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Der PR Blogger

  • In diesem Online-Journal schreiben Fachautoren regelmäßig über PR- und Marketing-Themen. Hierbei bilden neue Entwicklungen in der Kommunikation den Schwerpunkt.

    Klaus Eck, der Herausgeber des PR Bloggers, ist auf BlogBeratung, BlogCoaching und BlogMonitoring für Unternehmen spezialisiert.

    Kontakt:
    Klaus Eck
    Tel.: 089/44236991
    ke (at) imagecapital.de
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    09. Mai 08

    Rund 300 Gäste bei der Bloggerparty in Hamburg

    Nächste Woche erwarten wir rund 300 Teilnehmer zur Blogger- und Facebook Developer Garage-Party. Inzwischen haben wir das maximale Teilnehmervolumen erreicht. Dank einiger Sponsoren (s.u.) gibt es für die ersten 250 angemeldeten Teilnehmer bis ca. 23 Uhr Freigetränke. Das Essen ist auf unserer Veranstaltung hingegen nicht im Sponsoring enthalten.

    Die Nachrücker müssen allerdings nicht draußen warten, wenn sie sich bei uns angemeldet haben. Aufgrund des vorhandenen Platzes im NeidKlub werden wir insgesamt ca. 300 bis max. 400 Gäste reinlassen können. Dazu sollten Sie sich aber als Nachrücker im Wiki mit Namen, E-Mail, Blog- und Twitter-Account sowie Unternehmen eintragen. Dann sind Sie automatisch angemeldet. Alternativ können Sie unter diesem Blogeintrag auch einen Kommentar hinterlassen. Falls es heute noch Probleme mit der Wiki-Anmeldung geben sollte, versuchen Sie einfach in den kommenden Tagen nochmals.

    Ort des Bloggertreffens:

    NeidKlub
    Reeperbahn 25
    20359 Hamburg

    Einlass am 14. Mai ab 19 Uhr nur für angemeldete Gäste. Nachrücker können ab 20:30 Uhr  hinzukommen.

    Wer noch an der am 15. Mai stattfindenden Next08 teilnehmen will, muss sich ein wenig beeilen. Denn inzwischen ist die Zahl der registrierten Teilnehmer auf über 1.000 gestiegen. Bis zum 12. Mai 2008 können Sie noch Tickets zum Spätbuchertarif von 790 Euro (zzgl. MwSt.) erwerben. Ab 13. Mai kostet das Last-Minute-Ticket 990 Euro (zzgl. MwSt.).

    Sponsoren, Veranstalter und Unterstützer der Bloggerparty:  Facebook, Hamburg@Work, Vogel Business Media, Neuhaus Partners, cellity AG, Handelskammer Hamburg, DLD of Burda, European Founders Fund, Next 08, Zanox.de AG, SkodaAuto, PR Blogger

    >> Das Next08-Programm
    >> PR Blogger: Einladung zum Hamburger Bloggertreffen am 14. Mai 2008

    Klaus Eck

    Morgenwelt 19: Twitter-TV und der Tod 2.0

    Unsere digitalen Existenzen verändern unser kulturelles Leben zunehmend. Die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren und den Kontakt halten, hat sich komplett gewandelt. In dieser Morgenwelt gibt es dafür einige Beispiele:

    Twitter-TV: Der Wirtschaftssender n-tv berichtet in einem kurzen, aber guten Beitrag, wie sich Twitter, Dopplr und Skylounge im Einsatz für Geschäftsreisende eignet. Interviewt worden sind unter anderem die Twitterer und Dopplr-Nutzer Michael Domsalla (KMTO) und Igor Schwarzmann (Pleon).

    Tod 2.0: Haben Sie sich schon einmal überlegt, was mit Ihrem Xing- oder Facebook-Account geschieht, nachdem Sie gestorben sind? Führt das Ende der realen Existenz auch zum Abschied von der digitalen Präsenz? Oder sollten wir ein digitales Leben nach dem eigenen Tode haben. Fragen, mit denen sich das elab Blog beschäftigt: Was passiert im Nachlass mit dem “virtuellen Vermögen”.

    E-Mail-Identität: Wenn jemand Ihnen eine E-Mail zuschickt, erfahren Sie sehr viel über den Absender. Als erstes sehen Sie den Namen, die Domain und das Betreff der E-Mail. Die Psychologen Mitja Back, Stefan Schmukle und Professor Boris Egloff von der Universität Leipzig haben die E-Mail-Adressen von 600 Schülern im Alter zwischen 15 und 18 Jahren hinsichtlich ihrer Persönlichkeitseigenschaften analysiert. Heraus kam bei ihrer Studie, dass die E-Mail-Adresse als Psychogramm des Absenders taugt. Jochen Mai fasst es gut zusammen: "Wir sind, wie unsere Mailadresse heißt. Oder wissenschaftlicher ausgedrückt: E-Mail-Adressen sind ein Spiegel der Persönlichkeit."

    TV-Twitter: Benedikt Köhler verfolgt mit vielen anderen Twitterern eine Maischberger-Talkshow, in der Sascha Lobo dabei ist. Dieser hat zahlreiche Twitterer eingeladen, seinen TV-Auftritt twitternd zu begleiten. Vielleicht bietet Twitter Potential für das dialogische Fernsehen, meint der Münchner Soziologe auf Viralmythen: "Um die 50 Personen sehen gemeinsam eine Fernsehsendung und verwandeln sie durch ihr Getwitter von einem starren diskursiven Broadcast in einen Dialog." Ist das vielleicht sogar die Zukunft des Fernsehens?

    Elektrischer Reporter: 47: Jeff Jarvis über Journalismus im Internet-Zeitalter

     

    Klaus Eck

    Feedblitz: Den PR Blogger im E-Mail-Service abonnieren

    Falls Sie RSS-Feeds nicht kennen, nicht mögen oder aus einem beliebigen anderen Grund (noch) nicht nutzen sollten, biete ich Ihnen ab sofort eine Alternative mit einem klassischen E-Mail-Newsletter des PR Bloggers an, den Sie ab sofort kostenlos abonnieren können.

