate Blog oder eine Community starten. Anschließend können Sie Ihr digitales Umfeld besser einschätzen und Ihre Online-Aktivitäten darauf abstellen.

Mit einer guten Social Media Strategie ist es möglich, Ihren Einfluss online auszubauen und Ihre Marke effektiv zu schützen. Falls Sie dazu noch weitere Fragen haben, können Sie sich auch gerne direkt an mich wenden.

>> PR Blogger: Blog-Strategie: Welche Ziele verfolgen Sie?
>> PR Blogger: Warum Sie doch auf Social Media setzen sollten
>> PR Blogger: Feedblitz: Den PR Blogger im E-Mail-Service abonnieren

Klaus Eck

23. Januar 08

Neue Leitmedien: die Influencer-Liste Rivvas

In meinen Seminaren werde ich immer gefragt, welche Blogs wirklich relevant seien, wen man lesen oder monitoren sollte. Ganz so einfach fällt mir hierbei die Antwort nicht, schließlich sind für jede Branche andere Blogger interessant. Generell bezeichne ich die Blogger gerne als Influencer, weil sie mit ihren Blogartikeln immer auch Einfluss auf die Online-Wahrnehmung nehmen. Neben den bekannteren Top 100-Blogger der Deutschen Blogcharts gibt es jedoch in jeder Nische zahlreiche spannende Influencer, die für das Marketing und PR ebenfalls wichtig sind. Über eine Technorati-Recherche ist das relativ leicht für jede Branche herauszufinden.

Heute habe ich mit großem Interesse die Rivva Leitmedien-Liste aufgenommen. Sie gibt einen sehr guten Einblick über die Art und Weise, wie das Zusammenspiel von klassischen Medien und Blogs läuft und zeigt den Einfluß der Blogger untereinander an: Blogger nutzen sehr häufig andere, bekannte Blogs, genauso wie sie Medienangebote wie Spiegel Online oder Heise Online gerne als Quelle hernehmen. Über meinen Platz 29 habe ich mich natürlich gefreut.

>> Rivva: Everything counts - Erläuterung der Influencer-Liste
>> Rivva
>> PR Blogger: Network Publishing statt Pressemitteilung?

Klaus Eck

16. Januar 08

Eine kleine Geschichte des Wissens

Was ich mir nicht merken kann, dass merkt mir zum Glück keiner an. In unser Gehirn können wir nicht blicken. Deshalb weiss niemand, was Wissen ist. Aber wir haben eine Ahnung. Fangen wir bei Informationen an.

Ein Unfall auf der Autobahn. Die meisten fahren langsam, nicht um Gefahr zu vermeiden, sondern aus Neugier. Unser Hirn lechzt nach Informationen. Umso mehr, je neuartiger, bedrohlicher oder unverständlicher die Information ist. Sinn spielt dabei keine Rolle. Aber Instinkte (-> Kinder, Sex, Tiere). Warum sonst hatte Uri Geller dermaßen viele Zuschauer? Kaum haben wir eine Information verarbeitet, hetzt das Hirn zur nächsten. Klick, Klick, Klick. Stunden vor dem Computer. Im Spiel mit Informationen oder virtuellen Gefahren. Immer mehr. Aber wohin damit?

In den Memex - die Speichererweiterung für unser Gehirn. Was ich mir nicht merken kann, ist im Computer dann und wann. Egal ob Adressen im Handy, Dokumente auf dem PC oder News im Weblog. Unendliches Speichern - und vergessen. Im Netzwerk finden es andere und machen es zu Ihrem Wissen. Wenn Sie können.

Wir sortieren Informationen in Ordnern. Das Hirn macht das auch, automatisch und assoziativ. Zum Glück automatisch. Alles andere wäre Wahnsinn. Im Sinne des Wortes. Aber wie entsteht aus Ablage Sinn? Computer können Wissen nur sammeln. Verarbeiten müssen wir es schon selber. Was ich nicht weiss, kann ich auch nicht sehen. Wissen ist die Vorraussetzung von Aufmerksamkeit.

