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« Blogs und Wikis: die heimliche Medienrevolution? | Start | Jamba VII: Nachklang »

20. Dezember 04

4. Nachgebloggt: Tilo Bonow, Jamba

Tilo Bonow, Director Corporate Communications & Public Affairs bei Jamba im BlogInterview mit dem PR Blogger zum Fall Jamba:

>> Wie haben Sie von den ersten Jamba-Artikeln in Weblogs erfahren? Konnten Sie überhaupt etwas mit dieser Information anfangen?

Wir haben über Kollegen und unser Meinungsmonitoring davon erfahren. Die Kritik der Blogger wird von der allgemeinen Öffentlichkeit vermutlich gar nicht richtig wahrgenommen. Viele Blog-Artikel wirken unorganisiert, undifferenziert und vom Niveau her sehr flach. Deshalb muss sich heute jeder Pressesprecher eines Unternehmens fragen, wie er auf Blogger-Kritik überhaupt reagieren soll. Die wenigsten dürften darauf eine qualifizierte Antwort geben können. Darüber hinaus  ist es nichts Neues, dass das Internet für Kritik genutzt wird.

>>Wie stehen Sie zu den Vorwürfen?

Die Vorwürfe werfen keine neuen Kritikpunkte an unserem Unternehmen auf. In Foren und Newsgroups gab es das immer mal wieder. Überwiegend ist die Kritik von fehlender Sachkenntnis, Populismus und Neid geprägt. Manche Blogger legen es anscheinend einfach auf Krawall, anstatt auf eine kontroverse Diskussion, die alle Seiten einbezieht, an. Dabei stellt sich für einen Pressesprecher die Frage, ob und wie er darauf reagieren soll. Schließlich kann er nicht jeden einzelnen Blogger ansprechen. Anders sieht es bei Multiplikatoren und Journalisten aus, mit denen man über die Sache diskutieren kann.

>>Anscheinend haben einige Ihrer Mitarbeiter auf die Kritik im Spreeblick direkt in den Kommentaren reagiert. War das so geplant?

Wir haben eine offene Kommunikation mit unseren Mitarbeitern und freuen uns, wenn sie ihre persönliche Meinung, die ja aus einem interessanten Blickwinkel stattfindet, kundtun. Allerdings wäre es vermutlich sinnvoller gewesen, den Spreeblick-Beitrag nicht zu kommentieren. Damit solche Missverständnisse nicht nochmals entstehen, werden wir unseren Mitarbeitern künftig empfehlen, wie sie sich in solchen Fällen am besten verhalten sollten. Ob und wie sich jeder Einzelne an diese Empfehlungen hält, ist natürlich jedem Mitarbeiter vollkommen freigestellt.

>>Wie wollen Sie jetzt oder künftig auf solche Vorwürfe reagieren?

Wir wollen Betroffene zu Beteiligten machen und unsere Kritiker persönlich ansprechen. Außerdem werden wir Anfang nächsten Jahres unser Informationsangebot für den Online-Bereich ausbauen und die Online-News-Angebote gezielt mit eigenen Meldungen versorgen. Auf diese Weise wollen wir im Web mit unserer Meinung insgesamt präsenter sein.

>>Natürlich kann es immer wieder passieren, dass jemand in seinem Weblog über Jamba schreibt. Wollen Sie das in Zukunft genau verfolgen? Auf welche Instrumente setzen Sie dabei?

Wir verfolgen Foren und Newsgroups über ein umfangreiches Meinungsmonitoring der Deutschen Medienbeobachtungs Agentur. Bisher haben wir uns vor allem auf rund 12 Foren konzentriert, die für uns von besonderer Bedeutung sind. Darüber hinaus betrachten wir ca. 120 andere aktiv. Insgesamt beobachten wir heute bereits rund 2.800 Online-Medien. Schon bald werden wir ein zusätzliches Monitoring-System installieren, mit dem wir rund 40.000 Blogs auf dem Radar haben. Damit reagieren wir darauf, dass Weblogs eine immer größere Rolle beim Monitoring spielen. Allerdings müssen wir noch herausfinden, welche Weblogs für uns wirklich relevant sind. Prinzipiell ist sogar eine aktive Ansprache einzelner Meinungsführer durchaus denkbar. Uns geht es schließlich darum, Transparenz herzustellen, und durch die umfassende Darstellung eines Themas zur Bildung einer objektiven Meinung beizutragen, damit sich Themen online nicht völlig verselbstständigen und einen einseitigen Blickwinkel erhalten. (Update: Stand: 11.01.05).

