Klaus Eck, der Herausgeber des PR Bloggers, ist Kommunikationsberater und Reputation Manager.
Er hilft Unternehmen beim Aufbau einer eindeutigen Online-Reputation und bei der Entwicklung von Online-Relations.
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Klaus Eck
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« Februar 2009 | Start | April 2009 »
Verfasst von klauseck am 31. März 09 um 15:14 in Online Reputation | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: Facebook, Fotos, Gesichtserkennung, Online-Profil, Online-Reputation
Die Twitter-Kommunikation ist einer der neuesten Trends in der Online-Welt. Viele „Twitterer“ gestalten dabei bereits ihre Twitter-Homepage und ihren Personal oder Corporate Brand individuell. Oberflächlich gesehen bietet Twitter zwar nur wenige Möglichkeiten, das Design der Twitter-Seite zu beeinflussen: Ändern lassen sich lediglich Schriftfarben, die Farbe der Navigationsleiste und der Hintergrund. Aber diese limitierten Änderungsmöglichkeiten haben auch ihren gewaltigen Vorteil: weniger Gestaltungsmöglichkeiten bedeuten weniger Design-Unfug – beispielsweise im Vergleich zu einer mySpace-Site. Doch existieren inzwischen unzählige kreative Twitter-Homepages, die trotz der Einschränkungen ganz individuell gestaltet sind. Einige dieser habe ich (Kira Song auf Twitter) für Sie herausgesucht:
Twitter-Homepages mit einfachen Hintergrundmustern
Eine einfache Möglichkeit, die Twitter-Homepage schnell und unkompliziert zu verändern, sind Muster. Die Online-Quellen hierfür finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Twitter-Homepages für Selbstmarketing
Twitter bietet alternativ die Möglichkeit, große statische Hintergrundbilder hochzuladen. Diese können natürlich frei gestaltet werden. Der linke Bildschirmbereich kann bei letzterem wunderbar für persönliche Informationen genutzt werden. Manche User wiederholen hier lediglich ihren Namen, Beruf und Website…
...andere wiederum nutzen den Bereich zum Person Branding und füllen ihn mit einem Portrait-Foto, einer kurzen Beschreibung ihrer Person und/oder Kompetenzen:
Falls Sie sich gleich an die Arbeit machen wollen, Ihren eigenen Twitter-Hintergrund zu individualisieren, finden Sie nachfolgend einige Gestaltungstipps:
Online-Resourcen für kostenlose Hintergründe gibt es viele, z.B.:
Muster:
Twitterpatterns
Patterns.ava7
Squidfingers
Bilder:
Twittergallery
Twitterbackgroundimages
Tools zum selber gestalten:
Hintergrundmuster: Colourlovers
Hintergrundbilder: Freetwitterdesigner
Verfasst von kirasong am 26. März 09 um 10:07 in Online Reputation | Permalink | Kommentare (12) | TrackBack (1)
Technorati-Tags: Design, Grafik, Marketing, Personal Branding, Selbstmarketing, Twitter, Twittergrafik
Verfasst von Christoph Bauer am 20. März 09 um 12:03 in Corporate Blogs, Kommunikation, Online Reputation, Social Media Marketing | Permalink | Kommentare (11) | TrackBack (1)
Technorati-Tags: Business, Corporate Blogs, Kommunikation, PR, Social Media, Transparenz, Unternehmen
Je mehr Menschen Twitter für sich entdecken, desto mehr Twitterer müssen sich mit dem Thema "Followerschaft" auseinandersetzen. Zwar gibt es keine allgemeingültigen Regeln für das erfolgreiche Twittern per se. Aber es gibt durchaus auch einige kritische Punkte, auf die jeder Neu-Twitterer wie Alt-Twitterer achten sollte, damit er sich nicht im Twitterversum unbeliebt macht. Das geht schneller, als viele denken. Im folgenden habe ich dazu eine Liste der größten Fehler zusammengestellt, von denen ich sicherlich früher selbst viele begangen habe. Letztlich basiert das eben auf meiner persönlichen und subjektiven Twitter-Erfahrung:
1. Follower-Dankbarkeit gibt es nicht. Wenn Sie jemanden auf Twitter folgen, können Sie nicht erwarten, dass jener diese digitale Geste erwidert. Sie werden selbst feststellen, dass mit der Zahl der abonnierten Twitter-Feeds die Leidenschaft für das Followen rapide abnimmt. Ansonsten lesen Sie irgendwann Ihre Twitterkontakte gar nicht mehr.
