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Der PR Blogger

  • Im PR-Blogger erhalten Sie aktuelle Informationen über die neuesten Trends im Online Reputation Management, in der Online-PR- und im Online-Marketing.

    Klaus Eck, der Herausgeber des PR Bloggers, ist Kommunikationsberater und Reputation Manager.
    Er hilft Unternehmen beim Aufbau einer eindeutigen Online-Reputation und bei der Entwicklung von Online-Relations.

    Kontakt:
    Klaus Eck
    Neu: Tel.: 0171-68.8.68.24


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Social Bookmarks

Friend Connect

10. Juli 09

Erfolgreich in Social Media: Victoria’s Secret auf Facebook

Rund 1,9 Millionen Fans hat die offizielle Facebook-Fanpage von der Marke Victoria's Secret innerhalb von nur rund drei Wochen bekommen. Diese erhalten auf der Markenpräsenz von VS einen exklusiven Zugang zu Videos, Fotos, Insiderinformationen zur Marke sowie Hinweise auf Events und Supermodel Profile. Ein gigantischer Marketingerfolg in Social Media, die jenseits von Nischenreichweiten steht und durchaus für Bedenken in der Medienwelt sorgen sollte. Von diesem Erfolg träumen hierzulande die Marketingtrategien noch vergeblich. Oftmals müssen sie sich nur mit einigen wenigen 100 Fans auf Facebook begnügen. Damit ist natürlich kein Mediaplaner zu begeistern.

Wie man erfolgreich eine Facebook-Fanpage nutzen kann, sieht man an Victoria's Secret (allerdings nicht an diesem Freitag). Die Facebook-Präsenz begeistert die Nutzer, die sich als Markenbotschafter verdingen und ihren Kontakten zeigen, dass sie VS schätzen.

In kurzer Zeit erhielt die Fanpage für ein neues Produkt mehr als 500 Kommentare und zahlreiche Anmeldungen für ein kleines Event. Das zeigt deutlich, wie sehr die Facebook-Mitglieder Anteil an den Marketingaktionen nehmen und dass eine gewissen Markenbindung bei den Fans besteht. 

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Laut den Daten von Inside Facebook ist Victoria's Secret Entwicklung mehr als erfreulich:

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Dabei ist es noch nicht einmal VS einziger Erfolg in Social Media. Bereits die junge Tochtermarke Victoria's Secret PINK ist mit rund 1,3 Millionen Fans auf Facebook sehr erfolgreich. Allerdings gibt es diese Fanpage seit Ende 2006.

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Darüber hinaus gibt es zahlreich Fanseiten, die nicht offiziell von dem Unternehmen aufgebaut worden sind, aber dennoch viele Markenbotschafter und Kunden auf Facebook vereinen. Eine Gruppe hat sogar mehr als 27.500 Fans.

>> Michael Jackson auf Facebook ist ebenfalls ein Markenerfolg
>> digitallikeness: 1.8 million Victoria’s Secret fans on Facebook  

Klaus Eck

09. Juni 09

Göttliche Protest-Komödie im Auftrag von Electronic Arts

Wofür steht eigentlich die Abkürzung EA? Electronic Anti-Christ und nicht Electronic Arts, hieß es vor einigen Tagen auf einer fundamentalchristlichen Demonstration in Los Angeles im Umfeld der Videospielmesse Electronic Entertainment Expo. Doch der Videospielhersteller Electronic Arts gab jetzt zu, dass es es sich um Guerilla Marketing handelte. Darauf hat EA in der  Vergangenheit schon sehr oft erfolgreich gesetzt und auch dieses Mal Aufmerksamkeit in den Medien erhalten. 

Rund 20 Demonstranten hielten vor der Videospielmesse Electronic Entertainment Expo Schilder hoch mit Aussagen wie "Die Hölle ist kein Spiel!" und verteilten Flugblätter gegen das Game "Dante's Inferno". Zunächst hatte Electronic Arts Deutschland das Geschehen nicht kommentiert, bis jetzt die US-Mutter die Inszenierung zugab.

Trotz einiger Zweifel hieß es auf Spiegel Online trotz allem: 

"Doch für die Handvoll Protestierer vor dem Eingang der Gamesmesse "Electronic Entertainment Expo" (E3) ist das hier kein Witz: Sie empören sich über das neue Videospiel "Dante's Inferno", und auf eines ihrer in den grauen Himmel von Los Angeles gereckten Schilder haben sie geschrieben, gegen wen sie hier auf die Straße gehen: gegen die Firma Electronic Arts, den Hersteller des Spiels - gegen den "Elektronischen Antichristen". 

