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22. Juni 09

Mehr Spenden für den Qualitätsjournalismus

Wer über PR nachdenkt, muss ebenfalls über Journalismus nachdenken. Auch wenn im Internet die Karten zwischen den Disziplinen neu verteilt werden und Media Relations künftig nur noch ein Teilgebiet der Public Relations-Aufgaben darstellen wird: Das Schaffen von Publicity durch Medienberichterstattung wird nicht aus dem Zielkatalog verschwinden. Doch mit dem gravierenden Wandel der Medienlandschaft, den wir derzeit erleben, werden sich auch die Geschäftsmodelle der Branche ändern. An anderer Stelle habe ich diese Veränderungen aus einer gesellschaftlichen Perspektive betrachtet. Dort habe ich (Thomas Euler) ein Konzept vorgestellt, das sich Funding Journalism nennt.

Hinter dem Begriff verbirgt sich ein noch sehr neuer Ansatz, der jedoch das Potential hat, einen Teil des wichtigen Investigativjournalismus zu finanzieren. Das Modell ist schnell erklärt: Eine gemeinnützige Stiftung beschäftigt Journalisten, bezahlt deren Arbeit mit Spendengeldern und stellt die fertigen journalistischen Erzeugnisse dem Rest der Welt kostenfrei zur Verfügung, übrigens auch sämtlichen Publikationen. Seit kurzem gibt es einige Non-Profits, die sich dieser Aufgabe verpflichtet haben. Für das meiste Aufsehen hat sicherlich die Gründung des Huffington Post Investigative Funds gesorgt, doch auch andere Projekte wie Spot.us oder maiak widmen sich dem spendenfinanzierten Journalismus.

Sollten diese Projekte erfolgreich verlaufen und es ihnen gelingen, einerseits Akzeptanz auf Spenderseite aufzubauen und andererseits einen echten journalistischen Beitrag zu leisten, dann könnten sie tatsächlich eine Bereicherung der Medienlandschaft neben den strauchelnden Medienkonzernen darstellen. Thematische Beschränkungen gibt es dabei an sich keine. Solange sich genug Spender finden lassen, kann von politischer Berichterstattung bis hin zum Lifestylebeitrag jeder Inhalt umgesetzt werden.

Aus der PR-Perspektive wirft ein derartiges Journalismusmodell natürlich Fragen auf. Wie sehen generell die Zukunftschancen dieses Modells aus? Wie gehen spendenfinanzierte Journalisten mit PRlern um? Um einigen dieser Fragen auf den Grund zu gehen, habe ich Jürg Vollmer, Chefredakteur von maiak - ein schweizer NGO, das Funding Journalism über die Region Osteuropa aus unabhängigen Mitteln zahlt - dazu befragt.


>> Sehen Sie das Modell des Funding Journalism als tragfähig genug an, um einen Teil des täglichen Nachrichtenjournalismus zu finanzieren - etwa im Fall, dass sich das Zeitungssterben fortsetzen und verschlimmern sollte?

Ich halte Funding Journalism für eine mögliche Lösung zur Finanzierung von Qualitätsjournalismus. Und solche Lösungen müssen schnell kommen: Vor einigen Tagen gab der Zürcher "Tages-Anzeiger" als zweitgrösste Schweizer Qualitätszeitung bekannt, dass er ein Drittel (!) der insgesamt 230 Vollzeitstellen abbaut, unter anderem auch einen Teil der Auslandredaktion und der Moskau-Korrespondenten. Es bleibt damit eine einzige Schweizer Zeitung, die "Neue Zürcher Zeitung", die eigene Korrespondenten in Osteuropa hat. Es wäre ein Wunder, wenn durch die Entlassungen von Auslandredaktoren und Korrespondenten die Berichterstattung aus Osteuropa in den anderen Blättern qualitativ und quantitativ verstärkt würde. Deshalb sehen die Trägerorganisationen von maiak im Funding Journalism eine realistische und sinnvolle Möglichkeit, die Berichterstattung über Osteuropa qualitativ und quantitativ zu verbessern.

Eine Präzisierung noch: "Den täglichen Nachrichtenjournalismus" kann und will maiak nicht finanzieren. Das wäre höherer Blödsinn, weil erstens die dpa-Korrespondenten in Osteuropa einen guten Job machen und zweitens – das merken jetzt auch die Verleger – weil die News heute in Echtzeit im Internet stattfinden und nicht auf den Seiten einer Zeitung, die am Vortag gedruckt wurde. Die Zeitungen werden künftig auf einer Seite alle Ausland-News zusammenfassen und ansonsten die Leser mit exklusiven Hintergrundberichten informieren – die unter anderem durch Funding Journalism finanziert werden.

