Klaus Eck, der Herausgeber des PR Bloggers, ist Kommunikationsberater und Reputation Manager.
Er hilft Unternehmen beim Aufbau einer eindeutigen Online-Reputation und bei der Entwicklung von Online-Relations.
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Klaus Eck
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Meinen ersten Tweet habe ich am 13. März 2007 veröffentlicht, damals war es nur ein erster Test, um herauszufinden, was das Neue am Twittern ist und ob sich Twitter in der Unternehmenskommunikation einsetzen lässt. 140 Zeichen sind schließlich schnell verfasst. Doch wer hätte gedacht, dass sich dadurch mein ganzes Informationsmanagement auf den Kopf stellen und ich heute immer noch twittern würde. Ich bin froh darüber, mich Twitterer nennen zu dürfen und schicke wochentäglich viele Tweets in die Welt, in der ich meistens auf Links verweise, mit einigen Kontakten kurze Online-Dialoge führe und nicht wenige Direct Messages verschicke. Auf diese Weise konnte ich viele Menschen besser kennenlernen und gute (Offline-)Gespräche führen.
Twitter ist längst ein spannendes Instrument für viele Kommunikatoren geworden und sollte zur Online-PR einfach dazu gehören. Das hat die bisherige Entwicklung mir deutlich gezeigt. Nach zwei Jahren habe ich selbst bereits 5555 Updates publiziert. Inzwischen soll es hierzulande rund 50.000 passive oder aktive Twitter geben, weltweit sind es rund 6 Millionen Nutzer - das ist noch keine große Zahl, aber dennoch mehr als ich damals erahnt hätte. Hatte ich vor genau einem Jahr erst 500 Follower sind es inzwischen bereits 3.194 Follower geworden. Darunter sind jedoch zahlreiche Influencer (Blogger, Networker, Journalisten, PR-Profis etc.).
Kein Wunder also auch, dass ich sogar Workshops zum Thema "Corporate Twitter" in Unternehmen durchführe und dabei in PR und Marketing berate, wie man effektiv Twitter in der Kommunikation einsetzen kann. Denn ganz so leicht und erfolgreich, wie viele es sich denken, ist das Twittern auch wieder nicht. Schließlich geht es beim Corporate Twittern immer auch um Kommunikationsziele, die man damit erreichen will.
Corporate Newsletter sind meiner Ansicht weniger erfolgsversprechend wie Twitter. Auf E-Mail-Newsletter verzichte ich als Leser schon seit einigen Jahren. Ich abonniere diese Informationsquellen höchst selten, weil man nie so genau weiß, welche Qualität sich hinter dem Betreff einer E-Mail versteckt. Leider bekommt man von Unternehmen häufig nur eine Art von nicht maschinengenerierten Spam zugeschickt, der nicht meinen Lesebedürfnissen entsprciht. E-Mail-Programme eignen sich viel besser für die 1:1 Kommunikation und weniger zum Lesen von Nachrichten.
Stattdessen entscheide ich lieber aufgrund der Überschrift in meinem Google Reader, ob ich den Inhalt lese oder nicht. Mein RSS-Konsum ist durch das Twittern erheblich zurückgegangen. Das liegt vor allem daran, dass die von mir abonnnierten Twitterer ihre Links posten und oftmals für mich vertrauensvolle Quellen darstellen, denen ich gerne folge. Wenn ich einen Twitterer gut einschätzen kann und die Qualität seiner Links schätze, vertraue ich seinem Urteil und klicke häufiger auf den Teaser-Tweet.
Skype und Social Bookmarking nutze ich zwar noch, aber viel weniger, weil das inzwischen auch sehr gut über Twitter funktioniert. So kann ich meine Tweets über Friendfeed vorab in thematischen Räumen wie zum Beispiel "Karrierefalle Internet" oder "PR Blogger" sortieren und gleichzeitig als Twitterartikel in die Followerwelt schicken. Es macht viel mehr Spass seinen Livestream twitternd zu bedienen und direkt darauf ein Feedback zu erhalten, als nur die Links in Social Media Blackboxen abzulegen, ohne dass sich auf Mister Wong oder Delicious wirklich viel bewegt.
In diesem Sinne möchte ich mich an dieser Stelle auch bei all meinen Followern bedanken und freue mich auf Ihre Anregungen und Ihr Feedback.