Doch in den Blogs wurde schon vorher viel darüber spekuliert, ob es es um eine Marketing-Aktion handeln würde oder nicht. Allzu viel Glaubwürdigkeit hatte die Protestaktion anscheinend nicht. Dennoch stellt sich mir die Frage, inwieweit eine solche inszenierte Kommunikation bzw. Täuschung der Öffentlichkeit überhaupt ihre Berechtigung hat? Es ist doch von vornherein eher ein werblicher Ansatz, der  nicht auf Kommunikation, sondern auf reine Aufmerksamkeit und das spielerische Element setzt. Welche Konsumenten will man auf diese Art und Weise ansprechen? Und wann hört der Spaß wirklich auf, bei fundamentalen Christen oder Moslems? Wann ist der öffentliche Protest überhaupt noch ernstzunehmen, wenn die Demonstranten einfach gekauft worden sind? Davon gibt es ja inzwischen nicht so wenige Fälle...

Zu einer Firma wie EA mag Guerilla Marketing sogar noch passen, weil es hierbei um die Vermarktung von Spielen geht, doch sollte nicht auch EA mehr Wert auf Kommunikation und die eigene Reputation legen? In der Vergangenheit hat sich der SIMS-Spielehersteller hierbei eher sehr zurückhaltend gezeigt, wie er zum Start seines Evolutionsspiels Spore deutlich machte. Die Kundenbewertungen auf Amazon sind noch immer sehr negativ. 

Was halten Sie von einer solchen Guerilla Marketing-Aktion?

>> Zahlreiche Fotos von der Marketing-Aktion
>> Spiegel: Christen verdammen Höllenspiel  
>> Spiegel: Virales Marketing: Electronic Arts bezahlte falsche Fundamentalisten 

Klaus Eck

20. März 09

Wie man Social Media im Unternehmen rechtfertigt

Ihr Unternehmen ist noch nicht in die Tiefen des Social Webs vorgedrungen? Dann wird es meiner Ansicht nach langsam Zeit dafür. Ein solcher Schritt zeigt, dass Ihre Firma sich mit neuen Dynamiken im Internet auseinander setzt und bereit ist zu experimentieren. Dadurch machen Sie sich auch für Digital Natives als Arbeitgeber attraktiver, die es gewohnt sind via StudiVZ, Twitter und Facebook zu kommunizieren. Eventuell sind Sie sogar in einer Branche, in der Sie den „First Mover“-Effekt ausnutzen können? Dann ist Ihnen Publicity und das Interesse der Web-Gemeinschaft sicher. Generell ist der Schritt hin zu einer offeneren Kommunikation immer einer, der von außen als positiv bewertet wird. 

Transparenz1. Es fördert die Transparenz im Unternehmen. Sie haben in Ihrem Firmenprofil das Wort Transparenz platziert? Twitter, Blogs und Soziale Netzwerke sind die Orte, an denen Sie die versprochene Transparenz auch beweisen können. Revidieren Sie die Floskeln der traditionellen Organisationskommunikation und machen Sie sich selber greifbar. 

2. Zielgruppen und Multiplikatoren können gezielter angesprochen und mobilisiert werden. Wer sich für Sie interessiert, der sollte auch angesprochen werden. Wer Ihren Corporate Blog besucht oder kommentiert, identifiziert sich als potentieller Interessent. Suchen Sie den Dialog zu Ihren Stakeholdern, Sie werden überrascht sein, wie wertvoll dieser werden kann.

3. Der emotionale Zugang zum Unternehmen wird gefördert. Je mehr Ihr Unternehmen kommuniziert und je stärker es sich durch die Social Media Aktivitäten profiliert, desto mehr "Identifikationspunkte" gibt es für Stakeholder. Die dadurch vereinfachte Identifikation mit Ihrer Organisation oder Ihrem Produkt ist eine hilfreiche Basis für eine neue Art von Kundenbindung: Eine Bindung, die nicht allein durch Preis und Konditionen bestimmt wird, sondern eher von dem, was die Menschen mit Ihnen verbinden. Sie geben Einblicke, zeigen gesellschaftspolitisches Engagement oder sind humorvoll - und erweitern damit die Wahrnehmung Ihrer Organisation um eine persönliche Dimension. 