Auch allgemein halte ich es für unwahrscheinlich, dass spendenfinanzierte Modelle Nachrichtenjournalismus finanzieren können, da ich als ehemaliger Agenturjournalist weiss, dass eine Nachrichtenorganisation wie die dpa extrem kostenintensiv ist. Stattdessen sehe ich die Stärken des Funding Journalism klar bei der Hintergrundberichterstattung, die er sehrwohl auf hohem Niveau leisten kann.

>> Haben Sie Leitlinien definiert, wie ihre Journalisten mit PRlern umgehen sollen und wenn ja, was beinhalten diese?

Maiak hat ein Redaktionsstatut mit der klaren Vorgabe: "Die Redaktion weist jede Einflussnahme, jeden Druck seitens einzelner Personen, politischer Parteien, Unternehmen, ökonomisch, religiös oder ideologisch orientierter Gruppen zurück."

Auch im Programmleitbild von maiak wird die publizistische Grundhaltung klar vorgegeben: "Die Autoren schreiben nach publizistischen Kriterien und unabhängig von politischen, wirtschaftlichen, religiösen, sozialen oder anderen Interessengruppen sowie von persönlichen Interessen."

Wir unterscheiden aber Werbung oder politische Propaganda von der PR und beurteilen Letztere nicht per se negativ. Die PR – sprich die Öffentlichkeitsarbeit von Organisationen, Unternehmen oder Behörden – hat durchaus ihre Berechtigung, wenn es um Information, Kommunikation und Meinungsbildung geht.

>> Sollte sich das Funding Journalism etablieren und in Zukunft einen größeren Anteil der Berichterstattung tragen, hätte dies Ihrer Meinung nach Implikationen auf Public Relations oder bliebe das Verhältnis von Journalisten zu PRlern davon unangetastet?

Schauen wir die Sache doch ganz pragmatisch an: Auf der einen Seite finanziell und personell gut dotierte Nichtregierungs-Organisationen wie maiak, deren Autoren anerkannte Fachleute in ihrem Themengebiet sind und deren Träger (Stiftungen, Universitäten und Privatpersonen) langfristig einen unabhängigen Qualitätsjournalismus fördern wollen. Auf der anderen Seite brutal dezimierte Redaktionen unter Zeitdruck, die sich durch Anzeigen von Unternehmen, Organisationen und Behörden finanzieren.

Wenn die Redaktionen einen Teil der Hintergrundberichte durch eine Organisation wie maiak und deren Funding Journalism finanziert erhalten, könnte es sogar ihre publizistische Unabhängigkeit vergrössern. Ich denke deshalb, dass durch den Funding Journalism langfristig die Öffentlichkeitsarbeit von Organisationen, Unternehmen oder Behörden besser wird, da die PR besser werden muss.
 

Dies soll zunächst als Einstieg in das Thema 'Funding Journalism' genügen. Mich würde interessieren: Sind Sie schon mit Journalisten in Berührung gekommen, die für eine Funding Journalism Organisation gearbeitet haben? Wird dieses Thema für Sie an Relevanz gewinnen oder denken Sie, es bleibt ein Nischenthema? Über Ihre Meinung würde ich mich freuen!

Thomas Euler

>> Freitag.de: Qualitätsjournalismus im Internetzeitalter
>> Huffington Post: Announcing the launch of the Huffington Post Investigative Fund
>> PRESSthink: Introducing the new Huffington Post Investigative Fund

19. Juni 09

Journalisten im Stellungskrieg?

Print- und Online-Medien stehen seit vielen Jahren in einem seltsamen Spannungsverhältnis zueinander und führen gestrige Kämpfe gegeneinander. Wenn sich die beiden Bereiche des Journalismus endlich zu einer umfassenden konstruktiven Zusammenarbeit bewegen ließen, dann würde der Qualitätsjournalismus insgesamt davon profitieren.

Am 15. Juni 2009 fand in München eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mediacoffee“ statt. Auf dem Podium trafen sich Dr. Dirk Ippen vom Münchener Zeitungsverlag, Hans Werner Kilz von der Süddeutschen, Markus Peichl von der LeadAcademy sowie Wolfgang Blau von ZEIT ONLINE / Tagesspiegel.de. Dr. Andreas Knaut übernahm die Moderation der unter dem Motto „Gewinner und Auslaufmodelle - Wer profitiert von der Medienkrise?“ geführten Diskussion. 


