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Social Bookmarks

Friend Connect

10. Juli 09

Erfolgreich in Social Media: Victoria’s Secret auf Facebook

Rund 1,9 Millionen Fans hat die offizielle Facebook-Fanpage von der Marke Victoria's Secret innerhalb von nur rund drei Wochen bekommen. Diese erhalten auf der Markenpräsenz von VS einen exklusiven Zugang zu Videos, Fotos, Insiderinformationen zur Marke sowie Hinweise auf Events und Supermodel Profile. Ein gigantischer Marketingerfolg in Social Media, die jenseits von Nischenreichweiten steht und durchaus für Bedenken in der Medienwelt sorgen sollte. Von diesem Erfolg träumen hierzulande die Marketingtrategien noch vergeblich. Oftmals müssen sie sich nur mit einigen wenigen 100 Fans auf Facebook begnügen. Damit ist natürlich kein Mediaplaner zu begeistern.

Wie man erfolgreich eine Facebook-Fanpage nutzen kann, sieht man an Victoria's Secret (allerdings nicht an diesem Freitag). Die Facebook-Präsenz begeistert die Nutzer, die sich als Markenbotschafter verdingen und ihren Kontakten zeigen, dass sie VS schätzen.

In kurzer Zeit erhielt die Fanpage für ein neues Produkt mehr als 500 Kommentare und zahlreiche Anmeldungen für ein kleines Event. Das zeigt deutlich, wie sehr die Facebook-Mitglieder Anteil an den Marketingaktionen nehmen und dass eine gewissen Markenbindung bei den Fans besteht. 

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Laut den Daten von Inside Facebook ist Victoria's Secret Entwicklung mehr als erfreulich:

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Dabei ist es noch nicht einmal VS einziger Erfolg in Social Media. Bereits die junge Tochtermarke Victoria's Secret PINK ist mit rund 1,3 Millionen Fans auf Facebook sehr erfolgreich. Allerdings gibt es diese Fanpage seit Ende 2006.

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Darüber hinaus gibt es zahlreich Fanseiten, die nicht offiziell von dem Unternehmen aufgebaut worden sind, aber dennoch viele Markenbotschafter und Kunden auf Facebook vereinen. Eine Gruppe hat sogar mehr als 27.500 Fans.

>> Michael Jackson auf Facebook ist ebenfalls ein Markenerfolg
>> digitallikeness: 1.8 million Victoria’s Secret fans on Facebook  

Klaus Eck

StudiVZ startet Nachbarschaftsnetzwerk

 

Stefan von Holtzbrincks VZ-Netzwerk bietet ab sofort sogenannte "Heimatprofile" aus den Regionen an. Auf den Profilen von München, Hamburg und Berlin finden VZ-Mitglieder Nachrichten aus ihrer Region, Tipps für Restaurant-, Bar-, Disco- und Partybesuche sowie das Neues aus dem jeweiligen Lieblings-Fußball-Klub. Auf diese Weise will sich StudiVZ und MeinVZ als lokaler Dienst darstellen und sich als regionaler Nachbarschaftsdienst positionieren. Als Medienpartner konnte das VZ-Netzwerk die "Süddeutsche Zeitung", das "Hamburger Abendblatt" und den "Tagesspiegel" gewinnen.

Bei dieser MedienpPartnerschaft dürfte das Prinzip Hoffnung für die Verlage großgeschrieben sein; viele Medienhäuser versuchen über Stadtportale die junge Leserschaft für sich zurückzugewinnen. Deshalb ist der Ansatz, mit regionalen Angeboten in Social Networks für den eigenen attraktiven Content zu werben, durchaus konsequent zu nennen. Schließlich verbinden viele Menschen ihre Online- zunehmend auch mit Offline-Aktivitäten. Das könnte somit auch die Bindung an ein Social Network erhöhen.

Es macht jedoch keinen Sinn, sich allein auf StudiVZ/MeinVZ zu konzentrieren. Ich bin gespannt, wie sich die Verlage demnächst auch auf Facebook und in weiteren Netzwerken präsentieren werden. Auf den (teuren) Aufbau einer eigenen Community können viele meiner Meinung nach eher verzichten. Lieber sollten Unternehmen und Organisationen dorthin gehen, wo ihre Kunden/Leser ohnehin zu finden sind.

>> via Basicthinking
>> Turi2:  heute2: StudiVZ verbündet sich mit Lokalzeitungen.
>> VZ-Blog: VZ-Gruppe stellt sich regional ab sofort noch stärker auf: Ausgewählte Medien präsentieren neue ‚Heimatprofile’ im studiVZ/meinVZ

Klaus Eck

Posted via email from klauseck's posterous

09. Juli 09

Information Management in Social Media via E-Mail

Der Online-Service Posterous bietet zahlreiche Social Media Funktionen, die das Verteilen von Content auf Blogs, Twitter, Facebook und Social Bookmarking Services ungemein erleichtert. So lassen sich Webinhalte per E-Mail oder per Drag and Drop via Bookmarklet in das eigene Blog übertragen. Selbst Videos und MP3-Dateien lassen sich via Posterous leichter publizieren.

Ich nutze diesen Dienst zunächst testweise, wobei es mir die Autoposting-Funktionen des Dienstes besonders angetan haben. Deshalb bitte ich, mir das eine oder andere PR-Blogger-Experiment zu verzeihen. Beim Testen könnte einiges auch einmal schiefgehen und zu Doppelungen führen. Beim ersten Versuch auf allen Kanälen zu spielen, sind natürlich prompt die Tweets gleich drei bis vierfach rausgegangen. Deshalb sollte man sich vorher eigentlich immer über die Bezüge Gedanken machen. Aber genau das wollte ich beim ersten Posting via Posterous ausprobieren.