    Feedblitzlogo Dazu müssen Sie nur Ihre E-Mail-Adressen oben links (direkt unter meinem Foto) eingeben und anschließend das Abonnement durch einen Klick auf “Subscribe me" bestätigen. Dadurch erhalten Sie die neuesten Blogeinträge als E-Mail quasi on Demand zugeschickt. Alternativ können Sie die PR Blogger News auch via Skype oder Twitter beziehen.



    Realisiert habe ich den PR Blogger E-Mail-Service mit dem Newsletter-Tool Feedblitz. Nach einem längeren Trauerspiel und vielen Zookoda-Versuchen wechsel ich damit den Anbieter und vertraue auf eine neue Lösung. Ich würde mich freuen, wenn Sie darüber den PR Blogger täglich beziehen wollen.

    >> Feedblitz
    >> Für E-Mail-Abonnenten: Frequently Asked Questions for Subscribers

    Klaus Eck

    Pressefreiheit: Teure Blog-Interviews

    In Weblogs gibt es jede Menge Interviews, auch im PR Blogger. Wer andere zitiert oder online auf seiner Plattform zu Wort kommen lässt, muss nach einem Urteil der Zivilkammer 24 des Hamburger Landgerichts manchmal mit erheblichen Kosten rechnen. Denn die Richter legten in ihrer jüngsten umstrittenen Entscheidung fest, dass Medien (vermutlich auch Blogs) für die Wahrheit von
    Interviewäußerungen Dritter voll und ganz haften. Sie seien demnach in einer sogenannten "Verbreiterhaftung", selbst wenn sie keine bewussten Falschbehauptungen aufgestellt haben. Erst nach einer klaren Distanzierung vom Gesagten, solle die Verbreiterhaftung entfallen.

    Das LG Hamburg gab in seinem Urteil der "Saarbrücker Zeitung" als medialen Verbreiter eine Mitverantwortung, weil sie ein Interview mit Roger Willemsen veröffentlicht hatte. Darin hatte der Bestseller-Autor und TV-Moderator den Chefredakteur des "Focus" Helmut Markwort bezichtigt, ein Interview mit Ernst Jünger gar nicht selbst geführt, sondern von jemand anderen kopiert zu haben. Diese Behauptung erwies sich eindeutig als falsch.

    Für Blogger und Online-Medien ist es nur ein schwacher Trost, dass andere Landgerichte liberaler urteilen. Schließlich kann der Klagende bei einer Online-Verbreitung der Inhalte jedes Gericht seiner Wahl anrufen. Somit auch das Hamburger Landgericht. Es dürfte spannend zu beobachten sein, wie sich das Recht künftig entwickelt und ob wir hierzulande weiterhin von einer weitgefassten Pressefreiheit reden können. Jedenfalls sollte jeder Blogger seine eigenen Interview- und Zitier-Praktiken überdenken, will er derlei juristische Auseinandersetzungen vermeiden.

    Was halten Sie von dieser Entwicklung der Pressefreiheit? Sollten Blogger und Journalisten alles grundsätzlicher hinterfragen, weniger zitieren, interviewen oder gar kopieren? Dadurch könnte es immerhin auch spannendere Inhalte geben, die sich vom Copy & Paste-Journalismus unterscheiden oder?

    >> Telagonsichelputzer: Kein Interview
    >> Spiegel Online: PRESSEFREIHEIT IN GEFAHR. Das Ende des Interviews?

    Klaus Eck

    08. Mai 08

    Die Arbeitgemeinschaft Social Media legt los

    Der gerade entstehende Verein „Arbeitsgemeinschaft Social Media e.V.“ (kurz: AGSM) hat einen wichtigen Schritt gemeistert: Am 7. Mai trafen sich rund 30 Initiatoren und Interessierte in München, um die Satzung zu verabschieden und um den Vorstand zu wählen. Über Livestream und Twitter nahmen viele online teil, die nicht nach München-Schwabing kommen konnten.

    Der Verein hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: die Forschung und Entwicklung von Web 2.0-tauglichen Meßstandards, wobei sich die AG Social Media nicht als Konkurrenz zur AGOF sieht, sondern als ergänzender Partner. Auch die Lobbyarbeit etwa für Blogger und andere Web 2.0-Produzenten und -Betreiber soll nicht zu kurz kommen. 

    Neu35 Gegen abend, als die Satzung (endlich) verabschiedet war, wurde der Vorstand gewählt: Dieser besteht aus Dr. Benedikt Köhler, Universität der Bundeswehr München, Jörg Blumtritt, Burda Community Network, Maren Heltsche, Ausschnitt Medienbeobachtung, Heiko Ditges, bigmouthmedia (hintere Reihe) und Richard Joerges, ContentXperten (von links).

    Beeindruckend war die partnerschaftlich-konstruktive Art, mit der alle Teilnehmer über die hochkomplexen Funktionen des Vereins und seiner Mitglieder diskutierten. Der Satzungsentwurf etwa entstand in Koproduktion per Wiki. Das war nicht nur ein harter, langwieriger und schwieriger Prozess, sondern gelebtes Web 2.0 inklusive bester Manieren. Kompliment, so produktiv sind Meetings selten. Das Treffen fand in der Schwabinger Galerie Royal statt, die der Frau des Vorstands Jörg Blumtritts gehört. Die Vereinsgründer saßen zwischen Kunstwerken von Fink Ossi und Heribert Heindl, deren Ausstellungsthema bestens zur Gründung des Vereins passt, immerhin will dieser das Kunststück fertigbringen, eine hochkomplexe Gesellschafts- und Businesskultur abzubilden: „Sich Schwierigkeiten leicht zu machen ist ein Wunder“.

