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Der PR Blogger

  • In diesem Online-Journal schreiben Fachautoren regelmäßig über PR- und Marketing-Themen. Hierbei bilden neue Entwicklungen in der Kommunikation den Schwerpunkt.

    Klaus Eck, der Herausgeber des PR Bloggers, ist auf BlogBeratung, BlogCoaching und BlogMonitoring für Unternehmen spezialisiert.

    Kontakt:
    Klaus Eck
    Tel.: 089/44236991
    ke (at) imagecapital.de
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    16. Mai 08

    30 Tipps zum erfolgreichen Twittern

    Wer online bislang noch nicht so häufig gefunden wird, dem eröffnet sich mit Twitter eine spannende neue Möglichkeit, etwas für seine eigene digitale Reputation und das Social Networking zu tun. Denn es reichen auf dem Microblogging-Kanal oft schon Kleinstbeiträge in einer Länge von 140 Zeichen, um bei Google positive Reputationseffekte zu erzielen.

    Die reale Welt rückt mit Twitter in Digitalien ein wenig näher. Inzwischen twittere ich seit März 2007 beinahe wochentäglich und gewinne immer mehr Freude daran. Wenn die eigenen persönliche Gespräche und Gedanken online verfügbar sind, entsteht eine neue Qualität in der Kommunikation. Das durfte ich mehr als einmal erleben. Auf der Next08 war das Twittern ein großes Thema. Es ist seltsam, so vielen Menschen auf einer Business-Veranstaltung zu begegnen, die das Twittern für sich entdeckt haben. Es sind vermutlich rund 200 Twitterer auf dem SinnerSchrader-Event dabei gewesen sein. Grund genug, jetzt einmal über das erfolgreiche Twittern nachzudenken. Im folgenden habe ich einige Tipps für Twitterer gesammelt, die dadurch Ihre Online Reputation aktiv verbessern wollen.

