4. Nachgebloggt: Tilo Bonow, Jamba
Tilo Bonow, Director Corporate Communications & Public Affairs bei Jamba im BlogInterview mit dem PR Blogger zum Fall Jamba:
>> Wie haben Sie von den ersten Jamba-Artikeln in Weblogs erfahren? Konnten Sie überhaupt etwas mit dieser Information anfangen?
Wir haben über Kollegen und unser Meinungsmonitoring davon erfahren. Die Kritik der Blogger wird von der allgemeinen Öffentlichkeit vermutlich gar nicht richtig wahrgenommen. Viele Blog-Artikel wirken unorganisiert, undifferenziert und vom Niveau her sehr flach. Deshalb muss sich heute jeder Pressesprecher eines Unternehmens fragen, wie er auf Blogger-Kritik überhaupt reagieren soll. Die wenigsten dürften darauf eine qualifizierte Antwort geben können. Darüber hinaus ist es nichts Neues, dass das Internet für Kritik genutzt wird.
>>Wie stehen Sie zu den Vorwürfen?
Die Vorwürfe werfen keine neuen Kritikpunkte an unserem Unternehmen auf. In Foren und Newsgroups gab es das immer mal wieder. Überwiegend ist die Kritik von fehlender Sachkenntnis, Populismus und Neid geprägt. Manche Blogger legen es anscheinend einfach auf Krawall, anstatt auf eine kontroverse Diskussion, die alle Seiten einbezieht, an. Dabei stellt sich für einen Pressesprecher die Frage, ob und wie er darauf reagieren soll. Schließlich kann er nicht jeden einzelnen Blogger ansprechen. Anders sieht es bei Multiplikatoren und Journalisten aus, mit denen man über die Sache diskutieren kann.
>>Anscheinend haben einige Ihrer Mitarbeiter auf die Kritik im Spreeblick direkt in den Kommentaren reagiert. War das so geplant?
Wir haben eine offene Kommunikation mit unseren Mitarbeitern und freuen uns, wenn sie ihre persönliche Meinung, die ja aus einem interessanten Blickwinkel stattfindet, kundtun. Allerdings wäre es vermutlich sinnvoller gewesen, den Spreeblick-Beitrag nicht zu kommentieren. Damit solche Missverständnisse nicht nochmals entstehen, werden wir unseren Mitarbeitern künftig empfehlen, wie sie sich in solchen Fällen am besten verhalten sollten. Ob und wie sich jeder Einzelne an diese Empfehlungen hält, ist natürlich jedem Mitarbeiter vollkommen freigestellt.
>>Wie wollen Sie jetzt oder künftig auf solche Vorwürfe reagieren?
Wir wollen Betroffene zu Beteiligten machen und unsere Kritiker persönlich ansprechen. Außerdem werden wir Anfang nächsten Jahres unser Informationsangebot für den Online-Bereich ausbauen und die Online-News-Angebote gezielt mit eigenen Meldungen versorgen. Auf diese Weise wollen wir im Web mit unserer Meinung insgesamt präsenter sein.
>>Natürlich kann es immer wieder passieren, dass jemand in seinem Weblog über Jamba schreibt. Wollen Sie das in Zukunft genau verfolgen? Auf welche Instrumente setzen Sie dabei?
Wir verfolgen Foren und Newsgroups über ein umfangreiches Meinungsmonitoring der Deutschen Medienbeobachtungs Agentur. Bisher haben wir uns vor allem auf rund 12 Foren konzentriert, die für uns von besonderer Bedeutung sind. Darüber hinaus betrachten wir ca. 120 andere aktiv. Insgesamt beobachten wir heute bereits rund 2.800 Online-Medien. Schon bald werden wir ein zusätzliches Monitoring-System installieren, mit dem wir rund 40.000 Blogs auf dem Radar haben. Damit reagieren wir darauf, dass Weblogs eine immer größere Rolle beim Monitoring spielen. Allerdings müssen wir noch herausfinden, welche Weblogs für uns wirklich relevant sind. Prinzipiell ist sogar eine aktive Ansprache einzelner Meinungsführer durchaus denkbar. Uns geht es schließlich darum, Transparenz herzustellen, und durch die umfassende Darstellung eines Themas zur Bildung einer objektiven Meinung beizutragen, damit sich Themen online nicht völlig verselbstständigen und einen einseitigen Blickwinkel erhalten. (Update: Stand: 11.01.05).
1. Nachgebloggt: Stefan Keuchel, Google
2. Nachgebloggt: Arne Trautmann, Law-Blog
3. Nachgebloggt: Johnny Haeusler, Spreeblick.de
5. Nachgebloggt: Siegfried Hirsch, RSS-Blogger - I

Das ist schon interessant. Und nachdem es bisher beim Rauschen in den Blogs geblieben ist, vielleicht wirklich nicht so problematisch.