2. Automatische Tweets werden schnell schal. Natürlich können Sie einen RSS-Feed mit einem Twitter-Tool wie Twitterfeed integrieren. Doch sollten Sie hierbei beachten, dass der Mensch dahinter und Ihre Persönlichkeit durchaus noch erkennbar sein sollte. Ansonsten könnten Ihre Leser gleich ganz auf RSS umschwenken. Als Ergänzung kann es jedoch sinnvoll sein.
3. Automatisches Followen ist nur dann sinnvoll, wenn Sie dadurch bekannte Experten zu einem Thema schnell zu Ihren Kontakten hinzufügen wollen, allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie dazu gute Keywords verwenden. Ansonsten steigt ihre Following-Zahl ins unermessliche, während Ihre Followerschaft eher klein bleibt. Hingegen ist es ein No-Go in der Twitterwelt mit dem Automatismus andere Twitterer zum Re-Followen zu veranlassen, um kurz darauf denjenigen wieder zu unfollowen.
4. Ihre Follower-Zahlen mitzuteilen, das langweilt eher, denn es interessiert sich eigentlich nur einer dafür: Sie selbst! Vergessen Sie lieber Ihre Zahlen: Die Freude über neue Follower ist zwar groß, aber es interessiert eigentlich auch niemanden wirklich, wenn Sie 300, 3.000 oder 30.000 Follower haben. Wenn Sie dieses twittern, verlieren Sie deshalb garantiert wieder Ihre runde Zahl.
6. Morgendliche Grüße und Glückwünsche sind zwar nett, aber auch nur das. Stellen Sie sich vor, dass Sie jedem Tag, von all Ihren Followern begrüßt werden, namentlich oder allgemein. Das ufert schnell aus und kostet Zeit in Ihrer Timeline. In gewisser Weise entspricht der Morgengruß, den ich selbst lange Zeit gepflegt habe, BACN. Niemand braucht die Information, dass Sie am Schreibtisch sitzen wirklich.
7. Essen und Trinken sind nicht besonders spannend, deshalb sollten Sie damit entweder wirklich unterhalten oder auf die Beschreibung Ihrer Pizza in der digitalen Öffentlichkeit verzichten.
8. Sinnloses Retweeting, ohne eine wirkliche Auswahl zu treffen. Das erhöht nur den Noise, bringt aber nicht wirklich einen Mehrwert, wenn alle dasselbe twittern. Wählen Sie lieber selbst aus oder ergänzen Sie Ihre Retweets mit einer eigenen Anmerkung.
9. Direct Messages sind eher privater Natur und sollten daher niemand nerven. PR-Anfragen gehören deshalb nun wirklich nicht in eine Twitter-DM.
10. Verzichten Sie auf persönliche Angriffe und Flüche, denn das ist nicht nur unhöflich, sondern verschreckt auch viele Leser. Selbst auf 140 Zeichen kann man sich durchaus konstruktiv ausdrücken oder ansonsten zum Telefonhörer oder zur E-Mail greifen.
11. Links ohne Hinweis auf Ihren Zweck machen sprachlos, weil niemand weiß, wohin der Link uns Leser führen könnte. Etwas Orientierung zu geben ist nie verkehrt. Das lässt sich mit den Hashtags # sehr gut lösen, ohne lange 140-Zeichen-Elaborate zu verfassen.
12. Twitter-Betteln ist unerwünscht und nervt nur. Deshalb verzichten Sie auf "Klick mich"-Tweets und glauben Sie lieber an das Prinzip der Freiwilligkeit. Es funktioniert bei guten Tweets ebenso gut.
13. Wer auf Twitter Geschichten erzählen will, sollte lieber aufs Microblogging verzichten und selbst ein Blog betreiben. Jeder Tweet besteht aus 140 Zeichen und verlangt keine Fortsetzung, weil niemand die Tweets chronologisch erfasst. Oftmals sieht man nur den einen Tweet und ist eher verwirrt, wenn der Anfang oder Schluss des Tweets fehlt.