    30 Twitter-Tipps für das erfolgreiche Twittern

    1. Twitter-Start: Am besten lesen Sie am Anfang andere Twitter-Artikel von Bekannten und halten sich etwas zurück, bis Sie das Prinzip des Microbloggings grundsätzlich verstanden haben.
    2. Twitter-Name: Wenn Sie das Kommunikationsinstrument zum Reputationsaufbau- bzw. verstärker nutzen wollen, sollten Sie unter Ihrem Klarnamen schreiben und auf Abkürzungen oder Pseudonyme verzichten. Allerdings können lange Namen Ihre 140 Zeichen kürzen. Deshalb ist es in diesem Falle sinnvoll, zu einem Nicknamen oder einer gekürzten Variante als Twitter-Namen zu greifen.
    3. Twitter-Branding: Überlegen Sie sich genau, unter welcher Marke Sie twittern wollen. Es gibt neben dem persönlichen Twitter-Account die Möglichkeit, eine Medienmarke, eine Produktmarke oder das Unternehmen selbst twittern zu lassen und dadurch die Marken online sichtbarer und aktiver zu machen.
    4. Twitter-Profil: Ohne Bild werden Sie nicht wirklich wahrgenommen. Zudem sollten Sie einen Link auf Ihr Profil oder Blog setzen.
    5. Twitter-Hintergrund: Binden Sie ein Hintergrundbild ein, um sich von anderen Twitterern deutlich abzuheben und beachten Sie gegebenenfalls Ihre Corporate Design.
    6. Interessen: Abonnieren Sie die Inhalte anderer Nutzer, die ihnen gefallen bzw. von Personen, die Sie persönlich kennen. Es gibt einige Monitoring-Tools wie Tweetscan oder Summize, mit denen Sie Gleichgesinnte auf Twitter sofort finden und dann abonnieren können.
    7. Privatsphäre: Denken Sie daran, jeder kann Ihre öffentlichen Twitterbeiträge mitlesen und das auch noch viele Jahre später. Deshalb sollten Sie keine privaten Dinge ausplaudern, die Sie nicht auch als Zeitungsschlagzeile ertragen könnten.
    8. Google: Jeder Twitterbeitrag erhält eine eigene URL und wird von den Suchmaschinen indiziert. Twitter-Account werden relativ weit oben in den Fundstellen angezeigt, wenn aktiv getwittert wird.
    9. Social Media: Falls Sie andere Online-Profile haben, sollten Sie dort Ihren Twitter-Account aktiv verlinken.
    10. E-Mail: Fügen Sie Twitter Ihrer E-Mail-Signatur hinzu und machen Sie sich dadurch erreichbar.
    11. Abonnenten gewinnen: Immer an die Leser denken. In Ihren Twitter-Beiträgen sollten Sie über spannende Themen schreiben und einen unterhaltsamen oder informativen Mehrwert schaffen. Dann werden andere Ihre Inhalte lesen und abonnieren.
    12. Frequenz: Je aktiver Sie twittern, desto besser werden Sie online wahrgenommen. Denn jeder Beitrag erscheint in der ganzen Twitterwelt und kann Ihnen neue Leser hinzufügen. Allerdings sollen Sie mit Ihren vielfältigen Gedanken auch nicht alle Rezipienten überfordern und nicht über alles und jedes schreiben.
    13. Banalitäten: Sollten Sie jedoch nichts zu sagen haben, lassen Sie lieber das Twittern, ansonsten verlieren Sie Ihre Leser.
    14. Timing: Wenn Sie viele Menschen erreichen wollen, sollten Sie die Peak-Zeiten Ihrer Nutzer kennen und nutzen.
    15. Linkbaiting: Setzen Sie Links zu spannenden Inhalten auf Ihren eigenen und fremden Webseiten und zeigen Sie damit Twitter-Kompetenz. Die Links können Sie mit TinyURl oder 2big.at verkürzen, damit Sie weiterhin mit 140 Zeichen gut auskommen.
    16. Aufmerksamkeit: Anfangs kennt niemand Ihren Twitter-Account. Wenn Sie jemanden als neuen Kontakt hinzufügen, überprüfen viele, ob Sie ebenfalls lesenswerte Inhalte haben und fügen Sie gegebenenfalls als Twitterer hinzu.
    17. Twitter-Spam: Aber nicht jeder Kontakt, der Ihnen folgt, ist wirklich ein Verehrer oder Leser. Es gibt auch Spam-Follower, die sich in der eigenen Liste mit Ihrem Namen schmücken und darauf hoffen, dass Sie das Abonnement erwidern.
    18. Twitter-Promotion: Außerdem müssen Sie zunächst dafür werben, indem Sie die Twitterinhalte in Ihren anderen Social-Media-Accounts (Facebook, Blogs etc.) einbinden.
    19. Kommunikation: Falls jemand Ihnen noch nicht folgt, können Sie seine Aufmerksamkeit mit @nutzername erhalten, indem Sie seine Fragen beantworten.
    20. Transparenz: Am besten schauen Sie sich die Twitter-Dialoge anderer Nutzer an. Dazu geben sowohl Rivva.de wie auch quotably.com einen guten Überblick.
    21. Themen: Langweilen Sie Ihre Leser nicht zu sehr damit, dass Sie Kaffee trinken, gerade Essen oder derlei alltägliche Dinge tun. Informieren und unterhalten Sie lieber Ihre Community.
    22. Partizipation: Je mehr Sie selbst Teil der Online-Kommunikation werden, desto mehr Menschen mit gleichen Interessen werden Ihnen als Twitterer folgen.
    23. Fragen: Nutzen Sie Ihre Community für die Beantwortung von offenen Fragen und suchen Sie gemeinsame Lösungen.
    24. Selfpromotion: Natürlich können Sie via Twitter ein wenig für Ihre Leistungen oder Blogaktivitäten werben, aber übertreiben sollten Sie dieses nicht, ansonsten enttäuschen Sie schnell Ihre Leser.
    25. Kontinuität: Nutzen Sie Ihren Twitter-Account regelmäßig, ansonsten verlieren Sie auf Dauer Ihre Leser wieder.
    26. Technologie: Wer Twitter im Web intensiv nutzen will, sollte einen Client wie Thwirl auf seinem Rechner installieren. Dadurch ist es wesentlich leichter, den eigenen Kontakten zu folgen und zu twittern.
    27. RSS: Abonnieren Sie Ihren Twitter-Nutzernamen als RSS-Feed, damit Sie keine Anfragen verpassen, die sich an Sie wendet. Dazu müssen Sie nur eine Suche bei Tweetscan starten und die Ergebnisse als RSS abonnieren. Auf diese Weise verpassen Sie keinen Kontaktversuch und erfahren zudem, was andere über Sie schreiben.
    28. Zeit-Management: Wer Twitter für sich entdeckt und es intensiv nutzt, verliert sich schnell in den unendlichen Dialogen der Twitterwelt. Es scheint ein einziger Chat zu sein. Deshalb sollten Sie sich zeitlich beschränken, um nicht vor lauter Ablenkung komplett die Arbeit aus dem Sichtfeld zu verlieren.
    29. Handy: Sie können alle Twittermeldungen direkt über Ihr Handy/ Smartphone abwickeln, sollten dazu aber nicht zu viele Kontakte pflegen. Ansonsten erhalten Sie unendlich viele Nachrichten per SMS zugeschickt.
    30. Kontaktpflege: Twittern kann Ihr Social Networking stärken wie schwächen. Deshalb sollten Sie sich genau überlegen, wen Sie als Kontakt hinzufügen und wen nicht. Zudem empfiehlt es sich, immer mal wieder alle Twitterer hinsichtlich der persönlichen Relevanz zu überprüfen und einige aus der persönlichen Liste zu entfernen. Ansonsten verlieren Sie schnell den Überblick.

    Es gibt sicherlich noch viele weitere Ideen für das erfolgreiche Twittern. Falls Sie dazu noch ergänzende Vorschläge und weitere Ideen haben, freue ich mich auf Ihre Kommentare.

    >> PR Blogger: Morgenwelt 19: Twitter-TV und der Tod 2.0
    >> PR Blogger: 10 Twitter-Thesen für die Online-Kommunikation
    >> PR Blogger: Eine digitale Reputation via Twitter erwerben
    >> PR Blogger: Nutzen Sie Twitter als Feedback-Kanal
    >> PR Blogger: Morgenwelt 16: Zu viele Statusmeldungen und zu viel Twitter

    Klaus Eck

    Next08: Social Media effektiv fürs Marketing nutzen

    Nate Elliott von JupiterResearch sprach in seinem Vortrag über die richtige Nutzung von Social Media als Marketing Instrument. Zunächst konstatierte er: "We have more influence in the world then we ever had before". Schuld daran sind die zahlreichen Social Media Tools, die es dem Einzelnen enorm erleichtern zu publizieren und damit zu einem potentiellen Influencer zu werden.