Abgesehen davon, dass die Kritik (und da vor allem die sachliche - denn die entsprechenden Blogs haben dann auch ein höheres Ansehen) sehr rasch bei Google nach "oben" gewandert ist. Der Spreeblick-Artikel ist bereits an zweiter Stelle bei einer Ein-Wort-Suche auf deutschen Seiten. Und unter den ersten zwanzig Treffern findet sich beispielsweise auch ein fast paralleler Fall aus einem Nutzerforum: http://www.teltarif.de/forum/a-o2/2624-1.html
besonders der letzte Beitrag in dem Faden ist dann starker Tobak: http://www.teltarif.de/forum/a-o2/2624-19.html
Ebenfalls unter den ersten zwanzig: http://www.bluephod.net/virtual/news/newsDetail/12420/Alles_ueber_Jamba.html Gleich der erste Kommentar spricht in dem Zusammenhang von "Betrug".
Hübsch und ein gutes Beispiel, wie PR funktionieren könnte (auch wenn er wohl keine PR ist):
http://mobile6.blogg.de/eintrag.php?id=3
Was ich spannend finde: Durch diese Welle sind ein paar weitere Unternehmen in die Beschäftigung mit Blogs gefallen. Und das ist ja ganz schön....
Kommentiert von: Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach | 20. Dezember 04 um 15:20
wenn ich das wort "virtuelle scheiße" definieren müßte, würde ich kurz und knapp antworten:
"JAMBA"!
Kommentiert von: mika hackynnen | 08. Januar 05 um 00:19
Ich hielt mich für besonders schlau und bestellte eine Abo, schöpfte das gesamte Kontingent aus und kündigte dann das Abo wieder, was mir auch per SMS bestätigt wurde.
Ein paar Monate später fiel mir auf, dass ich angeblich eine Kurznachricht verschicke für 2,99€ und das jeden Monat! Ich rief bei E-Plus an und fand auf diesem Weg heraus, das diese "SMS" in Wirklichkeit ein Abo ist und zwar das, das ich schon gekündigt hatte. Also kündigte ich es nochmal, diemal aber per Hotline.
Wieder eine Bestätigungs-SMS.
Und wieder wurde mir das Abo abgebucht. Schon zweimal nach der Bestätigungs-SMS. Ich schickte einen Fax an die 03069 - 53 85 99 (habe ich von E-Plus) und bekam natürlich keine Antwort.
Ihr seht also, es gibt auch Schwierigkeiten, auch wenn man den "Abo-Kündigungsweg" (tolles Wort - hab ich selbst erfunden ;-)) genau einhält. Wenn alle Stricke reißen, werde ich vielleicht "stopalle" an die 33333 schicken. (Das hab ich aus einer anderen Website).
Ach ja, man kann über die Kids lachen, die darauf reinfallen und nicht mal den Versuch machen, es zu kündigen, finde ich aber unangebracht. Wir waren alle mal Teens und haben Mist gebaut.
Jamba ist ein klarer Fall für die Verbraucherzentrale!
Ist Ihnen dieser Beitrag immer noch zu flach, Herr Bonow?
Kommentiert von: DarkAngel | 16. Januar 05 um 13:40
Danke für den Kommentar @ DarkAngel, ich habe das aus Spaß mal gemacht und eine sms an die 33333 mit dem inhalt "stopalle" gesendet und es kam sofort eine sms zurück: alle ihre dienste sind abbestellt - noch fragen? Tel. 01805554890
Kann ich mir jetzt sicher sein, das mir im Monat kein Geld mehr automatisch abgezockt wird?
Kommentiert von: DENnis | 16. Januar 05 um 23:50
Vor dem nächsten Google Test noch mal herzlichen Glückwunsch zum Ranking.Mal sehen ob es klappt.Ich leite aus meinen bisherigen Testreihen Platz 3 ab und zwar spätestens Dienstag. Bis bald
Kommentiert von: Bluesman | 23. Januar 05 um 04:05
Testrakete hat das Ziel leicht verfehlt.Aber immerhin Seite 1.
Kommentiert von: Bluesman | 26. Januar 05 um 04:42
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Kommentiert von: Grosshandel | 27. Oktober 05 um 19:07
Immer Ärger mit Jamba!
boykott.biz deckt unlautere Werbung durch Jamba.ch auf!
Teure "Gratis" Klingeltöne:
Wer gratis einen Klingelton bestellen wollte, musste bei jamba.ch ein teures Abo kaufen.
Das ist unlauter, entschied die schweizerische Lauterkeitskommission aufgrund einer Beschwerde des schweizerischen Konsumentenschutzes. (SKS)
Die Beschwerde wurde dank einer Internet- Recherche von boykott.biz ausgelöst und durch den SKS eingereicht.
Den Artkel des K-Tipp kannst du vollständig auf unserer Seite www.boykott.biz/Pranger.htm nachlesen.
Freundliche Grüsse
boykott.biz
Kommentiert von: Roger | 01. Dezember 05 um 02:56