14. 50 Tweets am Tag sind einfach zuviel und sollten zumindest die Ausnahme darstellen. Ansonsten überfordern Sie Ihre Leser. Wie vielen Twitterern können Sie dann noch folgen, wenn alle dermaßen rege sind. Außerdem kostet es viel Zeit, gute Tweets zu verfassen.
15. Musik-Tweets teilen zwar etwas über Ihre Persönlichkeit mit, haben aber ansonsten nur einen geringen Mehrwert. Twitter ist nicht ein micro-Last-fm.: Ab und zu mal einen Lieblingstitel tweeten ist völlig in Ordnung, ihre ganze Playlist sollten Sie nicht unbedingt twittern.
16. Antworten ohne jeglichen Kontext irritieren: "Gute Idee!" ist keine gute Idee, sondern ein wirrer Tweet für jeden, der den Zusammenhang nicht kennt. Nicht jeder folgt Ihren Twitter-Gesprächen.
17. Twitter sollten Sie nicht als öffentliches Instant Messaging missbrauchen. DM's bieten durchaus Abhilfe. Wird eine Twitter-Diskussion jedoch länger, ist es sinnvoller, sie ab einem bestimmten Volumen in richtige Chats oder auf Skype zu verlagern - und Ihre Follower nicht mit dem 20-sten Reply zu langweilen.
18. Ego-Twittern langweilt. Wer nur über sich twittert, verschwindet schnell wieder aus der Aufmerksamkeit und bieten einen geringen Mehrwert. Dem Personal Branding dient ein solches Verwalten nicht. Stattdessen sollten Sie immer auf die Relevanz Ihrer Tweets achten. Warum soll jemand das lesen?
19. Marken können nur bedingt twittern, es fehlt Ihnen an Persönlichkeit. Deshalb sollten Sie Ihre Marken immer mit Personen inszenieren. Dafür sind Corporate Evangelists sehr gut geeignet. Aber es gibt noch viele Möglichkeiten für Corporate Twitterer. Dennoch sollten die Marken ihre Twitter-Accounts etwas beseelen, damit die menschliche Ansprache möglich bleibt.
20. Profillose Twitterer sind nicht besonders attraktiv: Deshalb sollten Sie Ihre Twitter-Bio ausfüllen und ein Bild von sich ins Twitter-Profil stellen.
Inspiriert zu dieser neuen Twitter-Liste wurde ich von How to lose Twitter followers in 10 Steps. Falls Sie Ergänzungen haben oder Widerspruch an manchen Stellen einlegen wollen, freue ich mich auf Ihre Kommentare.
>> PR Blogger: 18 Anti-Twitter-Thesen
>> Das PR Blogger Twitter-Konzept
>> PR Blogger: 30 Tipps zum erfolgreichen Twittern
>> Bildnachweis: Mirjami Manninen aus Finnland: Cute Twitters
Klaus Eck
Verfasst von klauseck am 18. März 09 um 11:30 in Online Reputation | Permalink | Kommentare (53) | TrackBack (6)
Meinen ersten Tweet habe ich am 13. März 2007 veröffentlicht, damals war es nur ein erster Test, um herauszufinden, was das Neue am Twittern ist und ob sich Twitter in der Unternehmenskommunikation einsetzen lässt. 140 Zeichen sind schließlich schnell verfasst. Doch wer hätte gedacht, dass sich dadurch mein ganzes Informationsmanagement auf den Kopf stellen und ich heute immer noch twittern würde. Ich bin froh darüber, mich Twitterer nennen zu dürfen und schicke wochentäglich viele Tweets in die Welt, in der ich meistens auf Links verweise, mit einigen Kontakten kurze Online-Dialoge führe und nicht wenige Direct Messages verschicke. Auf diese Weise konnte ich viele Menschen besser kennenlernen und gute (Offline-)Gespräche führen.
Twitter ist längst ein spannendes Instrument für viele Kommunikatoren geworden und sollte zur Online-PR einfach dazu gehören. Das hat die bisherige Entwicklung mir deutlich gezeigt. Nach zwei Jahren habe ich selbst bereits 5555 Updates publiziert. Inzwischen soll es hierzulande rund 50.000 passive oder aktive Twitter geben, weltweit sind es rund 6 Millionen Nutzer - das ist noch keine große Zahl, aber dennoch mehr als ich damals erahnt hätte. Hatte ich vor genau einem Jahr erst 500 Follower sind es inzwischen bereits 3.194 Follower geworden. Darunter sind jedoch zahlreiche Influencer (Blogger, Networker, Journalisten, PR-Profis etc.).