Posterous

Sobald Sie einen Posterous-Account angelegt haben, können Sie all Ihre multimedialen oder textuellen Beiträge direkt an viele Social Media Services (darunter Youtube, Twitter, Friendfeed, Blogs und Facebook) via post@posterous.com schicken oder gezielt auswählen, an welcher Stelle Sie einzelne Inhalte veröffentlichen. Beispielsweise ist es durchaus möglich, das Fotoportal Flickr und Facebook gleichzeitig via flickr+facebook@posterous.com anzusteuern. Wer ein Smartphone nutzt, kann somit via E-Mail sehr schnell ein Foto oder Video auf Poserous und damit theoretisch auch auf seinem Blog und gleichzeitig Flickr publizieren. Das spart viel Zeit und wird relativ gut von Posterous umgesetzt.

Spannend finde ich, dass man seit wenigen Tagen mit Posterous Facebook Fanpages updaten kann. Dazu müssen Sie dann nur noch eine E-Mail an Poserous senden. Allerdings ist es wesentlich einfacher, die Inhalte auf dem eigenen Facebook Profil abzulegen.

Im Businesseinsatz können vor allem kurze Online-Inhalte viel schneller und effektiver auf einen herkömmlichen Weg gepflegt werden. Es entfällt das umständliche Einloggen. Stattdessen bedienen Sie alle Kanäle per E-Mail oder direkt via Posterous. Dazu müssen Sie allerdings eine entsprechende Content-Logik hinterlegen, damit die Inhalte auch den richtigen Weg zu Ihrer jeweiligen Zielgruppe finden. Das Autoposting ist vor allem für versierte Onliner gut geeignet, viel Zeit in Social Media zu sparen. Experimentieren Sie selbst und besuchen Sie mich unter http://klauseck.posterous.com/.

>> http://posterous.com/help/bookmarklet
>> http://posterous.com

Klaus Eck

Posted via web from klauseck's posterous

08. Juli 09

Morgenwelt 42: Ade Gatekeeper! Pressekonferenzen für alle

Pressekonferenzen sind für Journalisten gedacht! Oder? Anscheinend hat sich die PR grundsätzlich gewandelt. Jedenfalls scheint das Vodafone in Teilen anders zu sehen. Sie öffnen sich via Facebook der digitalen Öffentlichkeit und laden zu ihrer Social Media Pressekonferenz auf geschickte Art und Weise ein. Außerdem geht es in dieser Morgenwelt um die Kanzlerfrage, die Horst Schlämmer neu stellt.

Pressekonferenz 2.0:  Vodafone veranstaltete am heutigen Mittwoch ab 11 Uhr eine Pressekonferenz, die nicht allein den klassischen Gatekeepern (Journalisten) vorbehalten ist. Vielmehr wird sich das Event live in den Browsern vieler Influencer abspielen: Man bietet erstmals einen Livestream in Kooperation mit Facebook an und nutzt dazu eine neue Livestreaming-Technologie, bei der alle Onliner durch die Einbindung von Facebook Connect zum Verlauf der Pressekonferenz Nachrichten abgeben sowie Fragen stellen können. Damit werden die Social Media Bestrebungen von Vodafone, welches erst vor kurzem mit der Implementierung eines Blogs und Twitter die ersten Schritte gewagt hat, intensiviert. Die Diskussionen finden gleichzeitig auch in den Facebook Profilen statt, sodass die Reichweite der PK enorm sein könnnte. Allerdings müssen die Unternehmen dann auch mit Kritik rechnen, wie man auf Facebook nachlesen kann. Auf der Pressekonferenz hat Vodafone unter andere die Social-Media-Kampagne "Es ist deine Zeit" vorgestellt.

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Personal Branding:  Markus Albers (twittert unter @albersmark) hat ein zweiteiliges Interview mit mir zum Thema "Jeder Mensch ist eine Marke" auf seinem Blog veröffentlicht. Es dient als Grundlage zur Recherche für sein nächstes Buch.

Identitätsdiebstahl: Die Zeit Online wehrt sich auf transparente Weise gegen einen Fake-Account im Microblogging-Netzwerk Twitter. Nach erfolglosen Kontaktversuchen mit dem unbekannten Betreiber des Fake-Accounts, der unter http://twitter.com/ZEIT_ONLINE Meinungsumfragen und News gepostet hat, fordert der Chefredakteur Zeit Online Wolfgang Blau in einem Blogpost, dass der Betreiber des Accounts sich "umgehend mit der Geschäftsführung" in Verbindung setzt, um rechtlichen Konsequenzen aus dem Weg zu gehen. Jede Marke sollte Twitter so ernst nehmen, wie das die Zeit tut und sich um ihre Online-Identität und ihren Markenschutz kümmern. Ansonsten übernehmen andere die Regie. Das kann mitunter die Marke beschädigen.

Online-Reputation: Nichts ist mehr privat. Selbst im kleinen Familienkreis müssen Sie mit allem rechnen. Das zeigt das Beispiel eines Neuseeländers: Anstatt die Garage aufzuräumen, hat ein Jugendlicher Nacktfotos seiner Mutter im Internet feilgeboten. Die Erziehungsberechtigte war darüber nicht erfreut und ließ das Angebot löschen. Nach genauerer Überlegung stimmte sie aber einem nochmaligen Verkauf der Bilder zu - doch der Betreiber von "Trade Me", bei dem die Fotos eingestellt werden sollten, nahm die delikaten Fotos nicht an.