    >> Die Website der AG Social Media

    Doris Eichmeier

    27. Nachgebloggt: Ulrich Weber zum Start des neuen Opel Blogs

    Neu33 Die Adam Opel GmbH hat intern nach Bloggern gesucht und sie jetzt in Form zweier Testingenieure gefunden, die aus ihrem Berufsalltag bei der Entwicklung des Vectra-Nachfolgers Insignia berichten, was insofern bemerkenswert ist, als dass in der Phase kurz vor Marktstart des Autos, die Tester besonders viel zu tun haben und meist irgendwo zwischen Polarkreis, Nürburgring und Rüsselsheim auf Achse sind. In dem Auto-Blog berichten die Blogger direkt aus ihrem Arbeitsalltag. Bislang gibt es noch keine Kommentare, aber das liegt vor allem daran, dass es bisher noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich war. Die Opel-Blogger freuen sich durchaus auf Kommentare. Ulrich Weber, GME Media Bureau, erläutert exklusiv im PR-Blogger-Interview, warum Opel sein Corporate Blog gestartet hat:

     

    1. In der Vergangenheit hat Opel hierzulande bereits einige Blogs gestartet. Was ist jetzt neu an Ihrem Opel Insignia Blog?

    Mit dem Insignia Blog wollen wir, ganz im ursprünglichen Wortsinn, ein Web-Tagebuch verwirklichen. Ganz reduziert, ganz auf den Arbeitsalltag zweier Testingenieure bezogen. Opel hat noch nie ein Auto mit so viel High-Tech auf den Markt gebracht, insbesondere bei Fahrwerk und Antrieb. Da gibt es viel zu erzählen.

    2. Wenn Sie im neuen Opel Blog zwei Ingenieure über ihren Tester-Alltag bloggen lassen, ist das nicht ein Nischenthema? Wen interessiert das Ihrer Ansicht nach?

    So klein ist die Nische möglicherweise gar nicht. Wir haben festgestellt, dass das Interesse an der Arbeit von Testingenieuren relativ groß ist, vielleicht weil der Umgang mit getarnten Prototypen auch ein bißchen was Geheimnisvolles hat. Und normalerweise sind die Kollegen ja auch zur Unauffälligkeit verpflichtet, weil vieles von dem, was sie tun stark wettbewerbsrelelvant ist. Ein wenig hinter die Kulissen schauen, das könnte auch für Nicht-Technikfreaks ganz interessant sein.

    Neu34

    3. Warum tun sich eigentlich die deutschen Unternehmen Ihrer Ansicht nach so schwer mit Corporate Blogs? Haben sie Angst vor dem Kundenfeedback? Oder mag keiner der Mitarbeiter bloggen?

    Mögen vielleicht schon. Aber nicht jeder hat potentiell Gelegenheit. Ein umfassendes Corporate Blog bei Opel würde zum Beispiel all jene Kolleginnen und Kollegen ausschließen, die in der Produktion arbeiten und keinen Netz-Zugang haben. Deshalb beschränken wir uns bislang auf Themenblogs und setzen in der internen Kommunikation neben dem Intranet und Newsletter weiterhin auf wohltuend altmodische Dinge wie die Mitarbeiterzeitschrift Opel Post. Aber grundsätzlich halten auch wir es für eine gute Idee, mit einem thematisch breit gefaßten Corporate Blog die Brücke zwischen intern und extern zu schlagen. Deshalb diskutieren wir auch ganz intensiv mit unseren blog-erfahrenen amerikanischen Kollegen bei GM in Detroit.

    4. Inwiefern wollen Sie mit Ihrem Corporate Blog auch etwas für das Image des Vectra-Nachfolger Insignia tun?

    Zur Imagebildung kann so ein Blog nur ein Mosaikstein sein, deshalb hängen wir die Meßlatte nicht so hoch. Aber wenn die Botschaft rüberkommt, dass es Technikkompetenz nicht nur in Stuttgart, München und Ingolstadt, sondern auch in Rüsselsheim gibt, dann würden wir uns freuen. 

    5. Welche Kommunikationsziele verfolgen Sie mit Ihrem Blogansatz?

    Opel ist, vielleicht mehr als jeder andere deutsche Autohersteller, eine Marke zum Anfassen.  Deshalb haben wir nichts dagegen, mit Begriffen wie Transparenz und Authentizität in Verbindung gebracht zu werden. Ein thematischer Ansatz wie beim Insignia-Blog scheint ein gutes Instrument, um diese Nähe zu vermitteln.

    Ein ganz simples Kommunikationsziel sollte man bei aller Theorie nicht vergessen: Hier sind Opel-Ingenieure, die haben Spaß an ihrer Arbeit und freuen sich, darüber berichten zu können. Wenn dieser Spaß rüberkommt, hat sich das Bloggen schon gelohnt.

    >> PR Blogger: 26. Nachgebloggt: Johannes F. Woll zum Social Networking via Xing
    >> Insignia-Blog – Mein Kontrastprogramm

    Klaus Eck

    07. Mai 08

    Online Reputation Management 5: Steffen Büffel hat keine Angst vor Transparenz

    Steffen Büffel, Media-Ocean, weiß ganz genau, warum er online aktiv ist und wundert sich nicht darüber, dass er im Web eine große Präsenz hat. Schließlich nutzt er seine Online-Aktivitäten gezielt zum Aufbau seiner Reputation und hat keine Angst vor zuviel Online-Transparenz. Im Interview erläutert er, was er für sein Selbstmarketing alles so macht.

    1. Im Internet habe ich bei Google insgesamt rund 8.600 Beiträge zu "Steffen Büffel" gefunden? Wie erklären Sie sich das? Liegt das an Ihrer journalistischen Tätigkeit?

    Kurz vorab: Das ist wirklich mein Name und kein Künstlername, wie es manche Leute immer mal wieder vermuten. Insofern sind es wohl 8.600 echte Treffer, Verwechslung fast ausgeschlossen. An meiner journalistischen Tätigkeit liegt das aber wohl am wenigstens, da ich mich nicht als Journalist verstehe und nur selten Beiträge in Fachzeitschriften schreibe. Es liegt eher daran, dass ich zu Themen blogge, die in den letzten Jahren an Interesse und Dynamik zugenommen haben. Also Social Media, Bürgerjournalismus, Blogs, E-Learning etc. Das sind meine Themen und wegen dieser Themen und meiner Onlinepräsenz werde ich immer wieder zu Tagungen oder Interviews in den Massenmedien eingeladen.