Kommunikation und Wiederholbarkeit - der Abgleich auf Wahrheit oder Wahrhaftigkeit mit anderen erzeugt erst Wissen. Das meiste Wissen unserer Welt wurde schon abgeglichen. Wir können darauf aufbauen. Neues Wissen kann daran anschliessen. So wird unser "Wissensraum" immer größer. Dank neuer technischer Kommunikation wird Wissen immer schneller kollektiv verarbeitet.

Ich finde, es wird Zeit Wissensmanagement im Marketing einzuführen. Intern wie extern. Was wissen Kunden und Stakeholder von meiner Marke und meinen Angeboten? Was möchte ich, das sie wissen? Wie können Werbung und PR dazu beitragen? Wie sieht die Wissenskarte meiner Marke aus? Welches Vorwissen führt zu welchen Kaufentscheidungen? Woran muss ich noch arbeiten? Vieles davon wird implizit in den Kommunikationsstrategien berücksichtigt. Es muss nur besser organisiert werden. Denn was ich mir nicht merken kann, das merkt der Kunde dann und wann.

Marketing 2.0 = (Wissensmarketing * Kommunikation) / (Glaube + Gefühl).


Michael Domsalla, KMTO

07. August 07

DAX-Medienbarometer: Wie glaubwürdig sind die CEO'S?

Vertrauen Sie den Vorstandsvorsitzenden der DAX-Konzerne? Der Medienfachverlag Rommerskirchen hat das DAX-Medienbarometer ins Leben gerufen. Alle drei Monate werden ab sofort die Journalisten gefragt: "Wie glaubwürdig sind die Vorstandsvorsitzenden der DAX-Konzerne?"

Bis zum 20. August kann jeder Journalist zum ersten Mal online oder via Fax die Glaubwürdigkeit der CEO's der 30 börsennotierten Unternehmen bewerten. Im Medienmagazin "Jounalist" ist man sich sicher, dass die Umfrage Einfluss auf die Imagewerte der DAX-Konzernen nehmen wird:

"Das Ergebnis dieser Umfrage wird in den Konzernleitungen für Bewegung sorgen, und nachhaltig Einfluss nehmen können."

Da das DAX-Medienbarometer im Internet frei zugänglich ist, können dort auch Blogger und Nichtjournalisten ihre Stimme abgeben. Ausgeschlossen werden sie bei dem Voting jedenfalls (bisher) nicht. Somit ist nicht gewährleistet, dass nur die herkömmlichen Meinungsbildner über die Glaubwürdigkeit der Vorstandsvorsitzenden befinden.

Ich bin gespannt, welche Resonanz das Unterfangen hat. Jedenfalls zeigt es deutlich, dass Unternehmen und ihre Vertreter immer stärker im Licht der Öffentlichkeit stehen und jederzeit damit rechnen müssen, von Journalisten, Bloggern und ihren Kunden insgesamt bewertet zu werden. Aufgrund des einfachen Online-Formulars könnten leider auch die Unternehmen selbst mit Leichtigkeit ihr Image manipulieren. Dazu müssten nur genügend Mitarbeiter den Fragebogen ausfüllen und abschicken. Wie stark kann man der Aussagekraft einer solchen Umfrage dann eigentlich noch vertrauen?

Transparenz ist inzwischen eine gesellschaftliche Forderung geworden, die ein Umdenken in den Vorstandsetagen notwendig macht und hierbei viele Chancen für die Unternehmen bereithält. Schließlich können sie dadurch ihr Image gezielt und nachhaltig verbessern.

>> DAX-Medienbarometer
>> Direkt zur DAX-Liste
>> PR Blogger: CEO-Blogs: Nicht ohne meinen Boss
>> PR Blogger: Studie: Wo sind die bloggenden Chefs?
>> PR Blogger: Unternehmen unter der  Lupe 2.0

Klaus Eck

17. Juli 07

Sind Sie Dr. Jekyll oder Mr. Hyde?

Je mehr Onliner ihre privaten Daten in MySpace-, StudiVZ- und Facebook-Profile stellen oder sich via Twitter, Blogs und Social Bookmarks mitteilen, desto mehr vermischen sich die beruflichen und privaten Inhalte. Das hat manchmal unangenehme Folgen für die Karriere.