Social Networks: Comscore hat sich in einer neuen Studie den Social Networks gewidmet. Die Forschung zeigt, dass besonders in Russland und Brazilien die Netzwerkbindung am höchsten ist: In Verweildauer und Page Visits gemessen, führen diese Länder das Ranking an. Deutschland ist erst auf dem achten Platz zu finden, hinter Ländern wie Spanien, Finland, Canada und Puerto Rico. Der Netzökonom hat weitere Details.

Top 20 Highest Engagement Social Networking Country Audiences

Ranked by Average Hours per Visitor*

May 2009

Total Worldwide, Age 15+ - Home & Work Locations

Source: comScore World Metrix

Country Average Hours per Visitor Average Pages per Visitor
World-Wide 3.7 525
Russia 6.6 1,307
Brazil 6.3 1,220
Canada 5.6 649
Puerto Rico 5.3 587
Spain 5.3 968
Finland 4.7 919
United Kingdom 4.6 487
Germany 4.5 793
United States 4.2 477
Colombia 4.1 473
Mexico 4.0 488
Chile 4.0 418
Ireland 3.8 462
Turkey 3.7 427
Venezuela 3.7 454
France 3.6 526
Australia 3.4 374
New Zealand 3.4 386
Switzerland 3.2 430
Italy 3.2 399

Ade Unternehmenswebsite: "Google ist deine Homepage" postuliert Bastian Serbeck bei "digital-conversation". Er meint damit, dass die meisten Internetaktivitäten bisher mit einer Suche beginnen – sagt jedoch voraus, dass sich dies bald ändern könnte. Social Media Plattformen werden als relevante Contentlieferanten immer stärker, so dass Unternehmen sich darauf einstellen müssen, mit Aspekten des Social Webs versehen zu werden. Meiner Ansicht nach wird das SEO dadurch unwichtiger. Stattdessen geht es darum, alle Online-Aktivitäten in der Aufmerksamkeit zu unterstützen. Und diese finden an vielen Orten statt und bedürfen daher Social Media Optimazation (SMO).

Politsatire: Gabriele Pauli erhält Konkurrenz: Horst Schlämmer aka Hape Kerkeling hat die HSP (zumindest virtuell) gegründet: die Horst Schlämmer Partei - eine Art Kanzlerwahlverein für die Bundestagswahl. Die ganze Aktion steht im Zeichen seines neuen Films "Isch kandidiere!". Zumindest zeigt das folgende Bild-Voting, dass Horst Schlämmer gewisse Chancen hätte:


Hape Kerkeling_ Kult-Figur Horst Schlämmer als Kanzler-Kandidat - Unterhaltung - Star News - Unterhaltung - Leute - Bild.de.jpg



Kampagnenkritik: Philips´ neue Social Media Kampagne mag kreativ sein, stößt aber bei genauerem Hinsehen nur auf geringe Resonanz. Im Viralblog wird der Buzz, den die Aktion erzeugt hat genauer untersucht – Philips setzte auf usergenerierte Medien, die wiederum eine hohe Einstiegsbarriere mit sich brachten. User waren aufgefordert, Philips-Produkte ihren Alternativen gegenüber zu stellen. Die Frage ist, ob die Aufgabe zu schwer war oder ob Internetnutzer langsam müde werden angesichts laufender ähnlich gearteter Kampagnen.


>> PR Blogger: Morgenwelt 41: Otto und Vodafone mit noch mehr Social Media
>> PR Blogger: Morgenwelt 40: Erweiterte Realitäten werden sichtbar
>> PR Blogger: Morgenwelt 39: Welche Online-Reputation hat ihr Arzt?
>> PR Blogger: Morgenwelt 38: Denken sie an den Twitter-Faktor
>> PR Blogger: Morgenwelt 37: Mit dem Terminator twittern
>> PR Blogger: Morgenwelt 36: Twitter-Kommunikation wirkt

Klaus Eck

07. Juli 09

Einladung zum Social Media Club München: TV, Verlage und Social Media

Am kommenden Mittwoch, den 15. Juli, findet der Social Media Club zum zweiten Male in München statt. Referent des Abends ist Richard Gutjahr, Reporter und Moderator beim Bayerischen Fernsehen. In seinem Vortrag "Aufbruchstimmung & Sorgenfalten - warum Sendern und Verlagen der Umgang mit Social Media so schwer fällt" wird Gutjahr rund 30 Minuten über das Spannungsfeld zwischen Neuen und Alten Medien sprechen und anhand von Beispielen aus der Praxis deren mitunter schwieriges Verhältnis beschreiben. Dazu schildert er, was aus seiner Sicht die großen Irrtümer der Sender und Verlage im Umgang mit Neuen Medien sind.

200907071237.jpgProfil: Richard Gutjahr ist Reporter und Moderator beim Bayerischen Fernsehen. Er war der Erste, der für die ARD live im Ersten getwittert hat. Für seine trimediale Reportage-Reihe zu den Hartz-Reformen wurde er mit dem Ernst-Schneider-Preis für herausragenden Wirtschaftsjournalismus ausgezeichnet. Richard Gutjahr ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München hat an der Ludwig-Maximilians-Universität Politik und Kommunikationswissenschaft studiert. Das Studium finanzierte er als Moderator bei Radio Gong und Bayern 3. Seine Praktika führten ihn unter anderem nach Frankreich und in die USA, wo er für Zeitungen schrieb und für CNN berichtete. Gutjahr betreibt das Blog Gutjahr.biz und twittert.