Kein Wunder also auch, dass ich sogar Workshops zum Thema "Corporate Twitter" in Unternehmen durchführe und dabei in PR und Marketing berate, wie man effektiv Twitter in der Kommunikation einsetzen kann. Denn ganz so leicht und erfolgreich, wie viele es sich denken, ist das Twittern auch wieder nicht. Schließlich geht es beim Corporate Twittern immer auch um Kommunikationsziele, die man damit erreichen will.
Corporate Newsletter sind meiner Ansicht weniger erfolgsversprechend wie Twitter. Auf E-Mail-Newsletter verzichte ich als Leser schon seit einigen Jahren. Ich abonniere diese Informationsquellen höchst selten, weil man nie so genau weiß, welche Qualität sich hinter dem Betreff einer E-Mail versteckt. Leider bekommt man von Unternehmen häufig nur eine Art von nicht maschinengenerierten Spam zugeschickt, der nicht meinen Lesebedürfnissen entsprciht. E-Mail-Programme eignen sich viel besser für die 1:1 Kommunikation und weniger zum Lesen von Nachrichten.
Stattdessen entscheide ich lieber aufgrund der Überschrift in meinem Google Reader, ob ich den Inhalt lese oder nicht. Mein RSS-Konsum ist durch das Twittern erheblich zurückgegangen. Das liegt vor allem daran, dass die von mir abonnnierten Twitterer ihre Links posten und oftmals für mich vertrauensvolle Quellen darstellen, denen ich gerne folge. Wenn ich einen Twitterer gut einschätzen kann und die Qualität seiner Links schätze, vertraue ich seinem Urteil und klicke häufiger auf den Teaser-Tweet.
Skype und Social Bookmarking nutze ich zwar noch, aber viel weniger, weil das inzwischen auch sehr gut über Twitter funktioniert. So kann ich meine Tweets über Friendfeed vorab in thematischen Räumen wie zum Beispiel "Karrierefalle Internet" oder "PR Blogger" sortieren und gleichzeitig als Twitterartikel in die Followerwelt schicken. Es macht viel mehr Spass seinen Livestream twitternd zu bedienen und direkt darauf ein Feedback zu erhalten, als nur die Links in Social Media Blackboxen abzulegen, ohne dass sich auf Mister Wong oder Delicious wirklich viel bewegt.
In diesem Sinne möchte ich mich an dieser Stelle auch bei all meinen Followern bedanken und freue mich auf Ihre Anregungen und Ihr Feedback.
>> PR Blogger: 18 Anti-Twitter-Thesen
>> Das PR Blogger Twitter-Konzept
>> PR Blogger: 30 Tipps zum erfolgreichen Twittern
>> Twitter-Tools 7: Effizienter followen mit Twimailer
>> Twitter-Tools 6: Twitsnip - Zeit sparen beim Twittern
>> Twitter-Tools 5: Einladen via Twtvite - welche Twitterer kommen am Sonntag?
>> Twitter-Tools 4: Twitter-Umfragen via twtpoll
>> Twitter-Tools 3: Analysieren der Follower mit Mr. Tweet
>> Twitter-Tools 2: Twitterautomatik dank Twollow
>> Twitter-Tools 1: Mehr über Twitterleser erfahren dank Twittfriends
Klaus Eck
Verfasst von klauseck am 13. März 09 um 12:14 in Kommunikation | Permalink | Kommentare (12) | TrackBack (3)
Technorati-Tags: Business, Erfahrung, Kommunikation, Social Media, Twitter
Verfasst von Christoph Bauer am 12. März 09 um 16:08 in Kommunikation | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: BACN, E-Mail-Management, Filter, Social Media
"Maes showed a video of her student Pranav Mistry who she describes as the brains behind the project. Mistry wore the device on a lanyard around his neck, and colored Magic Marker caps on four fingers (red, blue, green and yellow) helped the camera distinguish the four fingers and recognize his hand gestures with software that Mistry created. The gestures can be as simple as using his fingers and thumbs to create a picture frame that tells the camera to snap a photo, which is saved to his mobile phone. When he gets back to an office, he projects the images onto a wall and begins to size them." (Wired)
Klaus Eck
Verfasst von klauseck am 12. März 09 um 12:46 in Kommunikation | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
"Ganz den eigenen Empfehlungen folgend, hat der Autor dieses Artikels darauf verzichtet, seinen Namen unter diesen zu setzen. Auch seinen Kindern hat der Autor in Folge dieser Umfrage ausdrücklich verboten, ohne Rücksprache mit dem Familienoberhaupt Fotos oder persönliche Daten ins Internet zu stellen. Schließlich will man nicht durch Beiträge der Kinder in SchülerVZ oder StudiVZ kompromittiert werden."