Mediacoffee_panel

Wirkliche Sieger wurden bei der Podiumsdiskussion jedoch nicht gekürt – dabei gibt es durchaus einige vielversprechende Ansätze, von denen ich zwei vorstellen möchte: Micropayments und Spartennetzwerke. Vorerst muss aber ein Grundstein gelegt werden, ohne den jegliche Monetarisierungsstrategien zu scheitern drohen:

Miteinander statt gegeneinander: Die Trennung zwischen Print- und Online-Journalismus ist anscheinend noch immer stark in den Köpfen präsent. Das Wort „Synergie“ suchte man in dieser Diskussion vergebens - zu sehr waren die Akteure damit beschäftigt ihr jeweiliges Geschäftsfeld von dem unlauteren Anderen abzugrenzen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass drei der vier Diskutanten dafür waren, Online- und Printredaktionen weiterhin zu trennen. Schließlich bleibt man doch lieber bei dem, was man selbst kennt.

Hier werden Grabenkämpfe betrieben, die längst nicht mehr zeitgerecht sind. Wenn Kilz schon postuliert „Letztlich ist die Marke entscheidend“, fragt man sich doch wirklich, warum immer wieder auf Plattform oder Formen der Präsentation an sich herumgeritten wird. Der einzige noch bestehende Unterschied zwischen Inhalten in Print- und Online-Medien ist ein historisch gewachsener und gesellschaftlich konstruierter: Print sei eher für Qualitätsjournalismus und Hintergründe bestimmt, Online ist das schnellere Medium mit den Fakten. Das ist es zumindest, was das Paradigma der Feindschaft zwischen den Medien diktiert. Aber auch von diesem letzten Unterschied wird man sich mit dem Aufkommen neuer Generationen trennen müssen - die letzte künstliche Bastion des Print wird spätestens dann fallen, wenn Leser keinen Unterschied mehr zwischen Papier und Web machen. Und diese Zeit hat für einige schon längst begonnen, die Scheuklappen der Obrigkeiten sitzen nur noch zu fest, um dies zu erkennen. 


Micropayments : bern@t flickr Micropayments: Wie wäre es, wenn Autoren nach verschiedensten Kriterien zentral für ihre Artikel entlohnt werden könnten? Das heißt im Klartext: Nicht mehr die feste Arbeit für eine Redaktion steht im Vordergrund, sondern ein florierender, freier Marktplatz für Artikel wird geschaffen. Qualität würde sich durchsetzen, und entsprechend entlohnt werden. Aber auch Kurztexte, Aktuelles und Meinungen würden ihre Abnehmer finden. Verwerter wären Portale, die selber kein oder nur ein sehr kleines Redaktionsteam haben. Der Journalist wird somit zur Ich-Agentur, wird direkt für die Resonanz auf seinen Artikel bezahlt. Es ist dann auch nicht mehr relevant, für welchen Verwendungszweck ein Artikel geschrieben wurde: Wenn er in die Print-Ausgabe passt, wird er dort hinein genommen – selbst weitergehende redaktionelle Verarbeitung würde mit der passenden Rechteübertragung möglich werden, der Content wird freier verwertbar. Im Endeffekt stünden Print und Online in meiner Vision ebenbürtig nebeneinander. Der klassische Verlag würde dann wahrscheinlich in vielen Bereichen zum Auslaufmodell werden. Microverlage, eher thematisch orientiert, würden die Stellung der mächtigen Medienhäuser unterwandern und ihnen durch effizientere Produktionsbedingungen und größere Flexibilität langsam den Rang ablaufen. Journalismus würde sich wieder stärker am Individuum und der Thematik orientieren, Blattlinien wären auf dem Rückzug.

Doch um diese Überlegungen in die Realität zu übersetzen, müssen neue Metriken gefunden werden, um das journalistische Gut einzuordnen, zu bewerten und somit adäquat entlohnbar zu machen. Auch die Rechtevergabe an Texten muss einer Revision unterzogen werden: Was ist wenn die Kurzform eines Textes auf der einen Website erscheint, und die Langform auf der anderen? Was ist der Wert von Plattformexklusivität? 

Spartencommunitys: Wie wäre es, wenn mehrere Contentanbieter eines Themenfeldes zusammenarbeiten und neben den eigenen Portalen ein gemeinsames Metaportal mit Inhalten beliefern würden, welches wiederum redaktionell betreut wird? Schafft man es so mit vereinter Kraft aus dem Longtail?  

Vertical networks 

Welche Vorteile ergeben sich aus so einem (vertikalen) Netzwerk? Zum einen hat man einen riesigen Pool an qualitativ hochwertigen Content - eine nicht zu unterschätzende Grundlage für eine breite thematische Ausrichtung des Portals. Dies zieht wiederum eine breite Masse an Besuchern an, die für ihre jeweiligen Interessen Sparten vorfinden, die mehr bieten als der „Kleinanbieter“. Der Spezialisierung und Ausdifferenzierung des Lesers wird somit durch spezifische Content-Aggregation ein passendes Umfeld geschaffen. Herr Blau verkündete passenderweise: „Das Internet hat uns befähigt unsere Interessen extrem auszudifferenzieren“.