>> PR Blogger: 18 Anti-Twitter-Thesen
>> Das PR Blogger Twitter-Konzept
>> PR Blogger: 30 Tipps zum erfolgreichen Twittern
>> Twitter-Tools 7: Effizienter followen mit Twimailer
>> Twitter-Tools 6: Twitsnip - Zeit sparen beim Twittern
>> Twitter-Tools 5: Einladen via Twtvite - welche Twitterer kommen am Sonntag?
>> Twitter-Tools 4: Twitter-Umfragen via twtpoll
>> Twitter-Tools 3: Analysieren der Follower mit Mr. Tweet
>> Twitter-Tools 2: Twitterautomatik dank Twollow
>> Twitter-Tools 1: Mehr über Twitterleser erfahren dank Twittfriends
Klaus Eck
"Maes showed a video of her student Pranav Mistry who she describes as the brains behind the project. Mistry wore the device on a lanyard around his neck, and colored Magic Marker caps on four fingers (red, blue, green and yellow) helped the camera distinguish the four fingers and recognize his hand gestures with software that Mistry created. The gestures can be as simple as using his fingers and thumbs to create a picture frame that tells the camera to snap a photo, which is saved to his mobile phone. When he gets back to an office, he projects the images onto a wall and begins to size them." (Wired)
Klaus Eck
Die E-Mail-Kommunikation wird immer unwichtiger, heißt es in einer aktuell veröffentlichten Studie des Nielsen Instituts mit dem Namen „Global Faces and Networked Places“. Die Marktforscher setzen sich darin mit der Entwicklung und Verbreitung von sozialen Netzwerken auseinander, die zurzeit ein enormes Wachstum verzeichnen. Anscheinend löst das Social Networking "die klassische "alte" E-Mail-Kommunikation ab. So haben die Social Networks und Blogs mit einer Reichweite von 66,8 Prozent die E-Mail vom Platz 4 der populärsten Bereiche im Web verdrängt.
Am schnellsten wächst das Social Network Facebook. Es scheint so, als wenn immer mehr Menschen auf Social Media als Alternative zur E-Mail setzen und damit eine persönlichere Kommunikaton wählen. Der schnelle Austausch kann längst über Instant Messenger, Twitter und Social Networks erfolgen. Dafür ist der formale Charakter einer E-Mail nicht mehr unbedingt notwendig.
Die Funktionsvielfalt der Social-Media-Plattformen ermöglicht einen sehr viel differenzierteren Umgang mit der Online-Kommunikation. E-Mail ist nicht immer ein Must, auch wenn offizielle Business-Informationen sicherlich weiterhin noch per E-Mail verschickt werden. Schließlich gibt es (unverständlicherweise) auch noch das FAX in der Kommunikation. Doch wenn man sich online schnell austauschen will oder nur den ersten Kontakt aufnehmen, dann reicht Xing, Facebook und co. völlig aus.
Geburtstagsgrüße lassen sich über Twitter, Xing-Nachricht oder Pinboard-Eintrag auf Facebook mitteilen. Dafür bedarf es längst keiner (wichtigen) E-Mail mehr. Mit dem Alter der Onliner hat das Nutzerverhalten immer weniger zu tun, betrachtet man die Entwicklung beispielsweise auf Facebook. Die Internet-Anwender werden auch in den Social Networks älter:
Die Gründe für die langsame Abkehr von der E-Mail sind naheliegend. Schließlich ist das Spam-Problem nach wie vor ein großes Defizit in der E-Mail-Kommunikation. Der Maschinenspam lässt sich vielleicht noch filtern, aber wie ist mit den nicht verifizierten Kontakten, die Sie mit ihren vielen E-Mails nerven? In einem Social Network können Sie oftmals festlegen, ob und wer Sie anschreiben kann. Selbst die Privatsphäre lässt sich dort einigermaßen verwalten. Und per Twitter und Facebook sind Sie ohnehin leichter erreichbar, weil man sieht, ob Sie am Schreibtisch sitzen und selbst aktiv an Ihrem Livestream arbeiten. In jedem Falle haben Sie in der Social-Network-Kommunikation eine größere Sicherheit und können damit rechnen, Ihren Adressaten direkt zu erreichen, selbst wenn es in den Social Networks natürlich auch eine große Gefahr für die Verzettelung gibt. Oder schauen Sie in jedem Ihrer (zahlreichen?) Netzwerke rein und lesen Ihre Post innerhalb von 24 Stunden?
Wie stark nutzen Sie eigentlich Ihre Social Networks für die direkte Kundenkommunikation?