4. Einsichten werden gewonnen und ermöglicht. Sie glauben gar nicht, für was sich die Menschen so alles interessieren. Setzen Sie die Scheuklappen ab und sehen Sie sich um - Ihr Unternehmen ist voll von interessanten Vorgängen, Ihr Kopf gefüllt mit spannenden Gedanken. Warum teilen Sie diese Dinge nicht mit? Liefern Sie Einblicke und treten Sie so in Dialog mit ihren Stakeholdern. Durch Kommentare und Antworten wird Ihnen immer wieder eine Aussensicht der Dinge dargelegt - das hilft neue Blickwinkel einzunehmen und ihre Organisation als ein lebendiges Ganzes zu betrachten. 

5. Die Masse erleichtert Entscheidungen (Crowdsourcing). Sie haben mehrere Marketing-Ideen und können nicht entscheiden, welche sie umsetzen wollen? Geben Sie die Frage weiter: An Ihre Follower auf Twitter, Fans und Leser. Die Weisheit der Vielen ermöglicht offene Innovationen und hat schon vielen Unternehmen geholfen, neue Wege zu beschreiten. Ihre Stakeholder fühlen sich integriert und respektiert, können eine Rolle annehmen und so noch stärker in Kontakt mit Ihnen treten. Genauso verhält es sich mit Ihren Mitarbeitern - sie sind die wahren Experten in ihren Bereichen, ihre Stimme sollte nicht überhört werden.  

6. Kritik existiert auch so (nur an anderer Stelle). Sie haben Angst vor Kritik in Ihrem Blog oder Ihrem Twitter-Account? Kritik ist zum einen wertvolles Feedback, zum anderen haben Sie so die unterschätzte Möglichkeit, direkt darauf zu reagieren. Auch ohne Ihre Präsenz würden die Kritiker publizieren - nur außerhalb Ihres Sichtbereiches, ohne eine Möglichkeit zur Stellungnahme. Was ist Ihnen lieber?

Gesicht7. Organisationen bekommen Gesichter. Social Media zeigt, richtig angewandt, die Menschen hinter den Markennamen. Gesichtlose Markenaccounts haben es schwer Emotion und Passion zu transportieren, ganz anders verhält es sich mit persönlichen Profilen. Ein Großteil des Lebens Ihrer Mitarbeiter ist ihre Arbeit, ihre Verbindung zu Ihrer Organisation: Wo findet diese bisher Ausdruck? Zeigen Sie die Gesichter, die Ihr Unternehmen zu dem machen was es ist. 

8. Die interne Kommunikation wird besser. Sie verschicken wöchentlich oder gar täglich interne Memos und Newsletter, um Ihre Belegschaft auf dem neuesten Stand zu halten? Wieso stellen Sie diese Informationen nicht in einen internen Blog? So kann jeder frei seine Gedanken dazu äußern, Hierarchieebenen können übersprungen werden und Ihre Mitarbeiter fühlen sich ernst genommen. Bloggende Führungskräfte können mit weniger Zeitaufwand in viel engerem Kontakt zu ihren Mitarbeitern stehen, als sie es durch einseitige Kommunikation tun. 

>> Bildnachweis - Transparenz: flickr / lightmash
>> Bildnachweis - Gesicht: flickr / Gaetan Lee

11. November 08

Blogger als Influencer auf Kaufentscheidungen

Wie relevant sind Blogger wirklich? Inzwischen gibt es Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Blogger durchaus konkreten Einfluss auf unser Leben haben: Dass Konsumenten das Internet als wichtiges Recherchetool während einer Kaufentscheidung benutzen, ist bekannt. Welche Rolle dabei allerdings Blogs spielen, ist noch immer relativ unklar. Ein wenig Licht ins Dunkel bringt eine Studie von Jupiter Research, die im Auftrag von BuzzLogic entstand. Dazu wurden über 2.200 US Online-Konsumenten befragt, die die amerikanische Online-Population repräsentativ widerspiegeln. Im Zentrum der Studie steht die Frage, ob und wie Blogs das Kaufverhalten von Konsumenten beeinflussen können. Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt, wie einflussreich Blogs tatsächlich sind.

50% der Blogleser halten Blogs für eine wertvolle Quelle zur Informationsgewinnung. Besonders gefragt sind sie, wenn es um technische Produkte geht, wie 31% der Leser urteilen. Ebenfalls hilfreich sind sie für:

  • Medien & Entertainment (15%)
  • Spiele und Spielzeug (14%)
  • Sportartikel (14%)
  • Reisen (12%)
  • Autos (11%)
  • Gesundheit (10%)

Als besonders glaubwüdig gelten dabei Blogs, die sich auf eine Nische spezialisiert haben und deren Autoren über das notwendige Fachwissen verfügen.  Dementsprechend gaben 56% der Befragten an, via spezialisierte Blogs die wertvollsten Hinweise erhalten zu haben.