Durch Vertikale Netzwerke und die Aggregation von Content über die Grenzen von einzelnen Plattformen hinweg können wir diesem Trend sogar gewinnbringend entgegnen: Durch die Netzwerkstruktur ist es möglich, spezielle Zielgruppen, die sich zum Beispiel stark für den Themenkomplex des „Öko-Fashion“ interessieren, mit einer Treffsicherheit anzuvisieren, die man bei den derzeitig vorherrschenden Plattformen nur vermissen kann. Von der wahrscheinlich geringeren Größe der Zielgruppe auf kleineren Plattformen mal abgesehen. Die Auswirkung: Die Kontaktpreise steigen, jede Zielgruppe lässt sich, fein genug definiert, zur Premium-Zielgruppe machen. Der Traum eines jeden Vermarkters und Anzeigenkäufers. Die Erlöse, die auf solchen Plattformen für Contentzulieferer eingefahren werden können, sollten die einer Longtail-Platzierung somit übersteigen. 

Die anhaltende Trennung zwischen Print und Online, die sich bei der Podiumsdiskussion aufzeigte, ist einer der Gründe dafür, warum wir noch nicht weiter denken: Im Grunde dreht es sich doch alles um das publizistische Gut, um den qualitativen Text. Und, um Kilz nochmal zu wiederholen: „Letztlich ist die Marke entscheidend“ - und nicht die Plattform, auf der gelesen wird. In diesem Sinne sollten wir so schnell wie möglich die Entwicklung von Konzepten und Metriken voranbringen, um unsere Medienlandschaft zukunftssicher zu machen und dem Journalismus wieder Platz zu geben - egal ob in Pixeln oder auf Papier.

Über Verlauf des Mediacoffee und Einzelstatements der Teilnehmer kann man sich auch bei Meedia, auf dem Veranstaltungsblog sowie bei der Internet World und The Strategy Web informieren. 

Christoph Bauer

18. Dezember 08

Twitter-Medien: Spiegel Online setzt auf Tweets

Der Microbloggingservice Twitter wird immer populärer. Seit heute nutzt Spiegel Online ebenfalls Twitter als "praktische Kurzmitteilungs-Plattform" und vertreibt darüber "Schlagzeilen, Eilmeldungen, Satire-Schmankerl und alles andere". Allerdings scheint es in der Spiegel-Online-Redaktion einige Missverständnisse zu geben: So heißt es in einer Erläuterung:

"Hunderttausende Menschen nutzen diese Mitteilungsplattform bereits, um auf dem Laufenden zu bleiben, was ihre Bekannten gerade so treiben."

Hierzulande mögen es in der Tat nur einige Hundertausende sein, die regelmäßig ihre Gedanken in die Twitterwelt schicken, doch weltweit sollen es sogar schon rund 6 Millionen Nutzer sein, heißt es zumindest aus dem Hause Twitter selbst. 

Zudem bleiben die Twitter-Accounts des Hamburger Nachrichtenmagazins (zumindest vorerst) eine digitale Einbahnstraße. Denn die Twitter-Follower erhalten beim Spiegel wie in einem Newsletter oder RSS-Feed ihre News Alerts, aber können vermutlich nicht mit den Medientwitterern kommunizieren. Als Dialogmedium scheint die Spiegel-Online-Redaktion Twitter nicht angelegt zu haben oder nutzen zu wollen. Ein Blick auf die Following-Zahlen macht dies trotz der frühen Phase bereits sehr deutlich. Das ist mehr als schade. 

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Dass es auch anderes gehen kann, zeigen andere Medienangebote auf Twitter deutlich: Auf der Medienlese gibt es einen kleinen Überblick über Medientwitterer und sogar Medien-Twitter-Charts vom August 2008, in denen das frischgestartete Spiegel Online naturgemäß noch nicht vertreten ist. 

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Aktueller ist eine Medien-Twitter-Liste auf Sozialgeschnatter für alle Medienfreunde. Anscheinend hat das Nachrichtenmagazin auch nicht aus den Zahlen von Focus Online gelernt. Dort spielt die Kommunikation mit den Lesern auf Twitter ebenfalls keine Rolle. Das ist deutlich am Verhältnis von Following und Follower erkennbar. Selbst nach einigen Monaten (automatisierter ?) Twitterartikel scheinen die Leserzahlen auf Twitter zu stagnieren. 


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Auf ganz andere und pesönlichere Konzepte setzen die Twitterer bei Weltkompakt, DerWesten und Turi2. Dort verlassen die Medienschaffenden ihren Platz und treten mit anderen Twitterern in den direkten Dialog. Das macht sich auch in den Zahlen bemerkbar. 