    Für Unternehmen und Marken bedeute dies, dass diese Teil der Onlinekonversation werden müssen, da sie ohnehin in den Dialogen vorkämen. Gleichgültig ob sie es aktiv beeinflussen oder nicht. Allerdings ergab eine Studie von JupiterResearch, dass auch jene Marketiers, die mit Social Media Instrumenten arbeiten, dies oftmals nicht sonderlich gut täten. Zu dieser Erkenntnis kam JupiterResaerch nach der Analyse einer Vielzahl von praktisch durchgeführten Kampagnen im Social Media Kontext.

    Im Rahmen der Untersuchung wurde in der Folge analysiert, wie eine eine Social Media Kampagne erfolgreich zu gestalten sei. Daraus liesen sich laut Elliott drei Regeln ableiten:

    1. Your messages aren't going to promote itself
    Auch wenn Marketing mit Hilfe von Social Tools darauf abzielt, virale Effekte auslösen, entstehen diese nicht von selbst. Stattdessen muss eine Grundaufmerksamkeit geschaffen werden. Dazu eigne sich vor Allem der Einsatz von bezahlten Onlineanzeigen. Erst wenn mit deren Hilfe eine kritische Masse erreicht wurde, verbreitet sich die Kampagne im Anschluss viral von alleine.

    2. Focusing on engagement can double your ROI

    Ein einfaches Profil bei MySpace oder einem anderen Social Network anzulegen macht noch keine effektive Social Media Kampagne. Stattdessen sollte diese das Engagement der User und die Interaktion mit diesen beflügeln. Dazu bieten sich beispielsweise Widgets oder kleine Spiele an. Einerseits beschäftigen sich die Nutzer auf diese Weise über einen längeren Zeitraum mit der Maßnahme, auf der anderen Seite verleiten interessante Inhalte auch verstärkt zum Abgeben einer Empfehlung.

    3. If your not measuring results, you're wasting your money
    Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, ist es laut der Studie allerdings nicht: Nur 24% der Befragten Marketiers messen nach eigenen Angaben das Engagement der User. Elliott empfahl, eine Mischung aus technischer und emotionaler Messung vorzunehmen, um den Erfolg der eigenen Kampagne nachvollziehen und Fehler bei Folgeprojekten vermeiden zu können.

    Thomas Euler


    >> Next08: Mobiles Internet

    >> Next08: Crowdsourcing und Viralität mit Facebook
    >> Next08: Steve Rubel über Web Trends

    15. Mai 08

    Next08: Steve Rubel über Web Trends

    Massenkommunikation und riesige Reichweiten sind am Ende. So das Statement von Edelman Senior Vice President Steve Rubel auf der Next08. Stattdessen müsse Kommunikation künftig sehr zielgerichtet "Micro Audiences" ansprechen - mit entsprechend geringen Streuverlusten. Möglich wird dies durch Special Interest Communities, die sich im Internet formieren.

    Diese und andere digitale Trends stellte Rubel während seiner Präsentation vor. Die wichtigsten:

    Cut & Paste Web:
    An die Stelle von herkömmlichen Websites werden Plattformen treten, die als Contentaggregatoren dienen. Statt zu versuchen, selbstständig eine möglichst große Userbasis aufzubauen, wird die Aufgabe der Zukunft sein, dort präsent zu sein, wo sich die Nutzer bereits aufhalten.

    Attention Crash:
    Die Menge der Informationen die auf einen Menschen einprasselt wächst kontinuierlich. Daher lautet Steve Rubels Empfehlung an alle Kommunikatoren: "Keep it simple!"

    Digital Curration: Digitale Kuratoren werden künftig die Aufgabe haben, in den riesigen Massen an Content zwischen minderer und hoher Qualität zu unterscheiden und hochwertige Inhalte zu verbreiten.

    Collaboration:
    Zusammenarbeit, egal ob in der internen oder externen Kommunikation, wird zunehmend wichtiger und dank moderner Tools auch einfacher umsetzbar. Unternehmen sollten sich daher mit den existierenden Möglichkeiten auseinandersetzen. 

    Außerdem empfahl Rubel, im Zuge des Data Minings aktuelle Suchtrends zu monitoren. Ein ideales Tool dazu stellt Google Trends dar, das ein kontinuierliches Beobachten der Trends bei bestimmten Suchbegriffen ermöglicht und folglich von jedem Unternehmen genutzt werden sollte.

    Steve Rubel

    Steve Rubel

    Thomas Euler

    >> Next08: Crowdsourcing und Viralität mit Facebook
    >> Next08: Mobiles Internet

    Next08: Crowdsourcing und Viralität mit Facebook

    Facebook hat 70 Millionen aktive User, wie Matt Cohler, Produktmanager bei Facebook, erzählte. Diese setzen sich mittlerweile zu 66% aus internationalen Nutzern und 34% US-Usern zusammen. Dies ist eine rasante Entwicklung im Vergleich zu 2004, als noch über 90% aller User aus den USA stammten. Damit ist Facebook auf internationalem Wachstumskurs.