Der Social Media Club beginnt um 18 Uhr, Mittwoch, den 15. Juli. Treffpunkt ist der Münchner Sitz der Agentur Virtual Identity, die uns diesmal dazu die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt – vielen Dank dafür! Im September wird uns die Agentur Ray Sono und im November der Bayerische Rundfunkals Kooperationspartner jeweils mit einer Location unterstützen.

Der Abend startet mit dem Vortrag von Richard Gutjahr, danach haben wir ausreichend Gelegenheit, bei Speis’ und Trank zu diskutieren und zu networken.

Location:


virtual identity AG
türkenstr.55
80799 münchen

Wollen Sie am Social Media Club München am 15. Juli 2009 teilnehmen? Dann melden Sie sich bitte direkt per Xing an. Ihre Teilnahme ist kostenlos, aber aufgrund von insgesamt 50 zur Verfügung stehenden Plätzen begrenzt. Erst nach einer Teilnahmebestätigung via Xing können wir gewährleisten, dass Sie beim Social Media Club tatsächlich dabei sind. Deshalb sollten Sie sich frühzeitig anmelden. Falls Sie Interesse an künftigen Events haben, können Sie sich auch auf Facebook mit uns austauschen. In Kürze wird es auch eine Xing-Gruppe geben.

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Der Social Media Club (SMC): Hinter dem Namen "Social Media Club" verbirgt sich eine lockere Organisation lokaler Teams, die regelmäßige Treffen von Social-Media-Interessierten veranstalten. Gegründet wurde das Netzwerk 2006 von Chris Heuer und Kristie Wells in den USA. Im Social Media Club werden Best Practices vorgestellt, die zeigen, wie Social Media tatsächlich funktioniert. Welche Ziele verfolgt der SMC? Er steht nicht nur „Geeks“ offen, sondern auch Journalisten, Verlagsmitarbeitern, Kommunikatoren, Künstlern, Bloggern, Twitterern, Lehrern, Schülern, Studenten und Menschen, die sich für die Entwicklung der Medien- und Internet-Branche interessieren und den Nutzen für jedermann zugänglich machen wollen.

Wir bedanken uns bei dem IT-Beratungsunternehmen Cirquent, das als Sponsor für unsere Bewirtung sorgt. “If you get it, share it“: Das ist das Motto des Social Media Club.

Cirquent sponsert das nächste Social Media Club Treffen am 15. Juli und zwei weitere Treffen, die im September und November 2009 stattfinden. Bei der Fülle von Trends in der Medien- und Internetbranche ist es nicht immer einfach, Entwicklungen in ihrer Relevanz für B2B Unternehmen, wie wir es sind, zu erkennen, aufzugreifen und zu nutzen. Um mit dem Cirquent-Blog und dem Cirquent Twitter Account auf dem Laufenden zu bleiben, nutzt Cirquent die Chance zum Erfahrungsaustausch und Wissensaufbau auch als Teilnehmer des Social Media Club. Cirquent gehört zu den Top Ten im Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen Deutschlands. Das Leistungsspektrum von Cirquent umfasst die Bandbreite von der Geschäftsprozessberatung von der Konzeption, Integration und Implementierung bis hin zum Betrieb von IT-Systemen. Mit mehr als 35 Jahren Erfahrung bietet Cirquent Consulting entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Finanzdienstleister, Versicherungen, Fertigungs- und Telekommunikations- und Medienunternehmen.

Cirquent

Weitere Informationen zum Social Media Club erhalten Sie im  PR-Blogger, in der Facebook und Xing-Gruppe.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

Das Social Media Club Team

Klaus Eck 
Doris Eichmeier 
Benedikt Köhler 
Patrick Gruban

Michael Jackson auf Facebook am beliebtesten

Der "King of Pop" hat die Herzen vieler Facebook-Mitglieder und Twitterer erobert. Michael Jackson's Tod scheint zum größten Medienereignis der Welt zu werden und treibt heute mit der öffentlichen Trauerfeier in Los Angeles im Staples Center einem neuen Höhepunkt zu. Viel Platz gibt es dort für die Fans des Musikers nicht. Auf die rund 17.000 Karten gab es insgesamt 1,6 Millionen Bewerbungen. Viele Neugierige werden sich nicht davon abbringen lassen, dem "King of Pop" die letzte Ehre zu erweisen. So sollen Hunderttausende zu seiner Trauerfeier kommen. 

Auf der Auktionsplattform Ebay kosten die Tickets inzwischen einige Tausend US-Dollar. Andere weichen einfach in TV und Internet aus: Es wird erwartet, dass sich mehr als 750 Millionen Zuschauer vor ihren TV-Geräten einfinden und die Zeremonie verfolgen werden. Live übertragen wird sie von den US-TV-Sendern ABC, NBC, CBS, CNN, MSNBC und E!. Aber auch im Internet wird es zahlreiche Livestreams von der Michael Jackson Beerdigung geben, darunter eine Kooperation von CNN und Facebook


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Allein auf Facebook haben sich bisher rund 135.000 Mitglieder als virtuelle Gäste der Trauerfeier eingetragen. 