>> Direktlink zum .pdf der Nielsen-Studie "Global Faces and Networked Places"
>> Blogpost zur Studie von Nielsen Wire
>> Briansolis.com - Social Networks Now More Popular than Email; Facebook Surpasses MySpace
>> Mashable.com - Social Networking More Popular Than Email
>> Crossmediale Kommunikation - Wachstum bei Social Networks und Blogs
>> The Guardian -Social networking and blogs now more popular than email, says Nielsen
>> Netzökonom - Web 2.0 auf der Überholspur im Internet
Klaus Eck
In Zeiten des Wandels (oder der Wirtschaftskrise) wird die Online- wie Offline-Kommunikation immer wichtiger. Wer sich in seine Organisation (Schneckenhaus) zurückzieht, aus allem ein Geheimnis macht und sich nur mit sich selbst beschäftigt, verliert schnell den Kontakt zu seinen Kunden. Es fällt vielen Unternehmen schwer, den richtigen kommunikativen Zugang zu ihren Zielgruppen zu gewinnen. Hierbei wird vor allem die Online-Kommunikation häufig vernachlässigt und nur auf statische Texte gesetzt. Dabei reicht es heute längst nicht mehr aus, manchmal eine Pressemitteilung oder eine News auf der eigenen Website zu aktualisieren und sich ansonsten in Schweigen zu hüllen.
Falls Sie als Corporate Blogger aktiv twittern, sollten Sie gezielt die positiven Effekte des Microblogging Tools Twitter für Ihr Branding nutzen. In diesem Blogartikel möchte ich Ihnen einige kleine Tipps dazu geben.
Zum Jahresanfang 2009 wird vielen Twitterern bewusst, wie fragil ihre digitale Existenz mitunter doch ist. Wer sich im Urlaub sicher wähnte und eine Twitterpause eingelegt hat, dürfte sich wundern, wenn sich in der Zwischenzeit die eigene Online-Identität verselbstständigt hat. Das haben 33 Promis erlebt, deren Twitter-Accounts von Unbekannten übernommen worden sind.
In einer offiziellen Erklärung heißt es im Twitter-Blog-Artikel vom 5. Januar 2009:
What Happened?
The issue with these 33 accounts is different from the Phishing scam aimed at Twitter users this weekend. These accounts were compromised by an individual who hacked into some of the tools our support team uses to help people do things like edit the email address associated with their Twitter account when they can't remember or get stuck. We considered this a very serious breach of security and immediately took the support tools offline. We'll put them back only when they're safe and secure."
Vielen Lesern wird dadurch schnell klar geworden sein, dass Obama Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden ist. Andere Promis wie die Popsängerin Britney Spears hatten weniger Glück. In ihrem Namen wurde Unflätiges gepostet. Aber auch Medienhäuser waren unter den Betroffenen. So hatten die Hacker einen Twitter-Account von Rupert Murdochs Fox News übernommen.
Doch es lauern noch weitere Gefahren auf aktive Twitterer: Phisher sprechen gezielt Twitterer an, um an deren Login-Daten zu gelangen. Dazu senden sie den Microbloggern direkte Nachrichten mit fragwürdigen Inhalten zu. Wer von Unbekannten oder auch (gehackten?) Bekannten seltsame Twitter-Messages im Stile von "Hey! check out this funny blog about you", sollte lieber darauf verzichten, den Link zu überprüfen und auf keinen Fall in der daraufhin aufgerufenen (nachgemachten Phishing-) Twitter-Seite seine Twitter-Passwörter abgeben. Ansonsten könnten Ihre Twitter-Kontakte sich über Ihre Spam-Tweets wundern.
9 Tipps zum sicheren Twittern
Falls Sie sich regelmäßig, auf Applikationen von Dritt-Anbietern mit Ihren Twitter-Daten einloggen, sollten Sie sich Gedanken über die Sicherheit Ihrer digitalen Identität machen. Am besten beherzigen Sie folgende Tipps, wenn Sie künftig sicher twittern wollen:
>> Meedia: Obama & Britney: Twitter-Konten gehackt
>> heise Security - 06.01.09 - Micro-Blog Twitter gehackt
>> Lummaland: Sicherheitsprobleme bei Twitter immer schlimmer
>>TechCrunch: Twitter Gets Hacked, Badly
Klaus Eck
Können Sie sich vorstellen, dass Sie künftig die Google-Suchergebnisse selbst so gestalten können, wie Sie es sich am liebsten wünschen? Das Suchmaschinenranking ist für viele Unternehmen, aber auch für einzelne Personen von großer Bedeutung, weil sie darüber online oftmals als erstes wahrgenommen werden.
