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03. Juni 08

Karriereblogger - oder wie Sie sich erfolgreich zum Job bloggen

Schreiben Sie gerne Bewerbungen oder bloggen Sie lieber? Warum warten Sie als Student oder Jobanfänger eigentlich auf das übliche Prozedere des Bewerbungsschreibens, wenn Sie ebenso auf ganz andere Art und Weise auf sich aufmerksam machen könnten. Bloggen Sie doch selbst über Ihre Erfahrungen und zeigen dadurch Ihren potentiellen Arbeit- und Auftraggebern, wie gut Sie sind. Wenn jemand bei einer Personensuche auf Ihr professionelles Blog stößt, weiß er dann, dass Sie in der Online-Kommunikation firm sind und kann sich ein Bild von Ihrem Fachwissen machen.

Im folgenden habe ich einige Blog-Tipps zusammengestellt, die nicht nur für den Karrierebeginn geeignet sind:

1. Zunächst einmal sollten Sie überlegen, welches Thema Ihnen beruflich am meisten nützt und inwieweit Sie sich auf ein einziges einlassen wollen und können. Je stärker Sie sich fokussieren, desto leichter werden Sie darüber via Google gefunden. Allerdings hat das den Nachteil, dass Sie sich langfristig festlegen.

2. Eine Alternative stellt ein Blog unter Ihrem Vor- und Nachnamen dar. Als Heinrich Müller können Sie sich dadurch von Ihren Namensvettern abheben und gleichzeitig einzelne Themenfelder aufsetzen, über die Sie regelmäßig bloggen wollen. Das hat zudem den Vorteil, dass jeder Personalverantwortliche Sie sehr viel leichter unter Ihrem Namen finden und identifizieren kann.

3. Als erstes sollten Sie sich eine möglichst werbefreie Blog-Plattform auswählen, mit der Sie ein Blog im gewünschten Design anlegen können. Es gibt zahlreiche Hosting-Angebote, die Sie dazu nutzen können. Die technischen Anforderungen sind hierbei in der Regel sehr gering, sodass Sie innerhalb von wenigen Stunden ein Blog aufsetzen können.

4. Blogs als Reputationstool sind keine Spielerei mehr, sondern dienen der persönlichen Karriereentwicklung.

5. Sobald Sie öffentlich bloggen, sollten Sie es akzeptieren, dass jeder Arbeitgeber das Blog finden und lesen kann. Deshalb denken Sie immer daran, dass Ihr Blog keine private Veranstaltung ist, sondern dass es Ihre Karriere unterstützen oder verhindern kann.

6. Ihr Blog ist eine ständige, lebendige Bewerbung, über der Sie den Unternehmen zeigen, worin Sie besonders qualifiziert sind.

7. In den Social Networks, in denen Sie aktiv sind, sollten Sie auf Ihr Blog verlinken und umgekehrt.

8. Selbst in einer klassischen Bewertung empfiehlt es sich, das (gut gemachte) Blog als Visitenkarte anzugeben. Schließlich erfährt das Unternehmen dadurch sehr viel über sie.

9. Als reputationsorientierter Blogger haben Sie es nicht nötig, sich zu verstecken. Deshalb sollten Sie zu Ihren Themen selbstbewusst Stellung beziehen und sich nicht zu sehr von den technischen und anderen Nischenthemen innerhalb der Blogosphere ablenken lassen. Sie schreiben letztlich für das Business und wollen Karriere machen.

10. Persönliche Ansichten sind völlig legitim und stärken Ihr Bild in der Öffentlichkeit, sollten aber nicht zu sehr ins Private oder Selbstgefällige abdriften. Je relevanter Ihre Botschaften, desto klarer Ihr Bild nach außen.

11. In Corporate Blogs können Sie glaubwürdiger kommentieren und gleichzeitig auf Ihr Blog aufmerksam machen. Auf diese Weise stellen Sie erste Kontakte zu den Unternehmensbloggern her und profitieren im besten Falle von deren Fürsprache.

12. Trauen Sie sich, den Dialog mit Experten aufzunehmen, indem Sie dort kommentieren und diese versuchen, für ein Interview zu gewinnen.

13. Bieten Sie bekannten Fachbloggern zu Ihrem Thema Gastbeiträge an und verlinken Sie diese zu Ihrem Blog.

14. Berichten Sie in Ihrem Blog über Ihre Erfahrungen und Erfolge (im Studium oder im Praktikum etc.).

15. Holen Sie sich Ihr Feedback zu Ihren Ideen via Blog und zeigen Sie dabei, wie gut Sie damit umgehen können.

Natürlich ersetzt das Bloggen (noch) nicht wirklich den Bewerbungsprozess. Aber es könnte dem einen oder anderen Bewerber neue Möglichkeiten in seiner Karriere eröffnen.

Über weitere Anregungen freue ich mich. Gibt es noch Punkte, die  an dieser Stelle fehlen oder  was sonst sollten "Karriereblogger" beherzigen? Falls Sie dazu Link-Tipps haben, fügen Sie diese doch gerne im Friendfeed Room PR Blogger hinzu. Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Übrigens freue ich mich auch über passende Gastbeiträge von Studenten und habe Praktika zu vergeben.

Klaus Eck

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Karriereblogger - oder wie Sie sich erfolgreich zum Job bloggen:

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Thomas Pleil von der Hochschule Darmstadt wirft in einer auch ansonsten spannenden Diskussion (über Social Media als Karriereförderer, die be... [Mehr erfahren]

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