Weiterhin beleuchtet die Studie, an welchen Punkten eines Kaufentscheidungsprozesses Blogs ins Spiel kommen. Von allen Befragten, die Bloginhalte bereits während einer Kaufentscheidung konsultiert hatten, gaben 52% an, dass ihnen die Informationen halfen, mit dem Kauf fortzufahren. Aufgeschlüsselt nach den einzelnen Phasen eines Kaufprozess ergibt sich folgendes Bild:

Entscheidung für ein Produkt oder einen Service: 21%
Auswahl überdenken: 19%
Support und Anworten erhalten: 19%
Neue Produkte entdecken: 17%
Inspiration für einen Kauf: 13%
Einen Kauf durchführen: 7%

Ebenfalls interessant ist, wie sich die Surfgewohnheiten regelmäßiger Blogleser (die mindestens 1x wöchentlich Blogs lesen) entwickelt haben und welche Effekte dies auf Marketing und PR hat. Anstelle von Suchmaschinen (34%) nutzen diese primär Blogs (38%), um interessante neue (Blog-)Inhalte im Netz zu finden. Sie verlassen sich auf Influencer, die ihnen Links empfehlen. BuzzLogic CEO Rob Crumpler sagt dazu:

"Blogs are becoming trusted guides, steering users who are seeking very specific information to places of interest online. Being able to identify where this is taking place across the blogosphere gives us a window into user intent and a means to better target advertising to a qualified audience. This is great news for advertisers looking to maximize value in todayís environment."

>> PR Blogger: W3B: Konsumenten suchen Orientierung im Web
>> PR Blogger: Warum Blogs nicht an Bedeutung verlieren
>> buzzlogic: Blog Influence on Consumer Purchases Eclipses Social Networks
>> buzzlogic Blog: Study: Blogging’s Dead? Someone Forgot to Tell Readers.

Klaus Eck

07. Oktober 08

Kudos Award: Wer mag schon Mobile Marketing?

Es ist mal wieder an der Zeit, sich dem Mobile Marketing zu widmen, denn das Thema hatte ich in den letzten Monaten recht stiefmütterlich behandelt. Zum einen lag es daran, dass es nichts Neues gab, über das ich hätte schreiben wollen,  zum anderen beschleicht mich schon länger das Gefühl, dass das Mobile Marketing einfach nicht in „die Puschen" kommt, wie man bei uns zu Hause sagt. Es scheint, als würde der Motor stottern, obwohl Marketer, technische Lösungsanbieter und Unternehmen weiterhin auf das mobile Marketing setzen. Bei den Kunden kommt es einfach nicht an. Laut einer im Sommer veröffentlichten Studie von Dynamic Logic, ein Millward Brown-Unternehmen, heißt es, dass sich die Akzeptanz  im Bezug auf Handy-Werbung dramatisch im Keller befindet. 75 Prozent der Befragten sprachen sich gegen diese Werbung aus und geben an, dass Mobile Marketing noch aufdringlicher und störender sei als Spam-Mails. Dennoch möchten viele Unternehmen Mobile Marketing weiterhin im Medienmix sehen, denn Mobile Marketing könnte ein weiterer Schlüssel zum Kunden sein, sofern es endlich die Killerapplikation oder vielleicht nur etwas Ähnliches gibt. Zeit wäre es, denn wenn nicht jetzt, wann dann?

So ist denn auch nicht verwunderlich, wenn in diesem Jahr noch die beste mobile Website und die beste mobile Web Kampagne gekürt werden soll. Ausgerufen hat diesen Wettbewerb die Community MobileMonday Germany e.V. und diese verweist auf prominente Unterstützung unter anderem von Horizont.net und der Fachgruppe Mobile im BDVW. Der sogenannte „Kudos Award" (Kudos steht für Ruhm und Ehre) prämiert mobile Websites und mobile Kampagnen und zeichnet die Gewinner mit ordentlichen Preisen aus.   Daniel Melter, Chairman und Co-Founder vom MobileMonday Deutschland hat Hoffnung, denn er betonte gegenüber dem PR-Blogger, dass das Mobile Marketing derzeit wieder einen Aufschwung erfährt und zwar durch den Hype und das Wachstum rund um das Mobile Advertising, was derzeit besonders stark in den USA und in Asien Erfolge verbucht. „Der Zugang zum Kunden wird durch die Möglichkeit, Kampagnen günstig im mobilen Web auszusteuern, erheblich erleichtert. Quasi aus dem Nichts startet 2006 Mobile Advertising mit Text Ads auf bestehenden mobilen Webseiten. Parallel dazu wandelt(e) sich die Strategie der Mobilfunkbetreiber: Der sogenannte 'Walled Garden' Ansatz, bei dem der Mobilfunkbetreiber ihre Kunden im Wesentlichen auf ihrem Portal und den Portaldiensten halten möchten, gehört mehr und mehr der Vergangenheit an – so gewinnen zunehmend frei erreichbare Webseiten und vermehrt auch Anwendungen an Bedeutung, von denen sich die meisten kurz- oder mittelfristig über Werbung refinanzieren möchten", so Daniel Melter.