    2. Bei einer oberflächlichen Recherche via Google erfahre ich sofort, dass Sie Medienwissenschaftler, Medienberater und Hardbloggingscientist sind, ein eigenes Blog namens Media Ocean betreiben und bei Xing und in anderen Communities aktiv sind. Sind sind sehr gut sichtbar. Doch wer im Telefonbuch nach Ihnen sucht, findet anscheinend niemanden. Haben Sie einen seltenen Namen, der Sie im Netz leicht erkennbar macht? Falls ja, wie profitieren Sie davon? Wie wirkt sich das für Sie aus, wenn jemand Sie kontaktiert?

    Steffen_bueffel75dpi Wie oben schon erwähnt, habe ich durch den Namen mit den vier "f" nicht nur ein, sondern mit "Büffel" gleich noch ein zweites Allereinstellungsmerkmal. Das Kuriose: Wenn man nur nach "Büffel" googelt, findet man mich auf Platz 3, nach Wikipedia und einem Lederwarenhersteller. Die kleinen Namensvorteile machen sich durchaus bemerkbar, da man nicht zwischen 500 Peter Müller unterschieden muss. Umso wichtiger ist es mir aber dort gefunden zu werden, wo ich gefunden werden will. Das Telefonbuch gehört hier nicht (mehr) dazu. Denn die Erfahrung und mein gesunder Menschenverstand bei dem was ich tue haben mir gezeigt, dass das Web, meine Profile an den unterschiedlichen sozialen Netzwerk-Boulevards sowie meine Kontakte mir die Art des Beziehungsaufbaus zu Kunden ermöglichen, die meinem naturell und meinen Dienstleistungen am nächsten kommen. Gut und gerne 80 Prozent meiner Aufträge kommen durch Mund-Propaganda online und offline. Das gibt mir bei meiner Strategie recht.

    3. Was ist Ihr persönliches Reputationsziel? Wie wollen Sie als Person online wahrgenommen werden?

    Ich gebe online verhältnismäßig viele Facetten meiner Persönlichkeit preis. Man findet zwar auch explizit Privates, aber in einem wesentlich geringerem Maße. Für mich ist entscheidend, als Mensch mit Launen, mit tollen Ideen, mit Visionen, mit vielen Interessen und Begabungen sowie einer fundierten wissenschaftlichen und praktischen Expertise rüberzukommen. All diese Facetten bilde ich über Themen ab, die mich beruflich wie privat interessieren. Als Hardbloggingscientist beobachte und kritisiere ich das Bildungssystem, als Medienberater behaupte ich "Print ist tot!", gebe aber Gründe und Argumente für diese These, so dass ich einerseits provoziere und Aufmerksamkeit errege, gleichzeitig aber fachlich seriös "rüberkomme" und das auch bin. Ein Spagat, ja! Aber einer, der mir entspricht und bisher gut funktioniert.

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    Alpha-Bloggerinnen

    Die Chefredakteurin von "Emma" Alice Schwarzer hat bei der Entgegennahme des Ludwig-Börne-Preises für kritischen Journalismus die neue feministische Szene als "Propagandistinnen eines Wellness-Feminismus" bezeichnet. Die Feministin will mit den "Post-Girlies" nicht viel zu tun haben.

    Das konnten die Mädchenmannschafts-Bloggerinnen Meredith Haaf, Susanne Klingner, Barbara Streidl nicht einfach so stehen lassen. Sie haben vor kurzem ihr Buch “Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht” erfolgreich publiziert und fühlten sich von Schwarzers Kritik angesprochen. In der Süddeutschen Zeitung schrieben sie deshalb jüngst eine Replik auf Alice Schwarzer: "Kein böses Patriarchat".

    Ihr Blog Mädchenmannschaft ist ein schönes Beispiel für ein gut gemachtes Autorenblog. Die Bloggerinnen nutzen es geschickt für ihre Selbstvermarktung und erhalten zahlreiche Kommentare für ihre Themen. In ihrem Profil präsentieren die Blogautorinnen ihr Konzept wie folgt:

    "Willkommen Feministinnen, Feministen und alle, die es werden wollen! Die Mannschaft liebt den Feminismus und notiert hier Dinge und Nachrichten, die gute Laune machen oder uns die Nackenhaare aufstellen."

    Es gibt eine feministische Blogszene, die in der Blogöffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen wird und meistens unter sich zu bleiben scheint. Viele Autorinnen ziehen dabei den Schutz der Anonymität vor, unter dem sie klare Worte für den Feminismus finden. Einen kleinen Eindruck davon vermittelt die Blogroll, die es in der Mädchenmannschaft gibt.

    Welche "Frauen-Blogs" kennen und schätzen Sie besonders?

    >> FAZ.net: Harald Schmidts Laudatio auf Alice Schwarzer. Warum ich in den Feminismus eingetreten bin
    >> FAZ.net: Neue Mädchen, alte Muttis. Man muss nicht alles ergründen wollen

    Klaus Eck

    Wikipedia kämpft um Glaubwürdigkeit

    Vertrauen Sie den Inhalten der Wikipedia? In meinem gestrigen Workshop antworteten die Teilnehmer mit einem eindeutigen "Nein!". Allerdings stand jeglicher Online-Content unter General-Verdacht und konnte im Vergleich zu Print nicht bestehen: "Im Web gibt es viel zu viele Fehler in den Texten." Derlei Reaktionen der Leserschaft der Wikipedia erklären ein wenig, warum die Wikipedianer seit dem 6. Mai 2008 etwas mehr Geduld benötigen. Ihre Beiträge werden nicht mehr sofort im Web sichtbar. Denn in der deutschen Wikipedia gibt es seit Montag eine Qualitätskontrolle. Dadurch erhalten die Wikipedia-Nutzer künftig in der Standardansicht nur noch sogenannte "gesichtete und geprüfte Versionen", die von erfahrenen Wikipedia-Autoren als frei von Verunstaltungen gekennzeichnet werden sollen. Auf diese Weise will die Wikimedia Deutschland e.V. einfachem Vandalismus in den Wikipedia-Artikeln vorbeugen. Zu einem späteren Zeitpunkt sind auch inhaltliche Prüfungen vorgesehen, mit denen die Richtigkeit der in Wikipedia-Artikel enthaltenen Angaben durch Experten bestätigt werden soll.