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Nur wer sich auf seine Leser einlässt und mit ihnen kommuniziert, der bleibt auf Twitter relevant. Medienhäuser sollten deshalb Twitter als Social Media Publishing-Instrument durchaus ernst nehmen und sich in der Twitterwelt vom herkömmlichen Online-Publizieren (und damit von der Einbahnstraßenkommunikation) verabschieden. Erst dann können sich Erfolge wirklich einstellen. Wie das funktionieren kann, zeigt die positive Entwicklung von Focus Online in den AGOF-Zahlen.

Klaus Eck

18. Oktober 08

Bild, Bunte, RTL & Co: Offline immer noch stärker als online

Zu einem klaren Ergebnis kommt die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants in ihrer Studie "Fit für das Netz? Digitale Transformation traditioneller Medienmarken". Demnach gelingt es vielen Verlagen und Fernsehsendern trotz verstärkter Investitionen nicht, im Internet ein ebenso großes Publikum zu erreichen wie offline.

Um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen, haben die Marktforscher einfach Online-Reichweiten mit Offline-Reichweiten verglichen (Print: Leser pro Ausgabe; TV-Reichweite: Seher pro Tag; Online-Reichweite: Unique Users). 

Es sind ernüchternde Zahlen, die da präsentiert werden: Keinem der auflagenstärksten Printtitel gelingt es, online so viele Leser zu erreichen wie offline. Einzige Ausnahme: der „Spiegel“. Es folgen, im großen Abstand, die Online-Auftritte von Focus und Computer Bild mit einer Reichweite von rund 30 Prozent (der Gesamtreichweite). Immerhin: Insgesamt kommen die Online-Reichweiten von Computer-, Business- und Nachrichten-Medien den Print-Reichweiten recht nahe. Doch in allen anderen Themenbereichen bleiben die Online-Angebote weit abgeschlagen zurück, vor allem in den Segmenten Ratgeber, Women, People, TV-Programm sowie Sport, Motor und Entertainment. Bei den TV-Sendern sieht es nicht besser aus: Auch sie erreichen offline deutlich mehr Personen als online. Am besten schnitt ProSieben ab, mit 26 Prozent. Fazit der Marktforscher: "Ein großer Teil der vielbeschworenen Online-Revolution findet jenseits der etablierten Marken statt."

Wir schreiben das Jahr 2008. Dass das Internet die Medienlandschaft auf den Kopf stellen wird, ist seit den 90ern Thema zahlloser Kongresse und Konferenzen. Über zehn Jahre ist es zum Beispiel her, als Christian Bachem und ich auf der Messe IFA einen Vortrag über die Verlagerung der Aktivitäten von TV-Sendern ins Netz hielten. Reicht ein gutes Jahrzehnt  nicht aus, um die Herausforderung Internet zu meistern?

Liegt es an schwerfälligen Redaktionen, die die tragende Rolle des Internets nicht akzeptieren wollen? An den Geschäftsführungen, weil sie das Projekt "Monetarisierung" nicht gemeistert bekommen? An den Lesern, weil sie Klatsch, Tratsch und TV-Programm unbeirrt am Kiosk kaufen? Oder an der Medientechnik, weil der Einzug des Internets ins Wohnzimmer länger dauert als prognostiziert? Oder schlichtweg: an mangelnder Kreativität? Es ist Zeit ungeduldig zu werden.

Was aber wird passieren, wenn die Medienhäuser es geschafft haben: Wenn sie im Internet vielleicht sogar mehr Personen erreichen als offline? Dann wird womöglich schlagartig die umgekehrte Diskussion über die, ach, so schwachen Offline-Medienmarken einsetzen. Ich sehe schon die Überschrift: "Medienhäuser versetzen ihren Traditionsmedien den Todesstoß".

Doris Eichmeier, Imagecapital

30. Mai 08

Eine kleine Geschichte der Reichweite

Der Unterschied der Begriffe "Einschalt-Quote" und "Nutzer-Zahlen" sagt an sich schon alles. Obwohl sich TV- und Internet- Nutzer in der Art der Mediennutzung grundsätzlich unterscheiden, wird alles mit dem gleichen TKP (Preis für tausend "Kontakte") gemessen.

Ein kleines Zahlenspiel, dass wir auf der Webinale gemacht haben: Sat1 hat eine durchschnittliche Reichweite von 9,8% für das Jahr 2007/2008. Damit liegt der Sender im Mitteldfeld. Der GfK Monitor misst insgesamt 72,85 Mill. Zuschauer in 34,1 Mill. Haushalten. Das ergibt eine absolute Reichweite für Sat1 von gleichzeitigen 7.139.300 Zuschauern (die natürlich auch nach Tageszeit und Programm stark differenziert).

Können Sie sich vorstellen, auf wie vielen Internet - Plattformen mit mindestens so vielen aktiven, aber nicht immer gleichzeitigen "Zuschauern", Sie für das gleiche Geld werben können? Ein ganzes Jahr lang, nicht nur für eine Kampagne - und mit mehr als einem Werbeformat. (StudiVZ hat z.B. 180 Mill Visits / Monat).