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Aber auch in Deutschland gibt es viele Medienseiten, die Michael Jackson Extras bringen. So beispielsweise die ARD:

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Falls Sie selbst sehen wollen, auf welchen Seiten über Michael Jackson gesprochen, diskutiert und geschrieben wird, empfiehlt sich die Twitter-Suche Twazzup, die aufgrund der auf Twitter generierten Links viele spannende Überraschungen parat hat und ein umfassendes Livesearch-Angebot darstellt:

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Angefangen hat der Hype im Internet erst vor wenigen Tagen: Am 25. Juni 2009 um 14:44 Uhr Ortszeit erlitt der Sänger Michael Jackson in Los Angeles einen Herzanfall. Er wurde um genau 23:26 Uhr im UCLA Medial Center für tot erklärt. Nur eine Minute zuvor stellte der Schauspieler und Twitterer Ashton Kutcher seinen rund 2,4 Millionen Followern in seinem ersten Tweet die Frage: "Michael Jackson hatte einen Herzinfarkt?" Wer zu dieser Zeit seinen Twitterbeiträgen folgte, konnte auf diese Weise sehr schnell erfahren, was kurz danach aller Welt offiziell mitgeteilt worden ist und bis heute viele Fans beschäftigt. Rund 15 Prozent aller Twitter-Beiträge widmeten sich zeitweise dem Thema Michael Jackson. Mit der heutigen Trauerfeier könnten neue Rekorde in der medialen Aufmerksamkeit gebrochen werden.

Auf Facebook ist Michael Jackson nach seinem Tode eine der erfolgreichsten Marken überhaupt geworden - wenn nicht sogar der erfolgreichste Personal Brand. Das zeigen die Zahlen von Inside Facebook sehr deutlich: Mittlerweile liegt der Künstler an erster Stelle - vor Barack Obama und vor den globalen Marken "Facebook", "Coca Cola", "Star Bucks" und "Nutella".

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Auf Facebook hat Michael Jackson's Fanpage den ersten Platz im Facebook Leaderboard eingenommen und damit in kürzester Zeit Barack Obama überholt. Seine zurzeit rund 6,8 Millionen Facebook-Fans haben alle einen Hinweis auf ihren Fanstatus in ihrem persönlichen Profil und werben damit für den Personal Brand des Pop-Musikers: Die Zahl der Kommentare auf der MJ-Site zeigt zudem, welches Potential Facebook für Unternehmen bietet - und wie weit viele noch von ihren Zielen entfernt sind. In den ersten Wochen nach seinem Tod hat es auf der neuen Facebook Fanpage schon rund 25.000 Kommentare gegeben.

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Auf der Facebook Fanpage ist man nur mehr einen Klick vom Kauf eines Michael-Jackson-Songs entfernt oder kann auch über Amazon die Songs des Künstlers erstehen.

Klaus-09Mittlerweile bevölkert der King of Pop die Top 5 der deutschen Verkaufscharts bei Amazon - in den vereinigten Staaten sind es sogar die ersten 11 Plätze. Laut Media Control sind in Deutschland 24 Singles und neun Alben von Michael Jackson in den aktuellen deutschen Hitparaden zu finden. Auf die Plätze Eins und Zwei konnten sich posthum seine Best-of-Alben „King Of Pop“ und „Thriller“ platzieren.

Social Media wirkt - diesmal besonders gut im Zusammenspiel mit den klassischen Medien. Das zeigt nichtzuletzt das Beispiel CNN - Facebook. Im Vergleich zu den Zahlen von einem Global Player wie Michael Jackson sind deutsche Marken auf Facebook noch weit von den hohen Zahlen entfernt. Viele Marketiers wären bereits über 1000 Fans glücklich. Doch letztlich zeigt der Tod eines Musikidols, wohin sich das Social Media Marketing in Zukunft noch entwickeln könnte.

>> Zeit: Michael Jackson im Netz. Die schnellste Stunde
>> Spiegel: MICHAEL JACKSON TOT Das monströse Genie
>> Spiegel: VERSTORBENER KING OF POP Jacksons Tod bewegt und bremst das Netz
>> Heise: Michael Jacksons Tod erschüttert das Internet
>> Das Meinungsblogs: Live stream der Michael Jackson Trauerfeier
>> Mashable: Michael Jackson Memorial: Where to Watch It Online

Klaus Eck

03. Juli 09

Echtzeitsuche auf Friendfeed eingeführt

Das Livestreaming wird jetzt noch spannender. Dank Friendfeed geht es weiter mit der Echtzeitkommunikation voran, auch wenn das weitgehend in der deutschsprachigen Blogosphäre ignoriert zu werden scheint. Seit gestern bietet Friendfeed fantastische Features für die Echtzeitsuche. Sie können als Unternehmen oder Person via Friendfeed herausfinden, wer sich mit Ihren Marken beschäftigt und wie sie jeweils diskutiert werden und welche Trends sich herauskristallisieren. Wenn Sie Real-Time bei Friendfeed eingeben, erhalten Sie alle Suchergebnisse, die auf den von Friendfeed eingebundenen Plattformen zu finden und von Friendfeedern automatisch hinzugefügt werden. Dazu müssen Sie noch nicht einmal Friendfeed-Mitglied sein.

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Obwohl die Nutzerbasis von Friendfeed nicht allzu groß ist und viele von dem Online-Angebot überfordert werden, bietet es eine ganze Menge. Es ist kein Dienst, den man mit Google oder Bing vergleichen könnte, daber dennoch steht es auf einer relativ breiten Informationsbasis. Es werden insgesamt mehr als 50 unterschiedliche Social Media Angebote durchsucht, darunter Blogs, Twittermeldungen, Fotosdienste wie Flickr, Präsentationen und Videos. Darüber hinaus kann man die Suchen seinen Lesern auf einer Website oder in einem Blog zur Verfügung stellen.

Selbst eine Vanity Suche zu Ihrer Unternehmens- oder Personenmarke lässt sich via Friendfeed sehr gut abbilden. Auf diese Weise machen Sie die Online-Konversationen noch transparenter und machen vielleicht potentielle Kunden positiv auf sich aufmerksam.