    Der Vorstand des Vereins Philipp Birken will bei der Wikipedia "weg von der schieren Masse an Artikeln, hin zu mehr Qualität und Verlässlichkeit für unsere Leser". Trotz der Einführung einer redaktionellen Überprüfung ändert sich für die Wikipedianer grundsätzlich erst einmal nichts. Sie können weiterhin die Artikel des Online-Nachschlagewerks jederzeit bearbeiten.

    "Die Einführung der gesichteten und geprüften Versionen ermöglicht es uns, die Qualität der Wikipedia-Inhalte weiter zu steigern - unter Beibehaltung der Transparenz und Offenheit des Projektes", ergänzt Vorstandsmitglied Tim Bartel. Er hofft, "dass sich das Konzept in der Praxis bewährt. Jetzt ist zunächst einmal die Community am Zug, die neuen Funktionen auszuprobieren."

    Meiner Ansicht handelt es sich bei der Einführung eines digitalen Prüfstempels in der deutschsprachigen Wikipedia vorerst nur um reine Kosmetik, die der Glaubwürdigkeit des Lexikons dienen soll. Das ist sicherlich eine ehrenwerte, gut gemeinte Maßnahme, aber was bringt sie wirklich? Niemand kann sich auf die Richtigkeit eines Wikipedia-Artikels verlassen, solange die Autoren nicht mit realem Namen bekannt sind und damit für ihre Inhalte Verantwortung übernehmen. Oder können Sie einer reinen IP-Adresse vertrauen? Jeder kann zwar ein Nutzerprofil bei der Wikipedia anlegen, wird dann aber bei geringer Aktivität schnell verdächtigt, es für eigene Zwecke zu missbrauchen. Es geht hierbei nun wirklich nicht darum, aus der Wikipedia einen "Ort zur Selbstdarstellung" zu machen. Dennoch wäre es für die Transparenz der Wikipedia besser, wenn mehr Autoren mit Klarnamen auftreten würden. Auf diese Weise erhält jeder Wikipedia-Leser einen besseren Eindruck von den Akteuren und kann sich selbst entscheiden, ob er einem Wikipedianer vertraut oder auch nicht.

    Welche Erfahrungen haben Sie mit der Wikipedia gemacht? Kennen Sie Beispiele für Falschinformationen in der Enzyklopädie?

    >> Spiegel: ONLINE-ENZYKLOPÄDIE. Wikipedia erprobt Artikel-Kontrollsystem
    >> Wikimedia: Wikipedia: “Gesichtete Versionen” sollen Verlässlichkeit steigern
    >> Wikimedia Blog
    >> Zielpublikum Weblog: Gesichtete und geprüfte Versionen bei Wikipedia

    Klaus Eck

    06. Mai 08

    Online Reputation Management 4: Die Sängerin 2.0: Verenice

    Immer mehr Schauspieler, Sänger und andere Künstler richten sich auf MySpace einen Account ein, stellen Videos auf Youtube oder Sevenload und profitieren insgesamt von den Möglichkeiten des Web 2.0. Verenice steht noch am Anfang ihrer Karriere als Sängerin, ist aber im Social Media-Umfeld sehr aktiv und nutzt das Internet für die Selbstvermarktung sehr geschickt. Grund genug, auch Sie nach Ihrer Reputationsstrategie zu fragen und herauszufinden, wie viele Privates sie online zulässt.

    Im Internet habe ich bei Google insgesamt 67.200 Beiträge zu "Verenice" gefunden? Wie erklären Sie sich das?

    Verenice ist zwar ein seltener Vorname, aber da in den heutigen Zeiten so viele Menschen ihre Spuren im Web 2.0 hinterlassen, werden nicht mehr nur bekannte Persönlichkeiten über Google gefunden, jeder Hans und Franz oder eben jede Verenice. Das ist gelebte Demokratie! Allerdings sind die ersten Plätze bei Google alle von mir besetzt. Immerhin gibt es sogar einen Link zu einem Online-Verzeichnis für Baby-Vornamen, wo irgendjemand mich witzigerweise als „bekannte Persönlichkeit mit dem Vornamen Verenice“ eingetragen hat.

    Sie sind sehr aktiv online unterwegs, haben mehrere eigene Websites, einen Myspace- und Facebook-Account, ein Blog, einen Video-Kanal auf Sevenload und viele andere Dinge mehr. Wie wirkt sich das für Sie aus, wenn jemand Sie kontaktiert? Wissen andere schon alles über Sie?

    Verenice_klein_2 Zunächst trenne ich klar zwischen privaten und beruflichen Kontakten. Zum Beispiel habe ich bei MySpace sowohl ein privates als auch ein Musik-Profil. Das private nutze ich hauptsächlich, um mit meinen Freunden aus den USA, wo ich zur High School gegangen bin, in Kontakt zu bleiben. Dort füge ich nur wirkliche Freunde hinzu. Auf meiner MySpace-Musik-Seite adde ich so ziemlich jeden, der eine Anfrage schickt. Dort geht es darum, den Fans eine Plattform zur Information und zum Austausch zu geben.