Es ist also nicht die Reichweite (Quantität), die die Medien unterscheidet, sondern die Qualität der Nutzung. Unterschiede liegen in der aktiven vs. passiven Nutzung des Mediums, in der Zeit (TV ist schneller "in der Breite", Internet länger) und dem Format (siehe Blogbeitrag - Seite 5 - Größenvergleich der Medien, die alle mit dem gleichen TKP gemessen werden). Ein TV Spot ist in der Wirkung intensiver als ein Banner, aber weniger als eine Microsite - und das auch nur, wenn jemand hinschaut.

Ich denke, als typisches Argument greift das Thema Emotionalität ebenfalls zu kurz, denn sowohl Events, als auch eine Geschichte oder ein Bild können hochgradig emotional sein. Das liegt an der Umsetzung und nicht am Medium. Es wird also höchste Zeit, neue Meßkriterien für die Wirkung von Werbung zu entwickeln. Zumal die Unterteilung der Kunden nach Demografie oder Lifestyle immer weniger ausreicht.

>> Einschaltquoten TV: Quotenmeter.de - Das Online-Fernsehmagazin
>> Nutzerzahlen Online: IVW (ersten Button klicken - dann nach Visits sortieren)

Michael Domsalla, KMTO

09. Mai 08

Pressefreiheit: Teure Blog-Interviews

In Weblogs gibt es jede Menge Interviews, auch im PR Blogger. Wer andere zitiert oder online auf seiner Plattform zu Wort kommen lässt, muss nach einem Urteil der Zivilkammer 24 des Hamburger Landgerichts manchmal mit erheblichen Kosten rechnen. Denn die Richter legten in ihrer jüngsten umstrittenen Entscheidung fest, dass Medien (vermutlich auch Blogs) für die Wahrheit von
Interviewäußerungen Dritter voll und ganz haften. Sie seien demnach in einer sogenannten "Verbreiterhaftung", selbst wenn sie keine bewussten Falschbehauptungen aufgestellt haben. Erst nach einer klaren Distanzierung vom Gesagten, solle die Verbreiterhaftung entfallen.

Das LG Hamburg gab in seinem Urteil der "Saarbrücker Zeitung" als medialen Verbreiter eine Mitverantwortung, weil sie ein Interview mit Roger Willemsen veröffentlicht hatte. Darin hatte der Bestseller-Autor und TV-Moderator den Chefredakteur des "Focus" Helmut Markwort bezichtigt, ein Interview mit Ernst Jünger gar nicht selbst geführt, sondern von jemand anderen kopiert zu haben. Diese Behauptung erwies sich eindeutig als falsch.

Für Blogger und Online-Medien ist es nur ein schwacher Trost, dass andere Landgerichte liberaler urteilen. Schließlich kann der Klagende bei einer Online-Verbreitung der Inhalte jedes Gericht seiner Wahl anrufen. Somit auch das Hamburger Landgericht. Es dürfte spannend zu beobachten sein, wie sich das Recht künftig entwickelt und ob wir hierzulande weiterhin von einer weitgefassten Pressefreiheit reden können. Jedenfalls sollte jeder Blogger seine eigenen Interview- und Zitier-Praktiken überdenken, will er derlei juristische Auseinandersetzungen vermeiden.

Was halten Sie von dieser Entwicklung der Pressefreiheit? Sollten Blogger und Journalisten alles grundsätzlicher hinterfragen, weniger zitieren, interviewen oder gar kopieren? Dadurch könnte es immerhin auch spannendere Inhalte geben, die sich vom Copy & Paste-Journalismus unterscheiden oder?

>> Telagonsichelputzer: Kein Interview
>> Spiegel Online: PRESSEFREIHEIT IN GEFAHR. Das Ende des Interviews?

Klaus Eck

07. Mai 08

Alpha-Bloggerinnen

Die Chefredakteurin von "Emma" Alice Schwarzer hat bei der Entgegennahme des Ludwig-Börne-Preises für kritischen Journalismus die neue feministische Szene als "Propagandistinnen eines Wellness-Feminismus" bezeichnet. Die Feministin will mit den "Post-Girlies" nicht viel zu tun haben.

Das konnten die Mädchenmannschafts-Bloggerinnen Meredith Haaf, Susanne Klingner, Barbara Streidl nicht einfach so stehen lassen. Sie haben vor kurzem ihr Buch “Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht” erfolgreich publiziert und fühlten sich von Schwarzers Kritik angesprochen. In der Süddeutschen Zeitung schrieben sie deshalb jüngst eine Replik auf Alice Schwarzer: "Kein böses Patriarchat".