Im Suchfeld können Sie sogar direkt, eigene Suchen durchführen, ohne Friendfeed selbst aufrufen zu müssen, doch das Kommentieren ist in dieser Maske nur möglich, wenn Sie sich bei Friendfeed angemeldet haben.

Auf Friendfeed können Sie jede einzelne Suche genau bestimmen. Es ist möglich, die Suche nur über die eigenen Kontakte oder über alle Friendfeed-Nutzer laufen zu lassen. Anschließend können Sie die Livesuchen auch in Ihrem Friendfeedaccount speichern. Alternativ ist es auch möglich die Suchen als RSS-Feed zu abonnieren.

Sehr gut kann man darüber auch das Feedback abbilden, welches Sie auf Ihrer Twitter- oder Blog-Aktivitäten erhalten oder auch andere Issues sichtbar machen:

Zwar gibt es weltweit nur rund 1 Million Friendfeed-Nutzer, doch diese stellen einen enormen Wissenschatz für die Real-Time-Suche zur Verfügung, die es Ihnen erleichtert, Trends zu erkennen und darauf rechtzeitig zu reagieren. Insofern kann ich Ihnen als begeisterter Friendfeeder nur empfehlen, diese Plattform auszuprobieren. Es ist erstaunlich, wie genau sich darüber Infofeed filtern lassen. Statt 1000 Twitterer zu followen, könnte es dank Friendfeed auch eine Alternative sein, bestimmte Inhalte nur via Friendfeed zu suchen. Auf diese Weise erhalten Sie mehr Relevanz bei Ihrer Twitterlektüre und verpassen nicht mehr Ihre wichtigen Issues.

>> Was ist Friendfeed? Ausführliche Erläuterungen
>> Techchrunch: FriendFeed Makes Its Search Results Real-Time Too
>> Louisgray: FriendFeed Debuts Real-Time Search Spanning 50+ Social Sites
>> PR Blogger: Deutsches Friendfeed "Find ich gut"
>> PR Blogger: Social Media: Friendfeed punktet mit neuem Konzept
>> PR Blogger: Friendfeed ist schneller als Twitter
>> Friendfeed Klaus Eck hinzufügen

Klaus Eck

02. Juli 09

Morgenwelt 41: Otto und Vodafone mit noch mehr Social Media

Corporate Blogs bleiben wichtig und sind ein spannender Kommunikationskanal für die direkte Kundenkommunikation. Obwohl erste Blogger wie Steve Rubel sich inzwischen vom klassischen Blogkonzept zu verabschieden scheinen und lieber auf das Livestreaming setzen, entdecken immer Unternehmen zunächst einmal die Chancen, die im Corporate Blogging liegen. Jede Organisation kann sich selbst dadurch nahbarer machen und sich der direkten Kommunikation mit den Kunden stellen. Meiner Ansicht nach liegt im Lifestreaming zwar ein gigantisches Potential, aber es kann (bislang - zumindest für mich) nicht das Bloggen wirklich substituieren. Das Blog ist eine wunderbare Ergänzung für den Livestream und funktioniert im Zusammenspiel mit Twitter und Facebook noch besser. Auf die gehe ich in dieser Morgenwelt ebenfalls wieder ein.

Corporate Blog: Vodafone hat am 1. Juli sein Corporate Blog gestartet und damit einen weiteren Social Media Channel seiner Social Media Stratetgie hinzugefügt. Carmen Hillebrand betreut das Blog. Sie schreibt im ersten Eintrag: "Das sind die Mitarbeiter von Vodafone Deutschland und Gastautoren. Nach dem ersten Schritt in das Social Web wie z.B. Twitter und weiteren Schritten z.B. auf MySpace oder Facebook öffnen wir uns weiter und werden transparenter." Dank ihrer persönlichen Vernetzung in der Blogosphäre und ihrer Twitteraktivitäten gab es gleich beim ersten Blogartikel bislang 25 Kommentare.

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Twitter wächst weiter rasant. Das zeigen die Zahlen, die Matthew Daines von Twellow herausgefunden hat. Er hat die Twitter-Registrierungen und Tweets ausgewertet. Demnach haben wir inzwischen weltweit zumindest 52,6 Millionen Twitter-Accounts. Davon twittern natürlich nicht alle, aber die Zahl der Tweets steigt ebenfalls weiterhin an, wie die zweite Grafik deutlich macht.

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Studie: Der (N)ONLINER Atlas ist soeben in der 2009er Version erschienen. Die Studie gibt Zahlen und Fakten zum digital divide in Deutschland - so sind nach dortigen Angaben fast 70 Prozent der Deutschen in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal im Monat online gewesen. Der digitale Atlas ist eine Studie der Initiative D21, die bereits zum neunten Mal von TNS Infratest durchgeführt wurde.  

Friendfeed-Update: Der Social Media-Service Friendfeed erweitert sein Funktionsspektrum: So ist es seit kurzem möglich Dateien an die jeweiligen Beiträge zu hängen. Eine wichtige Funktionalität, konnte man doch vorher Präsentationen oder andere hilfreiche Daten nur über Umwege teilen. Außerdem bietet das Interface verschiedene Layouts an, aus denen man hier seine Favoriten wählen kann.


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Facebook-Update: Auch Facebook hat eine neue Funktionen zu bieten: Die "Live Stream Box" ermöglicht es, Videoinhalte live innerhalb des Netzwerkes sowie auf externen Websites anzusehen, zu kommentieren und auf der eigenen Pinnwand zu teilen. Das Ganze geschieht mit Hilfe von Facebook Connect. Das könnte noch ein großer Schritt in Richtung kollaboratives Live-Erlebnis über das Internet werden, wer weiß...