    Hingegen sehe ich in dem willkürlichen Sammeln von Kontakten bzw. „Schein-Freunden“ auf privaten Profilen für mich keinen Sinn. Ein Bekannter von mir hat einmal behauptet, er kenne alle seiner 2000 Facebook-Freunde persönlich. Als ich ihm ein paar Namen von denen nannte, konnte er allerdings nichts damit anfangen. Da addet ein Profilierungssüchtiger den anderen... Wenn mir ein Unbekannter eine Facebook-Anfrage schickt, dann frage ich ihn erst einmal, woher wir uns kennen und warum ich ihn bitteschön bestätigen sollte.

    Ein anderer Bekannter erwähnt in seinem Twitter-Feed jeden Tag seinen morgendlichen Kaffee und schreibt, was es in der Kantine zu essen gibt. Da frage ich mich, wen das eigentlich interessiert. Dann kenne ich jemanden, der jedes Date auf Twitter bespricht. Naja, da muss man dann wohl wenigstens nicht mehr warten, ob diese Person wohl am nächsten Tag anruft; man kann einfach bei Twitter nachschauen, ob ihm das Date gefallen hat.

    Bei meinen knapp 20 Online Accounts ist es natürlich schwierig, den Überblick zu behalten. Hilfreich sind hier die E-Mail-Benachrichtigungen, wenn ich z.B. eine neue Freundanfrage erhalten habe, und Aggregatoren wie Netvibes. In meinem Netvibes Universe sind alle meine relevanten Online-Aktivitäten, die meine Musik betreffen, zusammengefasst. Da steht jetzt aber nichts allzu Privates drin. Durch meine Songs lasse ich sowieso schon so tief in meine Seele blicken, das passt in keinen Tweet.

    Allerdings gebe ich online manchmal doch mehr preis, als mir bewusst ist. Als ich z.B. neulich auf einem Flug nach Goa fast ohnmächtig geworden bin, hatte ich meiner Mutter abends am Telefon davon nichts erzählt, weil ich nicht wollte, dass sie sich Sorgen macht; doch ich hatte meine gesamten Reiseerlebnisse in meinem Blog auf freundin.de festgehalten. Ein paar Tage später bekam ich einen Anruf von meiner Mutter: „Was ist da los? Ich habe deinen Blog gelesen...!“

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    05. Mai 08

    Online Reputation Management 3: Sören Stamer setzt auf Enterprise 2.0

    Auf mehr Selbstorganisation setzt der CoreMedia-Chef Sören Stamer in seiner Firma. Er hat das Buch "Enterprise 2.0: Die Kunst, loszulassen" gemeinsam mit Willms Buhse herausgegeben, in dem unter anderem Andrew McAfee, David Weinberger, Don Tapscott Artikel mitschreiben sowie Case Studies von Nokia, SAP und Vodafone veröffentlicht werden. In unserem Interview erläutert der Hamburger, was eigentlich Enterprise 2.0 für ihn tatsächlich ist, wie es in seinem Unternehmen praktiziert wird und wie es sich auf die Unternehmenskommunikation CoreMedias insgesamt ausgewirkt hat.

    CoreMedia bezeichnet sich seit einiger Zeit als Enterprise 2.0? Was heißt das?

    Wir erleben in der Organisationsentwicklung getrieben durch das Internet und Web 2.0 einen Paradigmenwechsel. CoreMedia ist zunächst ein Unternehmen und erbringt als solches wie fast jedes Unternehmen Leistungen für Kunden, beschäftigt Mitarbeiter und erwirtschaftet Gewinne für die Aktionäre. Doch die Art und Weise, wie CoreMedia die Wertschöpfung erbringt und die Zusammenarbeit koordiniert, weicht deutlich von klassischen Unternehmen ab. Als Enterprise 2.0 nutzt CoreMedia im Unterschied zu klassischen Unternehmen ein deutlich höheres Maß an Selbstorganisation. CoreMedia setzt im Unternehmen also auf das selbe Paradigma wie es auch dem Web 2.0 zugrunde liegt. Statt starrer hierarchischer Strukturen und einem vergleichsweise hohen Maß an zentraler Kontrolle nutzt CoreMedia offene Netzwerkstrukturen, dynamische Hierarchien und soziale Medien um kreativer, schneller und effektiver zusammen zu arbeiten.

    Als vereinfachende Formel könnte man sagen: Enterprise 2.0 = Web 2.0 in the Enterprise + Privacy + Relevance.

    Wie unterscheidet sich Ihre Strukturen von denen klassischer Unternehmen? Welche Erfahrungen haben Sie mit den neuen Partizipationsmöglichkeiten gemacht?

    Neu9_2 Um innovativer, agiler und schneller zu werden und letztendlich unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, haben wir die klassischen Abteilungsstrukturen aufgelöst und die Vernetzung zwischen den Mitarbeitern und zu Kunden und Partner systematisch und sehr deutlich gesteigert. Einmal im Quartal treffen sich alle Mitarbeiter und Manager und arbeiten in einem Open Space Workshop selbstorganisiert an den Themen, die den Beteiligten am Herzen liegen und von ihnen vorgeschlagen werden. Alle Beteiligten entscheiden selbst, welche Themen sie interessieren und wie sie sich einbringen wollen. Aufgrund des großen Erfolgs dieser Workshops haben wir begonnen auch Aktionäre, Aufsichtsräte, Kunden, Partner, potentielle Kunden aber auch Freunde, Journalisten und Blogger einzuladen.

    Es war sehr beeindruckend für mich, zu erleben, wie sich die Offenheit und das Vertrauen in alle Beteiligten sich auf unerwartete Weise auszahlte. Fast alle Ergebnisse der diversen Arbeitsgruppen auf den Open Spaces wurden innerhalb weniger Wochen bis Monate erfolgreich in die Tat umgesetzt - und zwar ohne gesonderte Direktive "von oben". Wir brauchten also keinen zusätzlichen Managementaufwand für wichtige Durchbrüche.

    Insgesamt haben wir erkannt, dass weniger zentrale Kontrolle und mehr Vertrauen in die natürlichen Kräfte der Selbstorganisation sich auszahlt. Wir mussten dafür lernen, dass dynamische Hierarchien in einem dynamischen Umfeld deutlich besser funktionieren als statische. Daher lassen wir unsere Manager von dem zu führenden Team vorschlagen und regelmäßig bewerten.