    Interessantes wusste er auch über das Vorgehen bei der Übersetzung von Facebook in diverse Sprachen zu berichten. Dort bindet Facebook nämlich seine Nutzerschaft aktiv ein und stellt eine Application zur Verfügung, mit der sich die Community eigenständig um die Übersetzung kümmern kann. Die User schlagen Übersetzungen vor und in einer Abstimmung wird die beste Alternative ermittelt. "User Driven Translation" nannte Cohler diesen Crowdsourcing-Ansatz.

    Wie sich Unternehmen die viralen Effekte einer Community zu Nutzen machen können, zeigte Cohler zudem mit einem Beispiel aus der Eventplanung: Ein US-Lebensmittelhersteller veranstaltete einen Event und lud lediglich 50 Freunde bei Facebook ein. 48 Stunden und viele Empfehlungen später waren tausende Menschen registriert. Schlüssel zu dieser enormen Wirkungen sei das Newsfeed-System, das die Aktivitäten im eigenen Netzwerk transparent macht und den Empfehlungsprozess teilweise automatisiert.

    Thomas Euler

    >> Next08: Mobiles Internet

    Next08: Mobiles Internet

    Heute findet die Next08 in Hamburg statt, die mit knapp 1200 Menschen sehr gut besucht ist. Im PR Blogger finden Sie im Laufe des Tages zeitnah Beiträge von einigen der Highlights der Konferenz. Alles steht unter dem Motto "get realtime", weshalb natürlich das mobile Internet eine entscheidende Rolle spielt.

    Geraldine Wilson, Vice President of Connected Life Europe bei Yahoo, beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit eben jenem Thema. Ihre Grundthese: Menschen werden künftig primär mit mobilen Devices online gehen. Denn diese sind immer dabei und damit stets zur Hand. Damit sich allerdings die mobile Internetnutzung in der Masse durchsetzt, gäbe es einige Vorraussetzungen:

    • um mobiles Surfen bezahlbar zu machen, braucht es flächendeckende Daten-Flatrates
    • mobiles Internet muss, zumindest annähernd, DSL-Speed erreichen
    • der Zugang muss unbeschränkt sein, was eine Abkehr von dem bisherigen Portal-Modell der Mobilfunk-Provider bedeutet
    • die portablen Devices brauchen ein ansprechendes Design und ein einfaches Handling

    In einem Satz fasste sie es so zusammen:

    "If you want people to use internet on the phone you have to make it really easy!"

    Für Werbetreibende biete das mobile Internet darüber hinaus entscheidende Vorteile, da es zielgenaue Ansprache und Interaktion ermögliche. Eigene Erfahrungen bei Yahoo zeigen laut Wilson, dass darüber hinaus mobile Werbung eine wesentliche bessere Performance in Punkto Markenerinnerung erziele als klassische Werbemassnahmen.

    Ein Produkt, das die Nutzung von mobilem Internet kräftig ankurbeln könnte, ist Googles Handy-Betriebssystem Android. Dieses stellte der Google-Entwickler Mike Jennings näher vor und kündigte nebenbei an, dass es in der 2. Hälfte 2008 die ersten Geräte damit geben werde. Das Open Source Projekt setzt auf offene Standards und lässt explizit Anwendungen von Drittanbietern zu. Die ersten optischen Eindrücke von Android waren typisch Google: reduziert und simpel.

    Thomas Euler

    14. Mai 08

    Online Reputation Management 7: E-Commerce-Chef Oliver Rengelshausen von Thomas Cook

    Auf seine Online Reputation achtet Oliver Rengelshausen, Leiter E-Commerce bei Thomas Cook, sehr genau. Er möchte nur mit fachlichen Inhalten wahrgenommen werden und nutzt privat im Fall der Fälle lieber ein Pseudonym, weil er genau weiß, was eine Namensnennung im Internet bedeutet.

    1. Im Internet habe ich bei Google insgesamt 3.660 Beiträge zu "Oliver Rengelshausen" gefunden? Wie erklären Sie sich das?

    Rengelshausen_dr_oliver025_f Diese Suchergebnisse ergeben sich aus Vorträgen, Publikationen, Pressemitteilungen und Interviews. Es gibt ein paar Blogbeiträge aus einem Projekt, das ich bei o2 gestartet habe. Da ich bereits seit neun Jahren im E-Commerce Umfeld arbeite, bleibt das nicht aus.

    2. Unter den ersten Treffern findet sich Ihr Xing-Profil an erster Stelle, man erfährt wenig über Ihre derzeitige berufliche Position als Leiter E-Commerce bei Thomas Cook, dafür aber sehr viel mehr zu Ihrem vorherigen Arbeitgeber O2. Zudem gibt es einige Interviews, einen Fachartikel zu "Tourismus 2.0" und ein Buch über "Online-Marketing in deutschen Unternehmen" von 2000. Wie wirkt sich das für Sie aus, wenn jemand Sie kontaktiert? Wissen andere schon alles über Sie?

    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich der eine oder andere online über mich informiert. Ich bin bislang aber noch nie im Gespräch damit konfrontiert worden. D.h. bislang hatte ich noch nicht das Gefühl, dass jemand dem ich neu begegne sich über mich informiert hat. Mit anderen Worten es ist mir weder positiv noch negativ aufgefallen.