Das bedeutet für Melter zukünftig, dass mobil-affine Kunden heute direkt durch Text- oder Banneranzeigen im mobilen Web und mobile Anwendungen angesprochen werden könnten. Also wo früher ein Großteil der Mobile Marketing Kampagnen Interessenten aufwendig außerhalb des mobilen Webs warben z.B. durch Promotion Codes auf Verpackungen, Bierdeckeln etc., könnten sie heute einfacher, schneller und kosteneffizienter im mobilen Umfeld agieren. Diese Aussage kann ich nur unterstreichen. Denn der Weg vom Code im Bierdeckel zum Handy kann lang und zermürbend sein. Laut Melter weiter steht Dank der Etablierung von Standards und Vereinheitlichung für das Mobile Advertising dem Erfolg von Mobile Marketing als gewichtiger neuer Kanal nichts mehr im Wege. Ich drücke die Daumen, denn Zeit wird's und die Arbeit sollte endlich von Erfolg gekrönt sein.

Wer sich beim Kudos Wettbewerb bewerben möchte, findet alle Informationen auf www.kudos-award.de . Das Online-Voting findet man unter horizont.net. Die ersten Websites und Kampagnen sind bereits zu sehen.

Wie sehen Sie die neuesten Trends im Mobile Marketing? Glauben Sie an dessen Erfolg?

Heike Bedrich, Talisman

29. September 08

Online-Reputation zum Nachlesen

Am Freitag habe ich das erste Mal mein neues Buch "Karrierefalle Internet" in den Händen gehalten. Es ist immer noch ein besonderes Gefühl, es wirklich physikalisch zu erleben. In der digitalen Welt bin ich seit vielen Jahren zuhause. Doch das Echte bleibt dennoch ein Wert an für sich. Deshalb freue ich mich sehr darüber, es endlich wirklich zu sehen und möchte es Ihnen ebenfalls zusammen mit meinem Erstlingswerk "Corporate Blogs" "zeigen".

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Zum Glück gibt es auch noch einige digitale Errungenschaften, die es Ihnen ab sofort ermöglichen, einige Auszüge und das Inhaltsverzeichnis des Buchs via Amazon zu lesen.

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Eine Facebook-Gruppe zum Thema Online-Reputation habe ich vor einigen Wochen ebenfalls eingerichtet, zu der ich Sie hiermit herzlich einlade. Darüber hinaus wird in Kürze auch noch eine Website zum Buch folgen, die ich dann ebenfalls im PR Blogger vorstellen werde. Lassen Sie sich überraschen.

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Ab dem 1. Oktober ist die "Karrierefalle Internet" dann auch im Handel erhältlich, sodass Sie sich selbst davon ein Bild machen können. Ich wünsche Ihnen viel Spass bei der Lektüre und freue mich auf Ihr Feedback.

>> PR Blogger: Neues Buch: "Karrierefalle Internet" & Online Reputation Management
>> Fragen zu Rezensionsexemplaren (dito)

Klaus Eck

23. September 08

Ford-Projekt: Wie spreche ich am besten Blogger an?

Märkte sind Gespräche, doch diese sollten professionell geführt werden. "Ihre Mitglieder kommunizieren in einer Sprache, die natürlich, offen, ehrlich, direkt, witzig und häufig schockierend ist. Ob Erklärung, Beschwerde, Spaß oder Ernst, die Stimme des Menschen ist unverkennbar echt. Sie kann nicht gefälscht werden", so heißt es im Cluetrain Manifest.