Ihr Blog Mädchenmannschaft ist ein schönes Beispiel für ein gut gemachtes Autorenblog. Die Bloggerinnen nutzen es geschickt für ihre Selbstvermarktung und erhalten zahlreiche Kommentare für ihre Themen. In ihrem Profil präsentieren die Blogautorinnen ihr Konzept wie folgt:

"Willkommen Feministinnen, Feministen und alle, die es werden wollen! Die Mannschaft liebt den Feminismus und notiert hier Dinge und Nachrichten, die gute Laune machen oder uns die Nackenhaare aufstellen."

Es gibt eine feministische Blogszene, die in der Blogöffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen wird und meistens unter sich zu bleiben scheint. Viele Autorinnen ziehen dabei den Schutz der Anonymität vor, unter dem sie klare Worte für den Feminismus finden. Einen kleinen Eindruck davon vermittelt die Blogroll, die es in der Mädchenmannschaft gibt.

Welche "Frauen-Blogs" kennen und schätzen Sie besonders?

>> FAZ.net: Harald Schmidts Laudatio auf Alice Schwarzer. Warum ich in den Feminismus eingetreten bin
>> FAZ.net: Neue Mädchen, alte Muttis. Man muss nicht alles ergründen wollen

Klaus Eck

01. Mai 08

Musikindustrie: Öl ins Feuer des 21. Jahrhunderts gießen

Die Musikindustrie ärgert sich schon lange über illegale Downloads, die ihr bisheriges Geschäftsmodell in Frage stellt. Statt sich auf die neue Situation in der Online-Welt einzustellen, sich Konzepte für die Musik 2.0 zu überlegen und den Konsumenten innovative Angebote zu machen, verteidigt die Musikbranche anscheinend lieber das Gewohnte, indem sie nicht nur alle Onliner unter Pauschalverdacht setzt, sondern jetzt auch noch 200 Künstler als "Haussklaven"  dafür einspannt, einen offenen Brief an unsere Bundeskanzlerin Angelika Merkel zu schreiben. Darin heißt es:

"Vor allem im Internet werden Musik, Filme oder Hörbücher millionenfach unrechtmäßig angeboten und heruntergeladen, ohne dass die Kreativen, die hinter diesen Produkten stehen, dafür eine faire Entlohnung erhalten. So wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland über 300 Millionen Musikstücke illegal aus dem Internet heruntergeladen. Zehnmal mehr, als legal verkauft wurden." (Offener Brief, hinterlegt bei Heise Online)

Darauf antwortet der Rechtsprofessor und Urheberrechtsexperte Thomas Hoeren verärgert im Experten-Blog des Beck-Verlags:

"Ich habe langsam die Nase von den Frechheiten der Musikindustrie voll. (...) Die eigenen Haussklaven werden als Unterzeichner vorgeschickt und instrumentalisiert, statt sich mal zu fragen, ob man nicht als Musikindustrie angemessene Salärs an Kreative zahlt. Jede differenzierte Auseinandersetzung fehlt: Hat nicht der Gewinneinbruch in der Musikindustrie noch andere Gründe als P2P? Kann die TK-Industrie überhaupt effektiv den Zugang zu Websites sperren?"

Der Multimedia-Rechtsexeperte hält den Brief für viel zu undifferenziert. Darin würden Fakten verdreht und in einem seltsamen Kontext mit dem Zensurland China gestellt.

Im Internet hat Hoerens Replik für zahlreiche Reaktionen in den Blogs und Medien gesorgt. Allein in einem Heise-Artikel zu dem Beck-Blog-Thema gab es mehr als 300 Kommentare, aber auch in Hoerens Blog finden sich viele juristische Kommentare. Wie denken Sie über das Verhalten der Musikbranche?

>> Beck-Blog: Thomas Hoeren: Worüber ich mich ärgere: Der offene Brief der Musikindustrie
>> Heise online - Urheberrechtsexperte ärgert sich über "Frechheiten der Musikindustrie"
>> Welt.de: Don Dahlmann: Was die Contentindustrie kann...

Klaus Eck

16. Februar 08

Springer kritisiert Bildblogger

Das Bildblog liegt vor Barack Obama, zumindest was die Technorati-Suche angeht. Kein Wunder: Denn die Axel-Springer-AG wehrt sich gegen die Macher des Bildblogs, weil die bloggenden Journalisten sich in der Vergangenheit immer wieder beim Presserat über die Berichterstattung der Boulevardzeitung "Bild" beschwert haben. Eine Rüge wurde trotz der zwölf eingereichten Beschwerden nie vom Presserat ausgesprochen. Doch der Springer-Verlag sieht in der  "Flut" von "kommerziellen, also sachfremd motivierten Beschwerden" eine große Gefahr. Schließlich drohe dem Blatt ein "ungerechtfertigter Imageverlust", heißt es. Letztlich wirft eine Juristin des Springer-Verlages laut "Spiegel Online" den Bloggern einen Missbrauch vor, der nur die Attraktivität und die Einnahmen ihres "Bildblogs" steigern solle.