"Raus in den Wald, weg mit der Kamera und dem Handy, zurück in die Natur und dann frisch und ohne Einträge im Internet ins Bewerbungsgespräch?"
>> Bildnachweis: © berwis / pixelio.de
Verfasst von klauseck am 11. März 09 um 16:32 in Online Reputation | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: Bewerbung, Jobs, Karriere, Online-Reputation, Personal Branding, Reputation, Vorstellung
Die E-Mail-Kommunikation wird immer unwichtiger, heißt es in einer aktuell veröffentlichten Studie des Nielsen Instituts mit dem Namen „Global Faces and Networked Places“. Die Marktforscher setzen sich darin mit der Entwicklung und Verbreitung von sozialen Netzwerken auseinander, die zurzeit ein enormes Wachstum verzeichnen. Anscheinend löst das Social Networking "die klassische "alte" E-Mail-Kommunikation ab. So haben die Social Networks und Blogs mit einer Reichweite von 66,8 Prozent die E-Mail vom Platz 4 der populärsten Bereiche im Web verdrängt.
Am schnellsten wächst das Social Network Facebook. Es scheint so, als wenn immer mehr Menschen auf Social Media als Alternative zur E-Mail setzen und damit eine persönlichere Kommunikaton wählen. Der schnelle Austausch kann längst über Instant Messenger, Twitter und Social Networks erfolgen. Dafür ist der formale Charakter einer E-Mail nicht mehr unbedingt notwendig.
Die Funktionsvielfalt der Social-Media-Plattformen ermöglicht einen sehr viel differenzierteren Umgang mit der Online-Kommunikation. E-Mail ist nicht immer ein Must, auch wenn offizielle Business-Informationen sicherlich weiterhin noch per E-Mail verschickt werden. Schließlich gibt es (unverständlicherweise) auch noch das FAX in der Kommunikation. Doch wenn man sich online schnell austauschen will oder nur den ersten Kontakt aufnehmen, dann reicht Xing, Facebook und co. völlig aus.
Geburtstagsgrüße lassen sich über Twitter, Xing-Nachricht oder Pinboard-Eintrag auf Facebook mitteilen. Dafür bedarf es längst keiner (wichtigen) E-Mail mehr. Mit dem Alter der Onliner hat das Nutzerverhalten immer weniger zu tun, betrachtet man die Entwicklung beispielsweise auf Facebook. Die Internet-Anwender werden auch in den Social Networks älter:
Die Gründe für die langsame Abkehr von der E-Mail sind naheliegend. Schließlich ist das Spam-Problem nach wie vor ein großes Defizit in der E-Mail-Kommunikation. Der Maschinenspam lässt sich vielleicht noch filtern, aber wie ist mit den nicht verifizierten Kontakten, die Sie mit ihren vielen E-Mails nerven? In einem Social Network können Sie oftmals festlegen, ob und wer Sie anschreiben kann. Selbst die Privatsphäre lässt sich dort einigermaßen verwalten. Und per Twitter und Facebook sind Sie ohnehin leichter erreichbar, weil man sieht, ob Sie am Schreibtisch sitzen und selbst aktiv an Ihrem Livestream arbeiten. In jedem Falle haben Sie in der Social-Network-Kommunikation eine größere Sicherheit und können damit rechnen, Ihren Adressaten direkt zu erreichen, selbst wenn es in den Social Networks natürlich auch eine große Gefahr für die Verzettelung gibt. Oder schauen Sie in jedem Ihrer (zahlreichen?) Netzwerke rein und lesen Ihre Post innerhalb von 24 Stunden?
Wie stark nutzen Sie eigentlich Ihre Social Networks für die direkte Kundenkommunikation?