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    02. Mai 08

    Online Reputation Management 2: Wer ist eigentlich Uwe Mommert?

    Ego-Googeln war gestern. Lieber schaue ich mir die Online-Profile von Kommunikatoren, Journalisten und Bloggern an: Für den zweiten Teil der Interview-Serie habe ich einige Fragen an den Landau Media-Vorstand Uwe Mommert gerichtet, der regelmäßig im Mediacoffee Blog publiziert. Sein Unternehmen ist deutschlandweiter Anbieter von Medienbeobachtung in Print-, Internet-, TV-, Hörfunkmedien und Nachrichtenagenturen.

    Mommert 1. Im Internet habe ich bei Google insgesamt 3.660 Beiträge zu "Uwe Mommert" gefunden? Wie erklären Sie sich das?

    Ich bin als Marketing-Vorstand bei Landau Media für die Außendarstellung verantwortlich. Dazu gehört, dass ich auch viele schriftliche Beiträge veröffentliche und z.B. blogge. Da ich dies bereits seit 10 Jahren tue, hat sich eine Menge im Netz angesammelt.

    2. Unter den ersten Treffern erfährt man als Leser, dass einiges über Ihre berufliche Position. Sie sind "Vorstand der Landau Media AG" und als solcher zur Medienbeobachtung wie die Jungfrau zum Kinde gekommen, heißt es in den ersten Einträgen, die Sie selbst verantworten. Außerdem sehen wir, dass Sie auf dem Mediacoffee Blog aktiv sind, ein Xing-Profil haben, Mitglied in der Marketing Boerse sind und auch schon einmal in anderen Blogs kommentieren. Wie wirkt sich das für Sie aus, wenn jemand Sie kontaktiert? Wissen andere schon alles über Sie?

    Auf jeden Fall sind manche Besucher besser informiert, als dies z.B. vor sechs Jahren der Fall war. Ich finde das ganz praktisch und mache es umgekehrt natürlich auch so.

    3. Was ist Ihr persönliches Reputationsziel? Wie wollen Sie als Person online wahrgenommen werden?

    Das erste Ziel ist es, überhaupt wahrgenommen zu werden und so auch Öffentlichkeit für mein Unternehmen zu erzeugen. Persönlich versuche ich einfach digital genau so zu kommunizieren, wie ich es  im direkten Kontakt mache. Inhaltlich ist mir wichtig, dass ich auf den Gebieten Medien, Medienbeobachtung und PR-Evaluation als „Player“ identifiziert werde und dort zur inhaltlichen Entwicklung des Themas beitragen kann.

    4. Sind Sie in Blogs oder an anderer Stelle online schon einmal persönlich angegriffen worden? Was raten Sie anderen in solchen Situationen und wie sind Sie damit gegebenenfalls umgegangen?

    In Blogs werde ich häufig persönlich angegriffen, da ich meine Meinung oft klar formuliert und manchmal auch provokativ äußere. Ich habe akzeptiert, dass die Diskussion in Blogs auf einer anderen Ebene abläuft und deswegen anderen Kommunikationsregeln unterliegt. Ich persönlich, als Repräsentant meines Unternehmens, achte vor allem darauf, dass ich nicht niveaulos kommuniziere.

    5. Wie schützen Sie eigentlich angesichts der neuen Online-Transparenz noch Ihre Privatsphäre?

    Privat geht von mir fast gar nichts ins Netz. Ich kann ja steuern, welche Informationen ich freigebe und welche nicht. Aus diesem Grund sind z.B. meine Flickr-Fotos nicht öffentlich. Einen kleinen Blick in meine Privatsphäre kann man höchstens in last.fm erhaschen. Dort sieht man, dass ich die Toten Hosen und die Beatsteaks als Band sehr schätze.

    >> PR Blogger: Online Reputation Management 1: Uwe Knaus im Interview

    Klaus Eck

    Morgenwelt 18: Web-Schlafmützen?

    Sind wir immer noch ein Blog-Entwicklungsland, weil wir uns nicht auf innovative Kommunikatinsinstrumente einlassen oder ist alles nur halb so schlimm? Es gibt schließlich zahlreiche lesenswerte Blogs. Auf einige Corporate Blogs möchte ich diesmal verweisen und insbesondere die Weiterbildungsblogs zur Lektüre empfehlen. In manchen Branchen halten sich die Blogger trotz allem nach wie vor zurück. Wir sind noch weit davon entfernt, dass hierzulande flächendeckend und überall gebloggt oder getwittert wird. Dennoch gibt es zarte Anfänge, die vielversprechend sind.

    Weinblogs: Als Web-Schlafmützen bezeichnet Mario Scheuermann die Winzer und entfacht damit eine spannende Diskussion in seinem Blog drinktank: "Deutschlands Weinmacher verschlafen das Web 2.0 mit all seinen Möglichkeiten komplett. Mehr oder minder schicke Homepages haben sie inzwischen fast alle. Auch die teuer eingekauften Shops funktionieren, wenn sich denn mal ein Zufallskunde zu einer Order entschliesst. Doch ansonsten: Fehlanzeige."

    Greenpeace: Wer sich für die Rettung der Regenwälder oder professinelles Campaigning interessiert, wird bei der Umweltorganisation fündig: Talk to Dove. Greenpeace outet den Dove-Hersteller Unilever als Regenwald-Vernichter, weil er für das Palmöl den Regenwald in Indonesien abgeholzt und nutzt ein Video für  die Kampagne.

    Ideenplattformen: Nachdem in den USA My Starbucks Idea und Dell IdeaStorm erfolgreich gestartet sind, schien die Zeit reif für eine deutsche Variante einer Brainstorming-Platform, auf der Kunden über die besten Produktideen diskutieren und diese bewerten. Doch dank der viralen Zahnbürstenhandyaktion für die Tchibo verantwortlich zeichnet, dürfte die Bloggerwelt zumindest etwas verschnupft auf das frisch gestartete Portal Tchibo Ideas reagieren. (via netzwertig)

    Twitter: Der Popkulturjunkie Jens Schröder aktualisiert ab sofort regelmäßig die deutschen Twittercharts.