Einige Agenturen schreiben Blogger gezielt an, in der Hoffnung von den Influencern wahrgenommen und verlinkt zu werden. Es ist das gute Recht jedes Unternehmens, mit seinen Kunden in den Dialog zu treten. Nur sollte es dabei auch die Bedürfnisse ihrer Ansprechpartner berücksichtigen und mit seiner Stimme kommunizieren. Auf keinen Fall sollten PR-oder Werbe-Agenturen einfach alle Blogger, die scheinbar relevant sind, in ihren Verteiler aufnehmen und automatisiert anschreiben.

Heute Morgen erhielt ich eine durchaus typische E-Mail von "We Are Social", die ein europäisches gemeinschaftliches Kunstprojekt namens ThisIsNow vorstellt.

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Das Projekt scheint spannend zu. Es werden Videos von Künstlern vorgestellt und Kunststudenten aus ganz Europa aufgefordert, Arbeiten zu ihrer ganz eigenen Interpretation von "Now/Jetzt" einzureichen. Außerdem spielt das Projekt mit Flickr-Bilderwelten. Einige der besten Bilder und Filme aus der ersten Stufe wurden im europaweiten TV-Spot für den Ford Fiesta verwendet, der gerade erst Premiere feierte.

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Fiesta This is Now Deutsch 30" from Fiesta on Vimeo.

Alles gut und schön und durchaus für den einen oder anderen Blogger von Interesse. Aber letztlich scheint es bei dem ganzen Projekt nur darum zu gehen, eine Werbekampagne zu pushen. Es wird getwittert (37 Followers), gebloggt und sogar auf Facebook gesetzt. Doch bisher fehlt es an Kommentaren und anscheinend auch noch an Reaktionen auf das "Social Media Marketing".

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Doch es werden in der Kommunikation der Kampagne zu Beginn entscheidende Fehler gemacht. Schon der erste Eindruck ist trotz der bunten Bilderwelten negativ, weil ich in der E-Mail - ohne darum gebeten zu haben - erbarmungslos geduzt werde. Ich kenne den Absender nicht, habe keinerlei Kontakt zur Agentur und auch nicht zu Ford. Mein Name scheint zudem unbekannt zu sein: Denn erhalte ich folgendes:

Hallo,

Mein Name ist Claudius und Ich arbeite für We Are Social (Wir helfen unseren Kunden unter anderem, mit Bloggern in Kontakt zu treten).

Wir arbeiten aktuell mit Ford zusammen, die aktuell eine Kampagne für den Ford Fiesta gestartet haben, die Dich als Blogger interessieren könnte.

(...)

Wir werden in Kürze auch Kunst-, Design-, Mode- und Fotografie-Blogger aus ganz Europa ansprechen und um Ihre Teilnahme bitten. Zudem bieten wir die Möglichkeit, Gastkurator im This is Now-Blog zu werden und so eigene Interpretationen vor größerem ´Publikum zu teilen.

Die Mail ist etwas länger geworden, aber das passt wohl ganz gut zur Kampagne.

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen
Claudius

Natürlich bin ich aufgrund des Anschreibens neugierig geworden und habe mir den Absender näher angesehen. Wer ist Claudius, war nur eine meiner Fragen. Immerhin war die E-Mail eindeutig mit seinem Nachnamen H. und dem Unternehmen "We are Social" versehen. Doch schon das Blog von Claudius verwirrte mich weiter und weckt nicht unbedingt mein Vertrauen:

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Nun gut, es ist vielleicht ein privates Blog. Doch wie sieht es mit der Website der Agentur aus:

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Ich lerne nichts über das Unternehmen, erfahre nichts über die Mitarbeiter der Social-Media-Agentur und kann sie allenfalls per E-Mail ansprechen. Ein Impressum gibt es ebenfalls nicht. Warum hat man auf jegliche "Online-Kommunikation", die den Namen verdient, verzichtet? Irgendwie wirkt die ganze Aktion eher leblos -es fehlen die Menschen. Deshalb frage ich mich, ob der Claim und die Unternehmensbezeichnung "We are social" wirklich so passend ist. Der Online-Reputation ist all das jedenfalls nicht unbedingt förderlich.

Klaus Eck

04. Juli 08

Stöckchen-Benchmarking für Marketing-Blogs

Wann ist ein Blog eigentlich erfolgreich? Was macht ein gutes Marketing-Blog aus? Das sind Fragen, die nicht nur die Blogosphäre seit jeher beschäftigen. Vor einigen Tagen wurden mir von einigen Bloggern die Fragen per "Stöckchen" zugestellt. Grund genug, mal wieder darüber nachzudenken und Anworten zu finden:

1. Seit wann gibt es das Blog?

Am 28. Juli werde ich das 4-jährige Bestehen des PR Bloggers feiern. Trotz Twitter und Friendfeed werde ich auch weiterhin dem Bloggen treu bleiben, nicht in den Blogblues einstimmen und hoffentlich irgendwann den Artikel Nr. 2000 online stellen.

2. Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?

Einen konkreten Auslöser hat es nicht gegeben, aber ein großes Interesse am Online-Pubslihing hat dazu begetragen. Begonnen hat mein Blogger-Leben bereits im März 1999 mit einem privaten Online-Tagebuch. Zunächst ging ich an das Thema Bloggen sehr spielerisch heran und versuchte, das Konzept des Tagebuchschreibens direkt ins Digitale zu übertragen – wie Sie an meinem ersten Online-Tagebucheintrag erkennen können:

"Der erste Eintrag, Beginn des neuen virtuellen Lebens. Sich online preisgeben, ohne zu wissen, wohin es führen mag. Versuch an der eigenen Person, in der Hoffnung, einige Leser nicht zu langweilen. Ohne Pflicht zum täglichen Rapport werde ich alle paar Tage meine alltäglichen Gedanken und Erlebnisse ins digitale Paper tippen. Keine papiernen Vorgaben eines klassischen Tagebuches mehr, stattdessen ein Anything Goes. Der Weg zur digitalen Person oder nur die Eitelkeit eines Online-Fabulierers? Wer kann das schon sagen." (März 1999)

Damals brach ich nach einem halben Jahr mein kleines Experiment wieder ab, weil ich mein privates Leben nicht öffentlich ausstellen wollte. Der Gedanke einer digitalen Persönlichkeit hat mich aber bis zum heutigen Tag noch nicht losgelassen. Im April 2002 machte ich schließlich meine ersten Gehversuche mit klassischen Blog-Systemen wie Blogger.com, 20six und Movable Type. Vor dem Start des PR Blogger investierte ich gemeinsam mit einigen IT-Journalisten viel Zeit in den Aufbau von cyDome.de, ein Blog, in dem wir über Content Management, Internetthemen, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik geschrieben haben.

3. Welchen Zweck hat das Blog?

Der PR Blogger dient sicherlich dem eigenen Online Reputation Managenement, soll aber auch den Lesern einen guten Einblick in die neuen Trends der Online-Kommunikation vermitteln. Das Blog hat sich längst für mich als effektives Verkaufsinstrument erwiesen, mit dem ich nicht nur Bücher über "Corporate Blogs", sondern auch Beratung verkaufen kann. Es gibt außerdem meinen Kunden einen kleinen Einblick in meine Arbeit und zeigt, wie ich über bestimmte Dinge denke und womit ich mich inhaltlich auseinandersetze. Durch das Bloggen ist meine Arbeit für Außenstehende wesentlich transparenter geworden, sodass diese einschätzen können, ob ich als Dienstleister zu ihnen passe.

4. Was hat das Blog bisher „gebracht?

Nun - direkte Einnahmen über Werbung habe ich nicht eingenommen, weil ich sie bislang nicht eingeplant hatte. Das kann sich in Zukunft ändern, aber wird nie einen großen Raum einnehmen. Dank des PR Bloggers erhalte ich regelmäßig Anfragen von Journalisten, nehme an zahlreichen Veranstaltungen zu Marketing- und PR-Themen teil und habe ich meine Beratungsleistungen sehr gut verkaufen können. Insofern ist der PR Blogger für mich persönlich ein großer Erfolg.

Zum Stöckchenspiel gehört auch die Weitergabe desselben, deshalb würde ich mich freuen, wenn folgende Blogger ebenfalls einige Antworten auf die Fragen geben könnten: Jochen Mai (Karrierebibel), Ralf Zosel (Beck Blog), Bernd Pitz, Johannes Woll und Ehrhardt F. Heinold.

>> via Marketing-Blog-Stöckchenwurf: Was bringen Marketing-Blogs?

Klaus Eck

02. Juni 08

netnography08: Die Kunden an die Macht?

2,7 Millionen Treffer finden sich bei einer Google-Suche, wenn Sie den Terminus "User Generated Advertising" eingeben. Geschrieben und diskutiert wird demnach viel über das Thema, doch trotzdem ist es für viele Unternehmen und Kommunikationspraktiker noch immer ein rotes Tuch. Denn den Konsumenten die Macht über die eigene Marke in die Hand zu geben, indem man sie Werbespots, Plakate und Kommunikationsaussagen selbst entwickeln lässt, erscheint vielen Marketiers eher als Bedrohung. Kontrollverlust heißt das häufig angeführte Schlagwort. Dass die Nutzer in Blogs, Foren und Social Networks sich ohnehin schon mit den Marken auseinandersetzen und damit aktiv auf die Reputaton einer Marke einwirken, wird dabei oft außer Acht gelassen. Ist es nicht so, dass Ihre Marke immer das darstellt, was Sie als Kunde darüber sagen?