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    13. Mai 08

    PR Blogger Top 20 der Mitarbeiterblogs

    Es gibt im deutschsprachigen Raum zahlreiche Corporate Blogs. Leider liegen dazu keine validen Zahlen vor. Je nach Definition kann man aber hierzulande inzwischen von rund 3.000 Corporate Blogs ausgehen, inkludiert sind hierbei die vielen unbekannten internen Blogs und die vielen kleinen Blogs von Selbstständigen und Kleinstunternehmen.

    Während es viele Versuche mit Intranetblogs gibt, halten sich größere Unternehmen und Konzerne mit dem Corporate Blogging bisher eher zurück. Jedoch gibt es genügend Beispiele von Markenunternehmen, auf die man verweisen kann. Nicht jedes der in der PR Blogger Liste aufgeführten Blogs entspricht meinen Vorstellungen vom erfolgreichen Corporate Blogging. Dennoch finde ich es spannend, den Augenmerk auf einige bekanntere Unternehmen zu lenken und deren Blogaktivitäten zu beobachten. Aus diesem Grund habe ich eine alphabetisch sortierte Liste von ausgewählten Corporate Blogs mit einer größeren Markenbekanntheit aufgestellt, die beispielhaft für die Blogexperimente von deutschen Unternehmen sind.

    Welche Blogs gefallen Ihnen davon am besten?

    PR Blogger Top 20 der Mitarbeiterblogs (Stand: 13. Mai 2008)

    1. Beck Blog - C.H. Beck
    2. Bosch Trainee Blog - Bosch
    3. Cirquent Blog - Cirquent
    4. Daimler Blog - Daimler
    5. DocMorris Blog - DocMorris
    6. FROSCH Blog - Erdal Rex
    7. FRoSTA Blog - Frosta
    8. Google Adsense Blog - Google
    9. Insignia Blog - Opel Blog
    10. Interactive TV Award - Deutsche Telekom
    11. Lesungen TV - Droemer Knaur
    12. Martin Bredl's Tech Experiences - Telekom Austria
    13. Österreich Werbung
    14. Paybackblog - Loyalty Partner
    15. Persil Blog - Henkel
    16. Riesen der Meere - Greenpeace Blog
    17. Sevenload Blog
    18. Spreadshirt Blog
    19. Weblog Halbmarathon - AOK-Leserblog
    20. Westaflex Blog - Westaflex Blog

    >> PR Blogger Top 10 der Mitarbeiterblogs im Oktober 2007

    Klaus Eck

    Online Reputation Management 6: Verlagsberater Bernd Pitz setzt auf Xing

    In unserer Interview-Serie habe ich diesmal den Verlagsberater Bernd Pitz befragt, der alle Google-Fundstellen mit seinem Namen zu dominieren scheint. An erster Stelle steht bei ihm zurzeit noch sein Xing-Profil. Bernd Pitz erklärt in dem Reputation-Interview, warum das so ist und wie Sie Ihre Webadresse effektiv für Ihre Reputation einsetzen können.

    Bernd_pitz_selbstverstaendlich_2 1. Im Internet habe ich bei Google insgesamt rund 2.150 Beiträge zu "Bernd Pitz" gefunden? Einen Namensvetter scheint es gar nicht zu geben, dabei sind mindestens 15 im Telefonbuch eingetragen. Anscheinend machen Sie es Ihren digitalen Doppelgängern nicht leicht? Was machen Sie besser?

    Um diese Frage zu beantworten, musste ich jetzt selbst erst mal googeln. Es scheint mindestens noch einen Bernd Pitz zu geben. Da ich mich seit einigen Jahren, erst beim Europa-Fachpresse-Verlag (u.a."W&V") und seit eineinhalb Jahren selbständig, mit Internet-Themen beschäftige und mich zu Online-Strategie und Online-Marketing öffentlich äußere, sei es als Referent oder in Blogbeiträgen, bin ich natürlich im Internet leichter "findbar" als ein Namensvetter von mir. Das sagt für mich aber über meine Namensvetter noch überhaupt nichts aus.

    2. Eine Online-Recherche zeigt mir, dass Sie viele Fachartikel auf diversen Plattformen veröffentlicht haben, bei Xing aktiv sind und auch bloggen. Was bringt Ihnen das für Ihr digitales Erscheinungsbild?

    Ich habe eine jetzt fast ein Jahr lang meine eigene Website einfach auf mein Xing-Profil umgeleitet. Das war erst nur als kurzes Experiment geplant, aber die Wirkung war so gut, dass ich die Weiterleitung nicht mehr rausgenommen habe. Warum? Bei Xing kann ich sehen, wer "meine Seite" besucht hat. Da bekomme ich Namen und Firma, nicht eine IP-Adresse im Logfile des Servers. Ich veröffentliche deswegen auch auf anderen Plattformen, weil ich glaube, dass eine eigene Website allein einfach nicht ausreicht.

    Mehr "Online Reputation Management 6: Verlagsberater Bernd Pitz setzt auf Xing " »

    09. Mai 08

    Rund 300 Gäste bei der Bloggerparty in Hamburg

    Nächste Woche erwarten wir rund 300 Teilnehmer zur Blogger- und Facebook Developer Garage-Party. Inzwischen haben wir das maximale Teilnehmervolumen erreicht. Dank einiger Sponsoren (s.u.) gibt es für die ersten 250 angemeldeten Teilnehmer bis ca. 23 Uhr Freigetränke. Das Essen ist auf unserer Veranstaltung hingegen nicht im Sponsoring enthalten.