Ab sofort bietet Google Search Wiki allen US-Bürgern die Möglichkeit, sich in der US-Google-Suche selbst die Suchergebnisse anzupassen, umzusortieren, zu löschen oder zu kommentieren. Im folgenden sehen Sie das Beispiel TechChrunch:
Dummerweise sehen Sie die kleinen Manipulationen nur als registrierter Google-User. Auf Ihr reales Suchergebnis und damit Ihre Online-Reputation wirkt sich das nicht unbedingt aus. Aber immerhin können US-Nutzer dadurch ihre Suchen für sich etwas erleichtern und viele Dinge schneller finden, ohne dazu noch unbedingt Bookmarks zu benötigen. Nebenbei erfährt der Suchmaschinengigant außerdem noch viel über die Interessen seiner Nutzer und kann die Ergebnisse sicherlich auch irgendwie für den Google Index nutzen.
Einen guten Überblick über die einzelnen Funktionen der neuen Google-Suche liefert das Google Search Wiki Video:
Wenn sich die Mitarbeiter eines Unternehmens als Team unter einem gemeinsamen Google-Account einloggen, können Sie sehr gezielt und einfach ihre "Bookmarks" in die Organisation einfließen lassen und dadurch den Information Workflow erheblich verbessern. Insofern finde ich die Innovation sehr hilfreich und bin gespannt, wann wir auch hierzulande eine derartige personalisierte Suche nutzen können.
Auf der anderen Seite können natürlich die SearchWiki User mit ihren Kommentaren, die zurzeit nur für die anderen Toolnutzer und Google-Account-Besitzern in den USA sichtbar ist, auch negative Kommentare zu einer Marke verfassen, sodass nach einer größeren Verbreitung von SearchWiki die Kritik online nicht mehr nur einen Klick entfernt, sondern sogar direkt unter der Unternehmenspräsenz sichtbar ist. Das kann sich mitunter sehr negativ auf die Markenwahrnehmung auswirken. Für die Unternehmen stellt es eine neue Herausforderung dar, ihr positives Image mit Hilfe ihrer Kunden zu verbessern und diese zu positiven Reaktionen zu veranlassen.
Wer weiß, wie sich das noch auf die Suchmaschinenoptimierung - das SEO - auswirken wird. Vielleicht könnte das menschliche Verhalten an so manchen Stellen den SEO-Ansatz in Frage stellen, weil Google durch das Verhalten seiner Nutzer immer bessere Hinweise auf deren Suchbedürfnisse erhält. Was meinen Sie dazu? Ist das vielleicht sogar schon das Ende des SEO?
>> Google Blog: Searchwiki make search your own
>> Claudia Sommer: GOOGLE SEARCHWIKI
>> DEBug:Google rankt jetzt userbasiert. Searchwiki macht aus jedem Suchergebnis ein Digg-Wiki-Kommentar-Social-Ding
Klaus Eck
Es ist für ein Energieunternehmen nicht leicht, eine erfolgreiche Social-Media-Kampagne aufzubauen. Schließlich können die Online-Maßnahmen in diesem politisch brisanten Umfeld (Stichworte: AKW, Kohle) sehr viele Emotionen entfachen. Vattenfall hat bei seiner Aktion mit der Klimaunterschrift anfangs auf jegliche Kommentarmöglichkeiten verzichtet und erhält inzwischen viele harsche Reaktionen auf der eigenen Site. Außerdem gibt es ein offizielles Facebook-Angebot von Vattenfall, in dem jeder eigene Fotos und Texte einstellen kann.
Das haben bislang erst wenige Facebook-Mitglieder für sich entdeckt. Dennoch zeigt der Stromanbieter hiermit eine offene Flanke in der Online-Kommunikation und macht sich unmittelbar angreifbar. Bislang reagiert er auf die kritischen Anmerkungen im eigenen Facebook-Bereich auch nach mehreren Tagen noch nicht und lässt zu, dass Greenpeace-Aktivisten und andere Kritiker das kleine Social-Media-Angebot quasi übernommen haben.
So meint Claudia Sommer,
Webmanager bei Greenpeace: "Ich bin über die Vattenfall-Website auf den
Facebook-Account gestoßen und fand es wunderbar, dass es möglich ist,
einige kritische Kommentare direkt auf einer Vattenfall-Seite zu
hinterlassen. Das haben wir dann auch gleich gemacht."