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The King of Pop: Michael Jacksons Tod versetzte das Social Web in eine gemeinschaftliche Trauer. Die Dichte der Meldungen und Trauerbekundungen, die sich kurz nach dem Tod des Popstars auf die Social Networks einprasselten, liessen die Server auf Hochtouren arbeiten. Auf Spiegel Online findet sich ein guter Artikel zum Phänomen des Todes in Zeiten des Social Webs.


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Vertuschung: Eine kleine Änderung im Lebenslauf  der NRW-Vorsitzenden des SPD-Landtagsfraktion hat die Blogger und die Opposition auf den Plan gerufen: Durch das Wegstreichen des Namens der Firma "Zenit GmbH", die in eine wichtige Rolle in einem Skandal um Landes-Fördermittel spielte und deren Mitarbeiterin Hannelore Kraft war, hat der Blog "Ruhrbarone" angefangen, kritische Fragen zu stellen. Kraft selber spricht von keiner Vertuschung, sondern lediglich von einer Verkürzung des Textes, die Informationen sind noch an anderen Stellen im Internet nachzulesen.

Newsroom: Otto hat einen sehenswürdigen Social Media Newsroom gestartet, der Pressetexte geschickt und ansehnlich mit verschiedensten Medien und Plattformen verbindet, ohne Journalisten und andere Influencer zu überfordern. Ein weiterer großer Player (der PR-Blogger hat vor kurzem 21 Social Media Newsräume vorgestellt), der diesen Trend aufgreift. 

Otto - Home

YouTube - Kanal von OTTONewsroom

Flickr_ Fotostream von OTTONewsroom

Twitter-Statistik: Der durchschnittliche Twitter-Nutzer hat 126 Follower. Diese und weitere Einblicke wurden von Evan Weaver, einem Twitter-Mitarbeiter, bei der QCon-Konferenz im Rahmen eines Vortrags über die Architektur des Twitter-Systems geboten. The Guardian hat noch ein paar mehr Fakten zusammengefasst.

Twitter-Update. Die Twitter-Website ist wiederum ein paar Funktionen reicher geworden: Der Überblick über Follower und Followings ist erleichtert worden, es ist jetzt sogar möglich DirectMessages direkt in der Following-Ansicht zu adressieren, wie auch User direkt dort zu blocken. Das Followen wurde in dieser Ansicht auch stark erleichtert, es reicht ein Klick, um die Tweets eines Users zu abonnieren.

Flickr

Flickr-Update. Das Fotoportal Flickr hat die "Blog this"-Funktion so erweitert, dass nun auch beim Microbloggingdienst Twitter Fotos automatisch verlinkt werden können. Damit begibt sich Flickr auf die Jagd nach Twitpic und Co., die bisher diesen Sektor dominierten.

SEO: 150+ SEO Tipps von Chris Lake

>> PR Blogger: Morgenwelt 40: Erweiterte Realitäten werden sichtbar
>> PR Blogger: Morgenwelt 39: Welche Online-Reputation hat ihr Arzt?
>> PR Blogger: Morgenwelt 38: Denken sie an den Twitter-Faktor
>> PR Blogger: Morgenwelt 37: Mit dem Terminator twittern
>> PR Blogger: Morgenwelt 36: Twitter-Kommunikation wirkt

>> Bildnachweis: "Michael Jackson Memorial" von lobraumeister auf flickr

Klaus Eck

30. Juni 09

6 der größten Fehler in Corporate Blogs

Für viele Startups und jüngere Unternehmen sind Corporate Blogs ein selbstverständliches Mittel der Online-Kommunikation geworden. Doch erst wenige Firmen setzen das Blogging wirklich überzeugend ein - so jedenfalls mein (Christoph Bauer) Resümee aus der Evaluation einiger Corporate-Blogs.

Was Unternehmen beim Bloggen alles falsch machen können, und wie man mit einfachen Mitteln das eigene Blog interessanter für die Leserschaft gestalten kann, soll Ihnen diese Aufzählung der "größten Fehler von Corporate Blogs" näherbringen.

corporate evangelist.jpg1. Fehlende Persönlichkeit: Wofür steht Ihr Corporate Blog eigentlich? Blogs leben vom Content und von den Personen, die ihn verfassen. Somit sind Blogs, richtig eingesetzt, ein persönlicher Kommunikationskanal - nur so haben die Leser etwas zum "festhalten": Ein charakteristischer Stil, die humorvolle Ader des Autors oder einfach nur die Verbindung persönlicher Erfahrungen mit den Thematiken des Blogs. Erst durch die Kombination der Inhalte mit der persönlichen Erfahrungswelt des Autors erhält ein Blog einen eindeutigen Charakter und ist nicht austauschbar.

Tipp: Der erste Blick auf den Unternehmensblog sollte verraten wer hier bloggt - dies kann zum Beispiel durch die Einbindung von Autorenfotos (sowohl statisch als auch unter jedem Blogpost) realisiert werden. Haben Sie ein Autorenteam, so lassen Sie sich dieses doch auf einer Unterseite vorstellen – zeigen sie die Menschen hinter den Beiträgen.