1. Nachgebloggt: Stefan Keuchel, Google
2. Nachgebloggt: Arne Trautmann, Law-Blog
3. Nachgebloggt: Johnny Haeusler, Spreeblick.de
5. Nachgebloggt: Siegfried Hirsch, RSS-Blogger - I

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Folgende Weblogs beziehen sich auf 4. Nachgebloggt: Tilo Bonow, Jamba:

» Lehren aus der Jamba-Story - werden ungern angenommen von _notizen aus der provinz
Die Frage, wie ein Unternehmen auf Kritik in Weblogs reagieren sollte, stellt sich tatsaechlich und Bonow von Jamba beantwortet sie recht unentspannt mit "am besten Draufschlagen, Runterreden, Abkanzeln!" Souveraen ist das nicht. [Mehr erfahren]

» Jamba oder das Ernstnehmen des Internets von Das E-Business Weblog
Jamba ist ein Unternehmen, das Handyklingeltöne verkauft. Vor ein paar Tagen erschien im Weblog Spreeblick ein zynischer Artikel über das Unternehmen, der große Aufmerksamkeit in der Blogosphere erhielt - zunächst... [Mehr erfahren]

» Die Jamba-PR-Katastrophe - ein Überblick von lemming
Der allgemein bekannte Artikel von Spreeblick über Jamba und seine Monatsaboabzocke zieht weite Kreise, die sogar über die Blogosphäre hinaus gehen. Wenn man in Google Jamba eingibt bekommt man auf der ersten Ergebnisseite den o.e. Artikel zu sehen. Fü... [Mehr erfahren]

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» Jamba is not Dan Rather von [re]blog germany
It looks like the storm in a teacup that the "Jamba affair" has caused in the german blogosphere has at least settled a bit. A quick intro: Jamba is a mobile portal which offers, amongst others, ringtones through adverts on music TV channels. Although... [Mehr erfahren]

» blog criticises ringtone reseller von just to let you know
In a recent article on Jabba, a german ringtone reseller. Johnny Haeusler of Spreeblick.de criticised the 60 Mio Euro business of ripping off teenagers by selling monthly ringtone subscriptions whilst suggesting to charge one-off fees only. Jabba's rel... [Mehr erfahren]

» Spiegel Online berichtet über den Jamba Fall von augenmerk agenturblog.de
Wer hätte gedacht, dass hier doch noch mal ein Wort über die Jamba Geschichte verliere, aber gerade las ich einen aktuellen Bericht auf Spiegel Online, der das Thema nochmals aufgreift und auf die Blogs von Johnny und Klaus verlinkt.... [Mehr erfahren]

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» Ausgeklingelt von kju.de | große und kleine Gedanken
Auch wenn die Jamba-Story bereits in diversen Weblogs (Auswahl zufällig) und auch in einigen traditionellen Medien aufgegriffen wurde, kann es doch nicht schaden, sie trotzdem öfter mal zu erwähnen, um jedermann zu zeigen, was für ein Unternehmen ... [Mehr erfahren]

» PR-Krise durch Blogs bei Jamba von PR Blogger
Blogger heizen Jamba ein, meint Christian Stöcker auf Spiegel Online. Denn die [Mehr erfahren]

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Meinte kürzlich noch Tilo Bonow von Jamba. Heute steht die Spreeblick-Story in der Printausgabe des Spiegel. [Mehr erfahren]

» Paradigmenwechsel - rücken Blogs in den Fokus der Medien? von augenmerk agenturblog.de
In den vergangenen Tagen häufen sich in den deutschen Medien Berichte rund um Weblogs und deren Verfasser. Zeichnet sich auch in Deutschland ein Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung ab?... [Mehr erfahren]

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... die Diskreditierung von Blogs sollte wohl eine Schadensbegrenzung der Spreeblick-Folgen sein, der PR-Blogger hat einige Informationen und Interviews mit den betroffenen Personen (Jamba sowie Jonny von Spreeblick)... [Mehr erfahren]

» Jamba, SPON & Planetopia: The german blogosphere on its way to mass media? von Vernetzte Kommunikation
[This posting also appears in my Bamblog and the groupblog "bloginitiativegermany.de"]Over the last weeks, a string of interrelated events has raised awareness of the german Blogosphere. This posting aims to (at least partially) recap these... [Mehr erfahren]

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Die Überschrift des Spiegel-Forums zeigt es deutlich; Frank Patalong verfolgt die Jamba-Story für den Spiegel weiter. Zudem berichtet auch der Focus (Print) über Jamba und die Reaktionen im Netz auf den [Mehr erfahren]

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