    Die Nachrücker müssen allerdings nicht draußen warten, wenn sie sich bei uns angemeldet haben. Aufgrund des vorhandenen Platzes im NeidKlub werden wir insgesamt ca. 300 bis max. 400 Gäste reinlassen können.

    Update: Eine Anmeldung im Wiki ist für die Nachrücker jetzt nicht mehr möglich. Aber es ist noch möglich, sich mit Namen, E-Mail, Blog- und Twitter-Account sowie Unternehmen bis 18 Uhr am 13. Mai einen Kommentar im PR Blogger zu hinterlassen. Dann sind Sie automatisch als Nachrücker angemeldet. Eine Bestätigung gibt es nicht.

    Ort des Bloggertreffens:

    NeidKlub
    Reeperbahn 25
    20359 Hamburg

    Einlass am 14. Mai ab 19 Uhr nur für angemeldete Gäste. Nachrücker können ab 20:30 Uhr  hinzukommen.

    Wer noch an der am 15. Mai stattfindenden Next08 teilnehmen will, muss sich ein wenig beeilen. Denn inzwischen ist die Zahl der registrierten Teilnehmer auf über 1.000 gestiegen. Bis zum 12. Mai 2008 können Sie noch Tickets zum Spätbuchertarif von 790 Euro (zzgl. MwSt.) erwerben. Ab 13. Mai kostet das Last-Minute-Ticket 990 Euro (zzgl. MwSt.).

    Sponsoren, Veranstalter und Unterstützer der Bloggerparty:  Facebook, Hamburg@work, Vogel Business Media, Neuhaus Partners, cellity AG, Handelskammer Hamburg, DLD of Burda, European Founders Fund, Next 08, Zanox.de AG, SkodaAuto, PR Blogger

    >> Das Next08-Programm
    >> PR Blogger: Einladung zum Hamburger Bloggertreffen am 14. Mai 2008

    Klaus Eck

    Morgenwelt 19: Twitter-TV und der Tod 2.0

    Unsere digitalen Existenzen verändern unser kulturelles Leben zunehmend. Die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren und den Kontakt halten, hat sich komplett gewandelt. In dieser Morgenwelt gibt es dafür einige Beispiele:

    Twitter-TV: Der Wirtschaftssender n-tv berichtet in einem kurzen, aber guten Beitrag, wie sich Twitter, Dopplr und Skylounge im Einsatz für Geschäftsreisende eignet. Interviewt worden sind unter anderem die Twitterer und Dopplr-Nutzer Michael Domsalla (KMTO) und Igor Schwarzmann (Pleon).

    Tod 2.0: Haben Sie sich schon einmal überlegt, was mit Ihrem Xing- oder Facebook-Account geschieht, nachdem Sie gestorben sind? Führt das Ende der realen Existenz auch zum Abschied von der digitalen Präsenz? Oder sollten wir ein digitales Leben nach dem eigenen Tode haben. Fragen, mit denen sich das elab Blog beschäftigt: Was passiert im Nachlass mit dem “virtuellen Vermögen”.

    E-Mail-Identität: Wenn jemand Ihnen eine E-Mail zuschickt, erfahren Sie sehr viel über den Absender. Als erstes sehen Sie den Namen, die Domain und das Betreff der E-Mail. Die Psychologen Mitja Back, Stefan Schmukle und Professor Boris Egloff von der Universität Leipzig haben die E-Mail-Adressen von 600 Schülern im Alter zwischen 15 und 18 Jahren hinsichtlich ihrer Persönlichkeitseigenschaften analysiert. Heraus kam bei ihrer Studie, dass die E-Mail-Adresse als Psychogramm des Absenders taugt. Jochen Mai fasst es gut zusammen: "Wir sind, wie unsere Mailadresse heißt. Oder wissenschaftlicher ausgedrückt: E-Mail-Adressen sind ein Spiegel der Persönlichkeit."

    TV-Twitter: Benedikt Köhler verfolgt mit vielen anderen Twitterern eine Maischberger-Talkshow, in der Sascha Lobo dabei ist. Dieser hat zahlreiche Twitterer eingeladen, seinen TV-Auftritt twitternd zu begleiten. Vielleicht bietet Twitter Potential für das dialogische Fernsehen, meint der Münchner Soziologe auf Viralmythen: "Um die 50 Personen sehen gemeinsam eine Fernsehsendung und verwandeln sie durch ihr Getwitter von einem starren diskursiven Broadcast in einen Dialog." Ist das vielleicht sogar die Zukunft des Fernsehens?

    Elektrischer Reporter: 47: Jeff Jarvis über Journalismus im Internet-Zeitalter

     

    Klaus Eck

    Feedblitz: Den PR Blogger im E-Mail-Service abonnieren

    Falls Sie RSS-Feeds nicht kennen, nicht mögen oder aus einem beliebigen anderen Grund (noch) nicht nutzen sollten, biete ich Ihnen ab sofort eine Alternative mit einem klassischen E-Mail-Newsletter des PR Bloggers an, den Sie ab sofort kostenlos abonnieren können.