2. Übertriebene Selbstrefenzialität: Natürlich ist es auch Aufgabe eines Corporate Blogs, Einblicke und Berichte zu Vorgängen innerhalb des Unternehmens zu liefern. Doch die Selbst-Beweihräucherung sollte ein gewisses Maß nicht überschreiten - viele Corporate Blogs kranken an der ständigen Wiederholung von Einträgen, die sich um das Hauptthemenfeld des Unternehmens drehen. Wenn jede Titelzeile den Firmennamen enthält und die Textbausteine sich nur von der Reihenfolge her abwechseln, vergeht selbst dem treuesten Leser schnell die Lust am RSS-Abonnement. Oftmals fehlt den Blogbetreibern hier der "Blick von Außen" - der Blick über den unternehmerischen und thematischen Tellerrand, hinter dem spannende Themen nur darauf warten mit den eigenen Inhalten sinnvoll verknüpft zu werden.

Tipp: Bieten Sie authentische Einblicke, aber pushen sie nicht Ihre Firmenbotschaft. Zeigen Sie sich offen und überzeugt, aber versuchen Sie niemanden zu überreden. 

3. Offenheit: Unzählige Corporate Blogs arbeiten isoliert: Anstatt auf andere Blogs zu verlinken, die ein Thema schon umfassend beleuchtet haben, wird lieber nochmal eine eigene Version des Inhaltes gestrickt, damit die User auch schön auf der eigenen Website bleiben können. Dieses Verhalten führt dazu, dass der eigene Blog ein isoliertes Kommunikationsmedium bleibt - aufgrund der fehlenden Vernetzung mit der Blogosphäre werden Trends zu spät erkannt, aktuelle Themen können nur mit großem Aufwand aufgegriffen und wiedergegeben werden.

Tipp: Legen Sie eine Blogroll an und nutzen Sie diese auch. Verlinken Sie zudem weitergehende Inhalte - auch von Ihrem Wettbewerber. Durch die Vernetzung mit anderen Bloggern demonstrieren Sie, dass Sie die Dynamik der Blogosphäre verstanden haben und nicht mehr im stillen Kämmerlein publizieren wollen.

4. Fehlende Aktualität: Ein Problem, welches sich zu dem der Selbstreferenzialität gesellt, ist die scheinbare Ignoranz bezüglich aktueller Thematiken.

Tipp: Versuchen Sie doch den eigenen Blog zu einem kleinen Branchen-Terminkalender zu machen: Kündigen Sie wichtige Messen und Roadshows an, berichten sie im Vorab über Engagements und besuchte Konferenzen. Die Informationen müssen nicht unbedingt tagesaktuell sein - aber neben der Reflexion sollte auch der Blick nach vorn einen Platz in Ihrem Blog bekommen.

Shutterstock_32658847 5. "Geschlossene" Texte: Den meisten Corporate Blogs im deutschsprachigen Raum fehlt es an Aufforderungen zur Interaktion. Dies schlägt sich besonders in einer gewissen Kommentar-Armut nieder. Ein Kommentar in einem Corporate Blog ist schon fast etwas Besonderes - das muss es aber nicht sein. Meist ist die Kommentarlosigkeit ganz einfach zu erklären und einem bestimmten Charakteristikum geschuldet: Ich nenne es das Phänomen der "geschlossenen Texte". Wir kennen es von Pressemitteilungen: Nach der Lektüre einer solchen sollen alle Fragen des Lesers beantwortet sein. Ein Blogeintrag, der jemanden dazu motivieren soll, sich zu äussern oder eine Frage zu stellen, soll das ganze Gegenteil bewirken: Um Fragen aufzuwerfen, müssen Dinge unbeleuchtet bleiben. Um Menschen passioniert kommentieren zu lassen, müssen seitens des Beitrags auch kommentierbare Standpunkte vertreten und eine Haltung deutlich und mitunter provokativ gezeigt werden.

Tipp: Schreiben Sie offener. Aalglatte Texte sind etwas für Ihre PR-Abteilung, ein Blog ist ein dialogisches Medium, das heisst man arbeitet mit dem Publikum an einem gemeinsamen Ziel. Und dieses Ziel heißt nicht (nur) "Überzeugung durch Markenbotschaften" sondern "gegenseitige Annäherung".

6. Fehlender Dialog: Nicht nur geschlossene (journalistische) Texte machen es dem Leser schwer, mit dem Inhalt zu interagieren - oftmals sind auch die Inhalte nicht darauf ausgerichtet, diskutiert zu werden. Aus Furcht vor den vermeintlichen Kritikern wird der dialogische Ansatz als zu risikobehaftet gesehen und lieber auf "Feelgood"-Themen gelenkt. Dabei versteckt sich gerade in der objektiven Kritik aufmerksamer Beobachter oftmals unheimlicher Mehrwert. Sowohl in internen als auch externen Blogs sollte sich ein Herz gefasst werden, um auch mal kritische Themen auf die Tagesordnung zu bringen.

Tipp: Meist sind die Blogbetreiber durch rigorose Kommunikationsrichtlinien oder das Festhalten an einer One-Voice-Politik dazu gewzungen, Nebensächlichkeiten im Blog abzuhandeln, und die großen Themen den Pressemitteilungen und Kommunikationsabteilungen zu überlassen. Stoßen Sie innerhalb ihres Unternehmens eine Diskussion an, die sich um die Stellung des Blogs dreht. Oftmals reicht etwas Überzeugungsarbeit auf breiter Front um den Weg von Steinen zu befreien.

Und nun sind Sie dran: Welche Corporate Blogs empfehlen Sie? Welche Blogs bieten für sie Mehrwert, und warum? Was fehlt Ihnen an meiner Auflistung? Oder sind Blogs etwa nur für Nice-to-Have-Themen gut?


Christoph Bauer

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