Neben einem kurzen Text hat sie auf Facebook Bilder und ein Video eingestellt, auf dem einige Greenpeace-Aktivisten sich kritisch mit Vattenfall auseinandersetzen. Außerdem verweist sie auf dem Pinboard mit einem Link direkt auf die etwas andere Klimaunterschrift-Website von Greenpeace.
Der Umweltverband lässt sich die interaktiven Chancen nicht entgehen und verstärkt seit gestern mit einem YouTube-Video den öffentlichen Druck im Internet auf Vattenfall. Dieses Video hat Greenpeace auch in den Facebook-Auftritt Vattenfalls als "Fan-Video" eingestellt:
Schon beim Beginn der Social-Media-Kampagne machte Vattenfall einen strategischen Fehler, indem das Energieunternehmen die Webadresse klimaunterschrift-vattenfall.de nicht selbst zumindest als Weiterleitungsadresse angemeldet hat. Damit machte es seinen Kritikern sehr leicht, unter dieser Adresse ein Anti-Campaigning aufzubauen.
Bei aller Kritik halte ich grundsätzlich den Ansatz des Energiekonzerns für richtig, sich der Kommunikation mit Gegnern wie Freunden zu öffnen. Allerdings sollte man nie einen einmal aufgebauten Online-Bereich einfach anderen überlassen. Ohne aktives Community Management funktionieren die Social Media Aktivitäten in der Regel nicht. Das ist immer personalintensiv, schützt dann aber auch in der Krise vor Angriffen. Warum hat Vattenfall bislang noch nicht auf die Angriffe reagiert? Keine Reaktion ist auch ein Statement und schützt vor weiteren Anfeindungen nicht unbedingt.
Wenn ein Unternehmen sich auf das Social Media Marketing einlässt, sollte es unter anderem immer folgende 8 Social-Media-Tipps berücksichtigen:
1. Die Kunden können und wollen im Web 2.0 auf Fragen antworten. Somit entsteht ein neuer Kommunikationskanal zum Unternehmen.
2. Wenn ein Unternehmen nicht selbst Feedback-Möglichkeiten einräumt, wird es für unzufriedene Konsumenten auch alternative Chancen geben, im Web aktiv zu werden. (Beispiel: Spore)
3. Jedes Social Media-Angebot benötigt adäquate personelle Ressourcen und ein aktives Community Management. Ansonsten sind "Übernahmen" sehr schnell möglich.
4. Auch wenn ein Social-Media-Angebot nur ganz klein und unbedeutend sein mag, kann es auf die gesamte Marke ausstrahlen und von Journalisten und Blogger entdeckt werden. Daraus entsteht sehr schnell ein Krisen-Issue.
5. Ohne Krisen-Szenario scheitert eine Social-Media-Kampagne sehr schnell.
6. Von selbst wird eine Online-Aktion nicht unbedingt bekannt. Die meisten Aktionen entfalten nicht aus sich selbst heraus eine virale Wirkung. Deshalb müssen sie aktiv promotet werden. Ohne Community Buildung funktioniert es nicht.
7. Das Web vergisst nichts. Alle Aktionen sind auch noch viele Jahre später sichtbar.
8. Die Echt-Zeit-Kommunikation des Webs stellt eine völlig neue Herausforderung für die Organisationsstrukturen eines Unternehmens dar und verlangt nach neuen Antworten, damit man dem gewachsen ist.
>> PR Blogger: Greenpeace und Vattenfall setzen auf die Macht der Konsumenten (3. November 2008)
Update: Seit dem 10. November 2008 ist es nicht mehr möglich, auf Facebook textuelle oder bildliche Antworten zu hinterlassen. Das Greenpeace-Video wurde inzwischen sogar entfernt, nicht aber die kritischen Texte auf dem Pinboard. Deshalb dürfte der eine oder andere Energiekonzern-Kritiker sicherlich von Zensur sprechen. So weit würde ich nicht gehen, aber warum stellt Vattenfall nicht einfach neue Texte, Bilder und Videos ein, dann wäre die Kritik auf Facebook ohnehin nicht mehr so präsent. Es wirkt ein wenig wie eine Kapitulation, wenn das Energieunternehmen nicht einmal auf die wenigen Kommentare richtig reagieren kann. Schade, eine Kommunikationschance blieb ungenutzt.
Klaus Eck
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