    Feedblitzlogo Dazu müssen Sie nur Ihre E-Mail-Adressen oben links (direkt unter meinem Foto) eingeben und anschließend das Abonnement durch einen Klick auf “Subscribe me" bestätigen. Dadurch erhalten Sie die neuesten Blogeinträge als E-Mail quasi on Demand zugeschickt. Alternativ können Sie die PR Blogger News auch via Skype oder Twitter beziehen.



    Realisiert habe ich den PR Blogger E-Mail-Service mit dem Newsletter-Tool Feedblitz. Nach einem längeren Trauerspiel und vielen Zookoda-Versuchen wechsel ich damit den Anbieter und vertraue auf eine neue Lösung. Ich würde mich freuen, wenn Sie darüber den PR Blogger täglich beziehen wollen.

    >> Feedblitz
    >> Für E-Mail-Abonnenten: Frequently Asked Questions for Subscribers

    Klaus Eck

    Pressefreiheit: Teure Blog-Interviews

    In Weblogs gibt es jede Menge Interviews, auch im PR Blogger. Wer andere zitiert oder online auf seiner Plattform zu Wort kommen lässt, muss nach einem Urteil der Zivilkammer 24 des Hamburger Landgerichts manchmal mit erheblichen Kosten rechnen. Denn die Richter legten in ihrer jüngsten umstrittenen Entscheidung fest, dass Medien (vermutlich auch Blogs) für die Wahrheit von
    Interviewäußerungen Dritter voll und ganz haften. Sie seien demnach in einer sogenannten "Verbreiterhaftung", selbst wenn sie keine bewussten Falschbehauptungen aufgestellt haben. Erst nach einer klaren Distanzierung vom Gesagten, solle die Verbreiterhaftung entfallen.

    Das LG Hamburg gab in seinem Urteil der "Saarbrücker Zeitung" als medialen Verbreiter eine Mitverantwortung, weil sie ein Interview mit Roger Willemsen veröffentlicht hatte. Darin hatte der Bestseller-Autor und TV-Moderator den Chefredakteur des "Focus" Helmut Markwort bezichtigt, ein Interview mit Ernst Jünger gar nicht selbst geführt, sondern von jemand anderen kopiert zu haben. Diese Behauptung erwies sich eindeutig als falsch.

    Für Blogger und Online-Medien ist es nur ein schwacher Trost, dass andere Landgerichte liberaler urteilen. Schließlich kann der Klagende bei einer Online-Verbreitung der Inhalte jedes Gericht seiner Wahl anrufen. Somit auch das Hamburger Landgericht. Es dürfte spannend zu beobachten sein, wie sich das Recht künftig entwickelt und ob wir hierzulande weiterhin von einer weitgefassten Pressefreiheit reden können. Jedenfalls sollte jeder Blogger seine eigenen Interview- und Zitier-Praktiken überdenken, will er derlei juristische Auseinandersetzungen vermeiden.

    Was halten Sie von dieser Entwicklung der Pressefreiheit? Sollten Blogger und Journalisten alles grundsätzlicher hinterfragen, weniger zitieren, interviewen oder gar kopieren? Dadurch könnte es immerhin auch spannendere Inhalte geben, die sich vom Copy & Paste-Journalismus unterscheiden oder?

    >> Telagonsichelputzer: Kein Interview
    >> Spiegel Online: PRESSEFREIHEIT IN GEFAHR. Das Ende des Interviews?

    Klaus Eck

    08. Mai 08

    Die Arbeitgemeinschaft Social Media legt los

    Der gerade entstehende Verein „Arbeitsgemeinschaft Social Media e.V.“ (kurz: AGSM) hat einen wichtigen Schritt gemeistert: Am 7. Mai trafen sich rund 30 Initiatoren und Interessierte in München, um die Satzung zu verabschieden und um den Vorstand zu wählen. Über Livestream und Twitter nahmen viele online teil, die nicht nach München-Schwabing kommen konnten.

    Der Verein hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: die Forschung und Entwicklung von Web 2.0-tauglichen Meßstandards, wobei sich die AG Social Media nicht als Konkurrenz zur AGOF sieht, sondern als ergänzender Partner. Auch die Lobbyarbeit etwa für Blogger und andere Web 2.0-Produzenten und -Betreiber soll nicht zu kurz kommen. 

    Neu35 Gegen abend, als die Satzung (endlich) verabschiedet war, wurde der Vorstand gewählt: Dieser besteht aus Dr. Benedikt Köhler, Universität der Bundeswehr München, Jörg Blumtritt, Burda Community Network, Maren Heltsche, Ausschnitt Medienbeobachtung, Heiko Ditges, bigmouthmedia (hintere Reihe) und Richard Joerges, ContentXperten (von links).

    Beeindruckend war die partnerschaftlich-konstruktive Art, mit der alle Teilnehmer über die hochkomplexen Funktionen des Vereins und seiner Mitglieder diskutierten. Der Satzungsentwurf etwa entstand in Koproduktion per Wiki. Das war nicht nur ein harter, langwieriger und schwieriger Prozess, sondern gelebtes Web 2.0 inklusive bester Manieren. Kompliment, so produktiv sind Meetings selten. Das Treffen fand in der Schwabinger Galerie Royal statt, die der Frau des Vorstands Jörg Blumtritts gehört. Die Vereinsgründer saßen zwischen Kunstwerken von Fink Ossi und Heribert Heindl, deren Ausstellungsthema bestens zur Gründung des Vereins passt, immerhin will dieser das Kunststück fertigbringen, eine hochkomplexe Gesellschafts- und Businesskultur abzubilden: „Sich Schwierigkeiten leicht zu machen ist ein Wunder“.