Im Spiegel heißt es: "Für viele ist "Bildblog" ein mehrfach ausgezeichnetes Internetprojekt, das der "Bild"-Zeitung kritisch auf die Finger schaut. Für den Axel-Springer-Verlag ist "Bildblog" ein großes Ärgernis."

Das Bildblog gehört zu den populärsten Blogs hierzulande und begleitet als Watchblog äußerst kritisch die Berichterstattung der "Bild". Wer in der Suchmaschine Google nur das Wort "Bild" eingibt, findet schon an dritter Stelle das Bildblog. Selbst beim Issue "Presserat" wird jeder Onliner sofort fündig.

Aufgrund der Auseinandersetzungen mit den Bildbloggern kann man davon ausgehen, dass sich schon bald viele Blogger mit dem Thema beschäftigen werden. Noch immer reagieren Blogger auf derlei Angriffe allergisch. Deshalb ist es fraglich, ob diese Form der Kommunikation besonders imagefördernd für den Verlag ist. Heute gehörte das Bildblog bereits zu den Topsuchworten bei Technorati.com:

Top internationale Suchen am 16.02.08:

                                
  1.                     bakbone software                
  2.                     gracy kelly                
  3.                     bakbone software                
  4.                     bildblog                
  5.                     grace kelly                
  6.                     edison chen                
  7.                     obama                
  8.                     authority                
  9.                     anime                
  10.                     youtube                
                    

Zahl der deutschen Blogeinträge, die das Bildblog in den letzten 30 Tagen erwähnten:
Technorati Chart
Get your own chart!

Die Bildblogger distanzieren sich etwas ironisch, aber ebenso klar von den Vorwürfen des Springer-Verlags: "Das "Geschäftsmodell" von BILDblog beruht nicht auf der Verwertung eigener Presseratsbeschwerden."

Immerhin hat das Bildblog auch einen eigenen Werbespot, der im TV gelaufen ist:

>> Spiegel Online: Springer will Beschwerden von "Bildblog" stoppen
>> Bildblog: In eigener Sache

Upddate:
>> Stefan Niggemeier: Heise-Leser klicken mehr
>> Rivva-Übersicht

Klaus Eck

14. Februar 08

Mehr Dialoge im Online-Journalismus

Zurzeit recherchiere ich in Sachen Online-Journalismus und freue mich daher über Anregungen. Wie ändert sich der Journalismus durch die Einbindung der Onliner? Glauben Sie daran, dass die Leser bereit sind, sich aktiv an Online-Gesprächen zu beteiligen? Ist Spiegel Online vielleicht gar nichts anderes als ein gigantisches Blog?

Mich hat die Aussage des Chefredakteurs von Focus Online Jochen Wegners in der aktuellen Ausgabe des Medienmagazins "Journalist" positiv überrascht. Er erzählte darin, dass Focus Online inzwischen monatlich 50.000 bis 60.000 Kommentare von Lesern erhalte.

Bereits im Dezember 2007 sprach Wegner von einer Entwicklung in Richtung "Widgetisierung" des Online-Journalismus:

"Die Onlinemedien explodieren gleichsam. Immer mehr Nutzer kommen nicht über die Homepage, sondern abonnieren RSS-Feeds, haben Focus-Widgets auf dem Desktop, erhalten unsere Nachrichten über Newsaggregatoren oder über die Google-Suche."

Auch Hans-Jürgen Jakobs, der Chef von sueddeutsche.de, geht in der Printausgabe des "Journalist" auf die Entwicklung des Online-Journalismus näher ein. Dabei beklagte er das Fehlen von Community-Managern:

"Ich glaube, dass viele unsere Nutzer darunter gelitten haben, als sich die Diskussionskultur auf sueddeutsche.de in der Vergangenheit schlecht entwickelte. Den Dialog mit den Nutzern zu organisieren, wird deshalb eine der Hauptaufgaben für sueddeutsche.de in diesem Jahr sein. Wir haben bisher noch keine richtigen Community-Redakteure – solche Stellen sollte es in jeder Onlineredaktion geben." (Journalist, Februar 2008)

WIe viel Leserfeedback erhalten heutzutage eigentlich Redakteuere auf Ihre Arbeit? Nur ein paar Leserbriefe pro Tag oder ist es inzwischen schon ein kleiner E-Mail- oder Kommentar-Tsunami, der alle überfordert? Auf Ihre Einschätzung bin ich gespannt.

>> via Online-Journalismus.de: Fiete Stegers: “Unter der Diskussionskultur gelitten”

Klaus Eck

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