Eine gute Gelegenheit sich mit dem Thema näher zu beschäftigen, könnte der Vortrag von Michael Frank, Geschäftsführer der Plan.net Gruppe, auf der netnography08 sein. Ich bin gespannt darauf. Schließlich will er erläutern, ob es sich bei Social Media um einen positiven Megatrend oder eine Gefahr für die Markenführung handelt und wie sich Kommunikationsstrategien künftig auf die Entwicklungen im Internet einstellen sollten. Zudem liefert er Antworten darauf, was die zunehmende Fragmentierung im World Wide Web für die klassische Zielgruppensegmentierung bedeutet. Ebenfalls will Frank darüber Aufschluss geben, welche Bedingungen ein Unternehmen erfüllen muss, um die neuen Potentiale für die eigene Kommunikation nutzen zu können und welche Unternehmen noch einen längeren Weg vor sich haben.

Wollen Sie sich also mit den neuen Kommunikations-Bedingungen im Web näher auseinandersetzen, dann empfehle ich Ihnen einen Besuch der netnography08. Für alle die nicht selbst vor Ort sein können, werde ich im PR Blogger ausführlich von der Veranstaltung berichten.

Klaus Eck

>> netnography08 Website
>> PR Blogger: Netnography: Social Media als Quelle für Marketing und Produktinnovation
>> IM Marketing Forum: Wissenswert: Kommunikationstrend User-generated Advertising
>> Off the record: Grabgesänge für die klassische Werbung

30. Mai 08

Eine kleine Geschichte der Reichweite

Der Unterschied der Begriffe "Einschalt-Quote" und "Nutzer-Zahlen" sagt an sich schon alles. Obwohl sich TV- und Internet- Nutzer in der Art der Mediennutzung grundsätzlich unterscheiden, wird alles mit dem gleichen TKP (Preis für tausend "Kontakte") gemessen.

Ein kleines Zahlenspiel, dass wir auf der Webinale gemacht haben: Sat1 hat eine durchschnittliche Reichweite von 9,8% für das Jahr 2007/2008. Damit liegt der Sender im Mitteldfeld. Der GfK Monitor misst insgesamt 72,85 Mill. Zuschauer in 34,1 Mill. Haushalten. Das ergibt eine absolute Reichweite für Sat1 von gleichzeitigen 7.139.300 Zuschauern (die natürlich auch nach Tageszeit und Programm stark differenziert).

Können Sie sich vorstellen, auf wie vielen Internet - Plattformen mit mindestens so vielen aktiven, aber nicht immer gleichzeitigen "Zuschauern", Sie für das gleiche Geld werben können? Ein ganzes Jahr lang, nicht nur für eine Kampagne - und mit mehr als einem Werbeformat. (StudiVZ hat z.B. 180 Mill Visits / Monat).

Es ist also nicht die Reichweite (Quantität), die die Medien unterscheidet, sondern die Qualität der Nutzung. Unterschiede liegen in der aktiven vs. passiven Nutzung des Mediums, in der Zeit (TV ist schneller "in der Breite", Internet länger) und dem Format (siehe Blogbeitrag - Seite 5 - Größenvergleich der Medien, die alle mit dem gleichen TKP gemessen werden). Ein TV Spot ist in der Wirkung intensiver als ein Banner, aber weniger als eine Microsite - und das auch nur, wenn jemand hinschaut.

Ich denke, als typisches Argument greift das Thema Emotionalität ebenfalls zu kurz, denn sowohl Events, als auch eine Geschichte oder ein Bild können hochgradig emotional sein. Das liegt an der Umsetzung und nicht am Medium. Es wird also höchste Zeit, neue Meßkriterien für die Wirkung von Werbung zu entwickeln. Zumal die Unterteilung der Kunden nach Demografie oder Lifestyle immer weniger ausreicht.

>> Einschaltquoten TV: Quotenmeter.de - Das Online-Fernsehmagazin
>> Nutzerzahlen Online: IVW (ersten Button klicken - dann nach Visits sortieren)

Michael Domsalla, KMTO

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