    >> Die Website der AG Social Media

    Doris Eichmeier

    27. Nachgebloggt: Ulrich Weber zum Start des neuen Opel Blogs

    Neu33 Die Adam Opel GmbH hat intern nach Bloggern gesucht und sie jetzt in Form zweier Testingenieure gefunden, die aus ihrem Berufsalltag bei der Entwicklung des Vectra-Nachfolgers Insignia berichten, was insofern bemerkenswert ist, als dass in der Phase kurz vor Marktstart des Autos, die Tester besonders viel zu tun haben und meist irgendwo zwischen Polarkreis, Nürburgring und Rüsselsheim auf Achse sind. In dem Auto-Blog berichten die Blogger direkt aus ihrem Arbeitsalltag. Bislang gibt es noch keine Kommentare, aber das liegt vor allem daran, dass es bisher noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich war. Die Opel-Blogger freuen sich durchaus auf Kommentare. Ulrich Weber, GME Media Bureau, erläutert exklusiv im PR-Blogger-Interview, warum Opel sein Corporate Blog gestartet hat:

     

    1. In der Vergangenheit hat Opel hierzulande bereits einige Blogs gestartet. Was ist jetzt neu an Ihrem Opel Insignia Blog?

    Mit dem Insignia Blog wollen wir, ganz im ursprünglichen Wortsinn, ein Web-Tagebuch verwirklichen. Ganz reduziert, ganz auf den Arbeitsalltag zweier Testingenieure bezogen. Opel hat noch nie ein Auto mit so viel High-Tech auf den Markt gebracht, insbesondere bei Fahrwerk und Antrieb. Da gibt es viel zu erzählen.

    2. Wenn Sie im neuen Opel Blog zwei Ingenieure über ihren Tester-Alltag bloggen lassen, ist das nicht ein Nischenthema? Wen interessiert das Ihrer Ansicht nach?

    So klein ist die Nische möglicherweise gar nicht. Wir haben festgestellt, dass das Interesse an der Arbeit von Testingenieuren relativ groß ist, vielleicht weil der Umgang mit getarnten Prototypen auch ein bißchen was Geheimnisvolles hat. Und normalerweise sind die Kollegen ja auch zur Unauffälligkeit verpflichtet, weil vieles von dem, was sie tun stark wettbewerbsrelelvant ist. Ein wenig hinter die Kulissen schauen, das könnte auch für Nicht-Technikfreaks ganz interessant sein.

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    3. Warum tun sich eigentlich die deutschen Unternehmen Ihrer Ansicht nach so schwer mit Corporate Blogs? Haben sie Angst vor dem Kundenfeedback? Oder mag keiner der Mitarbeiter bloggen?

    Mögen vielleicht schon. Aber nicht jeder hat potentiell Gelegenheit. Ein umfassendes Corporate Blog bei Opel würde zum Beispiel all jene Kolleginnen und Kollegen ausschließen, die in der Produktion arbeiten und keinen Netz-Zugang haben. Deshalb beschränken wir uns bislang auf Themenblogs und setzen in der internen Kommunikation neben dem Intranet und Newsletter weiterhin auf wohltuend altmodische Dinge wie die Mitarbeiterzeitschrift Opel Post. Aber grundsätzlich halten auch wir es für eine gute Idee, mit einem thematisch breit gefaßten Corporate Blog die Brücke zwischen intern und extern zu schlagen. Deshalb diskutieren wir auch ganz intensiv mit unseren blog-erfahrenen amerikanischen Kollegen bei GM in Detroit.

    4. Inwiefern wollen Sie mit Ihrem Corporate Blog auch etwas für das Image des Vectra-Nachfolger Insignia tun?

    Zur Imagebildung kann so ein Blog nur ein Mosaikstein sein, deshalb hängen wir die Meßlatte nicht so hoch. Aber wenn die Botschaft rüberkommt, dass es Technikkompetenz nicht nur in Stuttgart, München und Ingolstadt, sondern auch in Rüsselsheim gibt, dann würden wir uns freuen. 

    5. Welche Kommunikationsziele verfolgen Sie mit Ihrem Blogansatz?

    Opel ist, vielleicht mehr als jeder andere deutsche Autohersteller, eine Marke zum Anfassen.  Deshalb haben wir nichts dagegen, mit Begriffen wie Transparenz und Authentizität in Verbindung gebracht zu werden. Ein thematischer Ansatz wie beim Insignia-Blog scheint ein gutes Instrument, um diese Nähe zu vermitteln.

    Ein ganz simples Kommunikationsziel sollte man bei aller Theorie nicht vergessen: Hier sind Opel-Ingenieure, die haben Spaß an ihrer Arbeit und freuen sich, darüber berichten zu können. Wenn dieser Spaß rüberkommt, hat sich das Bloggen schon gelohnt.

    >> PR Blogger: 26. Nachgebloggt: Johannes F. Woll zum Social Networking via Xing
    >> Insignia-Blog – Mein Kontrastprogramm

    Klaus Eck

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