    Reputationsmanagement: Im Fall Chinas versagt das Online Reputation Management, meint Lothar Lochmaier im Blog IT Wissen.

    Corporate Blogs: Nein, einen Persilschein erhält das neue Unternehmensblog über die Marke Persil noch nicht. Dazu gibt es noch viel zu verbessern. Zu Recht gibt es deshalb viel Kritik in der Bloggerwelt. Prof. Thomas Pleil liefert eine sehr gute erste Analyse des Mitarbeiterblogs: "Gebloggt wird bei Henkel ähnlich wie bei Daimler von mehreren Mitarbeitern aus dem Unternehmen - von der Praktikantin über die Marktforscherin bis zum Brand Manager. Allerdings scheint mir die Personalisierung ein wenig zurückhaltend - ähnlich wie man sich zum Konzept ein wenig bedeckt hält. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man mit etwas zu viel Vorsicht ein neues Spielfeld betritt und deshalb auch erstmal den Lesern nicht ganz über den Weg traut: Die müssen sich registrieren, damit sie kommentieren dürfen." Immerhin forcieren die Macher trotz dieser Hürden, die mich dort ebenfalls vom Kommentieren abhalten, den Dialog mit ihren Kunden. Mir gefällt der Blick in die Markenhistorie, der ein wenig an den Coca Cola-Blog-Ansatz erinnert. Deshalb wünsche ich Henkel viel Glück dabei.

    Studie:Universal McCann - Social Media Studie (80 Seiten PDF): Olaf Kohlbrück hat sich die Studie angesehen und meint: Social Media wird Alltag.

     

    Weiterbildung_2 Weiterbildung: Eine Top 10 der deutschen Weiterbildungsblogs liefert die Zeitschrift wirtschaft + weiterbildung einschließlich einer Stärken-Schwächen-Analyse. Dabei wurde der Weiterbildungsblogger Dr. Jochen Robes aus Frankfurt am Main sogar zum „wichtigsten Blogger" der deutschen Weiterbildungsszene gekürt und bekam einen Platz auf den Titel der Zeitschrift.

    1. Weiterbildungsblog.de
    2. Simons Systemische Kehrwoche
    3. Mwonlineblog
    4. E-learning-blog
    5. Personaler Online
    6. robertfreund
    7. creaffective-Blog
    8. E-Denkarium
    9. The Future of Learning
    10. Informelles Lernen

    Karrieretipps: für das Selbstmarketing in Manga-Form: Johnny Bunko (12 Seiten)

    E-Mails: Schreiben Sie nicht zu viele E-Mails, denn merke: "Wer E-Mails sät, wird E-Mails ernten" heißt es im Buch "Wenn E-Mails nerven". Wir tragen alle zum Information Overload ein Stück bei.

    Corporate Blogs: Neu gestartet hat die Marketingberaterin Karin Janner das Kulturmarketingblog. In einem ihrer ersten Beiträge erläutert sie die Gründe für den Blogstart.

    Klaus Eck

    01. Mai 08

    Musikindustrie: Öl ins Feuer des 21. Jahrhunderts gießen

    Die Musikindustrie ärgert sich schon lange über illegale Downloads, die ihr bisheriges Geschäftsmodell in Frage stellt. Statt sich auf die neue Situation in der Online-Welt einzustellen, sich Konzepte für die Musik 2.0 zu überlegen und den Konsumenten innovative Angebote zu machen, verteidigt die Musikbranche anscheinend lieber das Gewohnte, indem sie nicht nur alle Onliner unter Pauschalverdacht setzt, sondern jetzt auch noch 200 Künstler als "Haussklaven"  dafür einspannt, einen offenen Brief an unsere Bundeskanzlerin Angelika Merkel zu schreiben. Darin heißt es:

    "Vor allem im Internet werden Musik, Filme oder Hörbücher millionenfach unrechtmäßig angeboten und heruntergeladen, ohne dass die Kreativen, die hinter diesen Produkten stehen, dafür eine faire Entlohnung erhalten. So wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland über 300 Millionen Musikstücke illegal aus dem Internet heruntergeladen. Zehnmal mehr, als legal verkauft wurden." (Offener Brief, hinterlegt bei Heise Online)

    Darauf antwortet der Rechtsprofessor und Urheberrechtsexperte Thomas Hoeren verärgert im Experten-Blog des Beck-Verlags:

    "Ich habe langsam die Nase von den Frechheiten der Musikindustrie voll. (...) Die eigenen Haussklaven werden als Unterzeichner vorgeschickt und instrumentalisiert, statt sich mal zu fragen, ob man nicht als Musikindustrie angemessene Salärs an Kreative zahlt. Jede differenzierte Auseinandersetzung fehlt: Hat nicht der Gewinneinbruch in der Musikindustrie noch andere Gründe als P2P? Kann die TK-Industrie überhaupt effektiv den Zugang zu Websites sperren?"

    Der Multimedia-Rechtsexeperte hält den Brief für viel zu undifferenziert. Darin würden Fakten verdreht und in einem seltsamen Kontext mit dem Zensurland China gestellt.

    Im Internet hat Hoerens Replik für zahlreiche Reaktionen in den Blogs und Medien gesorgt. Allein in einem Heise-Artikel zu dem Beck-Blog-Thema gab es mehr als 300 Kommentare, aber auch in Hoerens Blog finden sich viele juristische Kommentare. Wie denken Sie über das Verhalten der Musikbranche?

    >> Beck-Blog: Thomas Hoeren: Worüber ich mich ärgere: Der offene Brief der Musikindustrie
    >> Heise online - Urheberrechtsexperte ärgert sich über "Frechheiten der Musikindustrie"
    >> Welt.de: Don Dahlmann: Was die Contentindustrie kann...

    Klaus Eck

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