Eine gespaltene On- und Offline-Persönlichkeit gibt es meines Erachtens nach nicht. Der Wissenschaftler Dr. Henry Jekyll galt in der Geschichte des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson immer als tugendhaftes Vorbild und als eine der Stützen der Gesellschaft. Doch dann entwickelt dieser in seinem Labor ein Elixier, mit dem er sich in die dunkle Gestalt des Mr. Edward Hyde verwandeln und seine gewalttätigen Seiten ausleben kann, ohne seine eigene Reputation zu gefährden. Schließlich ist er für die Taten seines zweiten bösen Ichs nicht wirklich verantwortlich.

Verkörpert Dr. Jekyll unser normales Alter Ego, so steht Hyde für unsere anonyme Online-Existenz. Jekyll macht seinen Job und lässt sich hierbei nichts zu Schulden kommen. Er steht inmitten seiner bürgerlichen Offline-Welt. Seine Rolle ist eindeutig benennbar. Demgegenüber wirkt Hyde wie eine Unbekannte, die sich erst durch ihre sichtbaren Online-Spuren erschließen lässt. Manchmal tun sich hierbei digitale Abgründe auf: Der Betrachter lernt Hyde via Google sehr gut kennen, ohne dass dieser sich erklären und sein Online-Verhalten erläutern kann. Aus kleinen Indizien eines Web 2.0-Lebens ensteht die Grundlage für den Online-Pranger, der all die kleinen Verfehlungen eines aktiven Online-Lebens aufführt und zu einer enormen Reputationsschädigung führen kann.

In unserer Zeit und Wirklichkeit haben wir es nicht nötig eine derartige Doppelrolle zu spielen. Längst vermischt sich das Private und Öffentliche immer mehr. Meistens ist es nicht notwendig, eine Jeykyll-und-Hyde-Rolle zu spielen und unser Leben gewaltsam in eine private und berufliche Sphäre zu trennen. Allerdings sollten wir uns darüber bewusst sein, dass unsere Äußerungen längst öffentlich sind, wenn wir sie in Social Software-Tools, E-Mails und Chats unter unserem Realnamen publizieren.

Manchmal wäre es sicherlich besser, wenn ein unvorteilhaftes Foto von einer berauschenden Party oder ein offensichtlich vom Alkohol inspirierter emotionaler Text nicht noch Jahre später den Weg in die Business Sphäre fände. Doch die neuen Social Networks machen es den Headhuntern und Personalberatern leicht, sich ein erstes Bild von einem Jobsuchenden via Google zu machen. Dabei erscheinen die Asprianten längst nicht immer vorteilhaft: Das Netz vermischt Reales und Irreales: Neben Jugendsünden, bedenkenlosen Blogeinträgen- und Kommentaren, unvorteilhaften Fotos und einem missglückten Projekt tauchen gleichberechtigt persönliche Animositäten und massive Verleumdungen auf.

Zurücknehmen lässt sich das Digitale in der Regel nicht mehr. Der Aufwand für eine Entfernung des eigenen "Online-Sündenregisters" steht meistens in keinem Verhältnis zu dessen Nutzen, zumal wir niemals sicher wissen, ob nicht allein der Versuch, die eigene Vergangenheit "reinzuwaschen" nicht schon wieder zu einem neuen negativen Issue führt.

Erste Ansätze, die eigene Reputation im Internet wieder zu verbessern, gibt es dennoch. Beim Anbieter Reputation Defender kann man sich gegen eine monatliche Gebühr zumindest eine Übersicht über die eigene Reputation verschaffen und einige Maßnahmen einleiten, um den "digitalen Ruf" wiederherzustellen. So heißt es bei Reputation Defender unter MyRepuation:

"Wenn wir etwas im Internet finden, das Ihnen nicht gefällt, kümmern wir uns um die Beseitigung. Das kostet Sie einmalig $29.95, unabhängig vom Erfolg unserer Dienstleistung. Das Entfernen der Daten ist oft zeitintensiv und mühsam, doch fast immer erfolgreich! "

Das setzt meistens eine gütliche Einigung mit den Website-Betreibern voraus, die hierzulande nicht ohne weiteres erzwungen werden kann. Niemand muss seine Blog-Inhalte löschen, wenn er sich an Recht und Gesetz gehalten hat.