>> Direktlink zum .pdf der Nielsen-Studie "Global Faces and Networked Places"
>> Blogpost zur Studie von Nielsen Wire
>> Briansolis.com - Social Networks Now More Popular than Email; Facebook Surpasses MySpace
>> Mashable.com - Social Networking More Popular Than Email
>> Crossmediale Kommunikation - Wachstum bei Social Networks und Blogs
>> The Guardian -Social networking and blogs now more popular than email, says Nielsen
>> Netzökonom - Web 2.0 auf der Überholspur im Internet
Klaus Eck
Verfasst von klauseck am 10. März 09 um 17:10 in Kommunikation | Permalink | Kommentare (13) | TrackBack (0)
Technorati-Tags: Blogs, E-Mail, Networking, SN, Social Media, Social Networks
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss hat heute viele seiner politischen Ämter niedergelegt, weil er beschuldigt wird, Kinderpornographie zu besitzen. Sein Ruf ist allein durch die reine Beschuldigung völlig ruiniert worden, denn etwas wird in jedem Falle haften bleiben. Innerhalb von 24 Stunden nach dem ersten Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Internet-Experten Tauss hat dieser sich von seinen meisten Ämtern zurückgezogen. Der bisherige Sprecher der AG Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion rechtfertigt sich in Interviews damit, dass er das Kinderporno-Material für Recherchen und Informationsbeschaffung gebraucht habe.
Die Durchsuchung seiner privaten und beruflichen Räume wurde durch einen Hinweis der Staatsanwaltschaft Bremerhaven ins Rollen gebracht - diese hatte bei einem wegen der Verbreitung von Kinderpornographie Beschuldigten, Tauss‘ Telefonummer gefunden. Daraufhin wurde seine Immunität aufgehoben und seine Wohnungen und Büros in Berlin sowie seinem Karlsruher Wahlkreis durchsucht.
Binnen weniger Stunden haben Medien (über 800 Meldungen - Google News) und Blogs das Thema aufgenommen und auch die deutschsprachige Twittersphäre hat schnell auf das Issue Tauss reagiert, was sich unmittelbar auf dessen Online-Reputation auswirkt: Jörg Tauss, der selber eigentlich sehr gut im Netz positioniert ist (siehe unten) und als Experte für neue Medien gilt, hat nun als erste Reaktion eine Rücktrittserklärung auf seiner Website www.tauss.de veröffentlicht. Vorher hielt sich der Politker, der auch auf Twitter vertreten ist, mit Aussagen zu dem Fall im Social-Media-Bereich zurück und hat seit Beginn der Debatte auf das Twittern verzichtet. Stattdessen liest man auf seiner Website nur eine klassische Meldung für die Presse:
„Diesen Vorwürfen werde ich mich stellen und die Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung des Sachverhaltes nach allen Kräften unterstützen und kooperativ mit ihnen zusammenarbeiten. Ich bin mir absolut sicher, dass der gegen mich erhobene Vorwurf schnell ausgeräumt werden kann.“ (Jörg Tauss)
Angesichts des Kinderpornographie-Vorwurfs stellt sich die Frage, wie soll oder kann sich jemand, der öffentlich dermaßen angeprangert wird, sich überhaupt noch effektiv verteidigen? Die Medien und Blogs vermitteln in ihren Überschriften ein klares Bild, dass sich unmittelbar auf die Reputation von Jörg Tauss auswirkt. Dabei ist es völlig egal, ob er schuldig oder unschuldig im Sinne der Anklage ist. Jeder Suchtreffer suggeriert im Web: Jörg Tauss hat etwas mit Kinderpornos zu tun.
In seinem Wikipedia-Beitrag heißt es seit heute:
"Am 5. März 2009 hob der Bundestag im Zuge staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen Tauss wegen Verdachts des Besitzes kinderpornographischer Schriften seine Immunität als Abgeordneter auf. Er äußerte sich gegenüber der dpa: „Ich warte mit Gelassenheit ab.“ „Ich beschäftige mich seit Jahren mit dieser Szene.“ Ob es sich hier unter Umständen um eine „Revanchehandlung“ handelt, könne er nicht sagen" ( Wikipedia Jörg Tauss)
Klaus Eck
Verfasst von klauseck am 06. März 09 um 15:31 in Online Reputation | Permalink | Kommentare (15) | TrackBack (0)

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