Haben Sie negative Erfahrungen mit Ihrer Online-Repuation gemacht? Und konnten Sie Ihr digitales Erscheinungsbild wieder verbessern? Falls Sie dazu Tipps benötigen, können Sie sich gerne bei mir melden.

>> Jochen Mai: Karriere-Bibel: Klick, du bist tot – Wenn das Internet Karrieren killt
>> Wikipedia: Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde
>> Brazen Careerist by Penelope Trunk: Twentysomething: Raunchy old photos will be part of the revolution
>> PR Blogger: Digitale Reputation als wichtiger Kauffaktor
>> PR Blogger: Der öffentliche Mensch
>> PR Blogger: Die fehlende digitale Souveränität
>> PR Blogger: Erfolgreich die Transparenz nutzen

Klaus Eck

11. Juni 07

Die fehlende digitale Souveränität

Digitale Spuren hinterlassen wir jeden Tag. Oftmals ohne, dass wir darüber nachdenken. Zum einen führen unsere Online-Aktivitäten dazu, dass wir selbst im Web immer sichtbarer werden. Dazu tragen wir bei, indem wir bloggen, kommentieren, podcasten, Bilder auf Fotoportale stellen, Microblogging-Channels wie Twitter nutzen, unsere Social Networks pflegen oder Social Bookmarks setzen.

Darüber hinaus müssen wir damit rechnen, dass sich die digitale Mundpropaganda auch mit unserer Person oder unserem Unternehmen beschäftigt. Schließlich werden wir fotografiert, gefilmt und gebloggt. Der Information Overload lässt uns hierbei kaum noch die Chance, über unsere eigenen Daten den Überblick zu behalten.

Bei einer einfachen Google-Recherche entsteht für jeden Betrachter ein erstes Online-Profil von uns, eine digitale Reputation, die sich auf die Jobchanchen von Bewerbern, die eigene Karriere oder unsere Akquisitionsbemühungen unmittelbar auswirken kann. Schließlich zählt der erste digitale Eindruck im Google-versum.

001panopticom Oftmals vergessen wir hierbei auch noch andere Dimensionen und dass unsere digitale Rundum-Überwachung längst Teil unseres Alltags ist. Der Designer Johannes Widmer hat dazu vor einigen Wochen eine Flash-Präsentation "Panopti.com" erstellt, die uns deutlich auf die Gefahren der digitalen Durchdringung unseres Lebens hinweist. Wer sich nicht darüber im klaren ist, welche Online-Spuren er hinterlässt, könnte irgendwann damit unfreiwilligerweise konfroniert werden.

Sein Panopti.com visualisiert mit sehr anschaulichen schattenrissartigen Bildern, wie sehr das Digitale uns heute schon bestimmt und zeigt deutliche Risiken dieser Überwachung auf. Jedermann hinterlässt am Schreibtisch (PC), im Supermarkt (Rabattmarken, RFID), beim Fernsehen und via Handy elektronische Spuren, ohne darüber nachzudenken. Sehr schnell stellt sich hierbei die Frage, ob wir überhaupt noch unsere eigene digitale Souveränität erhalten können oder schon längst Objekt digitaler Begehrlichkeiten geworden sind, auf die wir kaum noch persönlich einwirken können. Wer sich schützen will, sollte regelmäßig über seine Schritte ins Digitale nachdenken, sich aktiv um seine Google-Präsenz kümmern und möglichst wenig dem Zufall überlassen.

>> Spiegel: PANOPTI.COM - Die schöne neue Welt der Überwachung
>> Jetzt.de: Schwerpunkt Überwachung
>> Sueddeutsche.de: Heribert Prantl: Der artgerechte Staat (Kommentar)
>> PR Blogger: Unternehmen unter der Lupe 2.0

Klaus Eck

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